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Musiker gegen Streamingdienste "Es geht um die Wertschätzung"

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    #16
    Zitat von shakti Beitrag anzeigen
    genau!
    früher war alles besser, da konnten sich die Rock Stars noch eigene Flugzeuge erlauben :-)

    Ich habe mir in der letzten Zeit viele LP's von Künstlern gekauft, die ich ohne streaming nie kennen gelernt hätte.

    dh ich möchte auf das Streaming nicht mehr verzichten. bzgl der Einkommensituation von Künstlern hat sich der Schwerpunkt der Einnahmen in Richtung live Konzert entwickelt,
    die Preise für solche events sind entsprechend hoch gegangen. Dürfte für viele Künstler immer noch passen. Auch auf zB Youtube kann man ganz gute Einnahmen mit Werbung generieren,
    die Einnahmen als influencer kommen noch dazu.

    Das Geschäftsmodell hat sich halt geändert, die Welt dreht sich...

    Gruss
    Juergen


    Die Gefahr um die es sich dreht:
    Hier geht es nicht um Mainstream und um bekannte Künstler & Bands, sondern vor allem um die Nischen, z.B. Ethno, Jazz, Soul, Blues, etc. Selbst eher unbekannte Klassik Stücke (und deren Einspielungen) könnte es da eiskalt erwischen.
    Wenn die dann auch keine CDs mehr verkaufen können, da sie von diesen Medien nicht beworben werden, so hört sich diese künstlerisch wertvolle Genre bald auf.

    Das finde ich aber sehr schade! Ich bin Jemand der nicht immer im Mainstream schwimmt, wenn Ihr meine Liste (hier in einem eigenen Thread und in Testberichten) kennt, so werdet Ihr wissen was ich damit meine.

    Noch ist es vielleicht nicht soweit - aber wie können wir als Konsumenten darauf hinwirken dass auch eher Unbekannte nicht aus dem Fokus verschwinden und alle Künstler von den Streaming Diensten ordentlich entlohnt werden?

    Darum halte ich weiterhin am CD & LP Einkauf fest. Was Streaming oder den Kauf (& Download) von Musik Files betrifft fehlt mir dazu auch ein hochwertiges DAC. Der Audio Ausgang vom Macs ist dazu eher ungeeignet.
    Fritz
    KH: AKG K812, K872, K712, K271 MKII, Austrian Audio Hi X55 / HA: WNA MK II mod. (Graham Slee "Green" SOLO) / CD/SACD Players: Marantz SA7001 KI, (Philips CD650 mod.) / Phono: Revox B790 + Goldring G1042 MM / PhonoPre: Lehmannaudio Black Cube SE II (Graham Slee "Green" Reflex) / Verkauft: Sennheiser HD600, Stax SR44, Denon AH-D7000, AKG Q701, K701, K550, K501
    Tested: AKG K1000, K702, Beyer T90, MYSPHERE 3.2

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      #17
      Hallo Fritz,

      zum einen ist das Thema hier im Forum nicht neu. Wir hatten das schon mehrere Male.
      Hier mal ein Beitrag dazu, wie sich die Zeiten halt wandeln. > https://www.open-end-music.com/forum...107#post556107

      Zum anderen kann ich für mich persönlich Deine Einschätzung nicht bestätigen, dass man dadurch immer mehr in den Mainstream abdriftet. Im Gegenteil - seit ich hochwertig streame (früher Tidal, seit ein paar Jahren Qobuz - von Youtube und Spotify lasse ich die Finger), habe ich meinen Musikhorizont nochmals deutlich verbreitert.

      Ich habe alles bei mir im Haus. Hunderte CDs (spiele ich aber fast gar nicht mehr), Vinyl (finde ich toll, weil es seinen ganz eigenen Reiz hat - da habe ich aber nur die alten Platten und nicht sehr hochwertige Geräte), 4.500 lokal gespeicherte Alben und das Musik-Universum von Qobuz.

      Meine Hauptmusikquelle ist mittlerweile Qobuz. Gerade weil ich dort ständig neue Sachen entdecke.

      Das kann aber jeder halten, wie er mag.

      VG Uli

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        #18
        Mit Qobuz habe ich mich noch nicht befasst - ist das ein reiner Streaming Dienst oder kann man Musik auch herunter laden um Offline zu verwenden?
        Wenn ja, sind die Files auch abspielbar wenn das Abo beendet ist? Um Apples Musik (und auch TV) Diensten (ich besitze Macs) machte ich immer einen großen Bogen. Ich habe demnächst vor mir einen neuen Mac zu kaufen, dann werde ich den Alten als Rip Station benützen. Wo ich die Files ablegen werde ist noch ungewiss. Ein neuer KHV inkl. DAC steht noch an. Die Qualität von Streaming sollte zumindest 16/44.1 besser 24/96 sein. Wenn komprimiert, dann verlustfrei.
        Fritz
        KH: AKG K812, K872, K712, K271 MKII, Austrian Audio Hi X55 / HA: WNA MK II mod. (Graham Slee "Green" SOLO) / CD/SACD Players: Marantz SA7001 KI, (Philips CD650 mod.) / Phono: Revox B790 + Goldring G1042 MM / PhonoPre: Lehmannaudio Black Cube SE II (Graham Slee "Green" Reflex) / Verkauft: Sennheiser HD600, Stax SR44, Denon AH-D7000, AKG Q701, K701, K550, K501
        Tested: AKG K1000, K702, Beyer T90, MYSPHERE 3.2

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          #19
          Morgen,

          Zitat von FritzS Beitrag anzeigen

          [I][FONT=Comic Sans MS]Die Gefahr um die es sich dreht:
          Hier geht es nicht um Mainstream und um bekannte Künstler & Bands, sondern vor allem um die Nischen, z.B. Ethno, Jazz, Soul, Blues, etc. Selbst eher unbekannte Klassik Stücke (und deren Einspielungen) könnte es da eiskalt erwischen.
          Wenn die dann auch keine CDs mehr verkaufen können, da sie von diesen Medien nicht beworben werden, so hört sich diese künstlerisch wertvolle Genre bald auf.
          Diese Gefahr sehe zumindest ich nicht.
          Heute kommen Musiker durch die Streamingdienste und Youtube in den Fokus potentieller "Kunden", die es früher so nie, auch gerade wegen ihres Nischendaseins, geschafft hätten.

          Ich sehe eher die Gefahr, daß der "Erfolg" infolge von Klicks und Zugriffen sehr viel einfacher durch entsprechende Auswahlalgorithmen vorprogrammiert werden kann.

          Mir persönlich ist das allerdings schnurz, da ich sowieso nicht online streame. Die Herkunft der Audiofiles ist meist zweifelhaft (welches Mastering?).
          Ich kaufe CD (oder leihe sie mir), rippe sie und streame dann offline per NAS.

          Außerdem hänge ich ungerne per Abo bei jemanden an der Nadel. Ist aber ein Spleen von mir.

          Gruß

          Thomas

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            #20
            Abos man ich auch nicht, weder bei Content noch bei Hard & Software.
            Fritz
            KH: AKG K812, K872, K712, K271 MKII, Austrian Audio Hi X55 / HA: WNA MK II mod. (Graham Slee "Green" SOLO) / CD/SACD Players: Marantz SA7001 KI, (Philips CD650 mod.) / Phono: Revox B790 + Goldring G1042 MM / PhonoPre: Lehmannaudio Black Cube SE II (Graham Slee "Green" Reflex) / Verkauft: Sennheiser HD600, Stax SR44, Denon AH-D7000, AKG Q701, K701, K550, K501
            Tested: AKG K1000, K702, Beyer T90, MYSPHERE 3.2

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              #21
              Hallo,
              Selbst als fast ausschließlicher Spotify Hörer muss ich sagen, das ist ein ganz über Verein!
              Wir brauchen uns glaube ich nicht mehr darüber unterhalten, mit welch Hungerlöhnen die Künstler dort abgespeisst werden.Das ist ein ganz biilliger mieser Ausverkauf, was seit Anbeginn von Spotify dort abläuft. Spotify kassiert ab, die Plattenlabel kassieren ab die Künstler, bekommen ein Butterbrot, da brauchen wir gar nicht mehr drüber diskutierten! Das ist total miese was dort abläuft!
              Dann, kommt noch das Konsumentenverhalten dazu: " 20 EUR monatlich, ist aber ganz schön viel, kann ich es nicht noch viel billiger bekommen"? Zu Beginn meiner Musik HiFi Zeit, habe ich ca. 500- 600 EUR ,monatlich für Schallplatten ausgegeben. Mein Daddy hat mich damals gefragt, ob ich " noch alle Tassen im Schrank hätte".Heutzutage, bestimmt der Konsument , den Wert einer Musik, und jene, rechnen in Cent, ab!Ähnlich einem van Gogh Gemälde, : " Kann ich das auch vieleicht für 50 EUR kaufen, über Amazon"? Dies beschäftigt mich schon seit langer Zeit. Mein Gewissen wäre erleichtern gäbe es eine Plattform wie Spotify, wo ich 2- 300EUR monatlich bezahlen könnte um den Preis, das ich meine Künstler unterstütze. CD, u.ä, kommt für mich nicht mehr in Frage, hab auch gar keine Hardware mehr dafür
              traurig,
              Rolf
              AKG 701; AKG 712Pro, AKG 812PRO; Grado GH-4;
              Focal Utopia+WyWires Platinium

              SPOTIFY; ACER Aspire E17; Kenwood KD 990;
              Yamaha As-2100; Anti-Mode 2.0

              LS Sonus Natura Monitor Aktiv;
              Magneplanar 1.7

              Basen "The Rest" Creaktiv; Groneberg Netzleisten und Verkabelung

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                #22
                Moin
                Die CD wird genau so sterben, wie die LP...nämlich gar nicht.
                Dafür ist das Medium und deren Gerätschaften noch immer ZU verbreitet.
                Zumindest werde ich das nicht erleben, da bin ich mir sicher.
                Und WENN dann wäre es für mich der Status Quo, an dem ich mich nur noch um meine vorhandene Musik kümmern werde.
                Ganz einfach...
                Das permanente hinterhergehechel nach neuem und das permanente suchen auf dem Gerät würde mich davon abhalten überhaupt ordentlich Musik zu hören.
                Aber so tickt der Mensch nun mal, immer mehr, immer höher, immer weiter.
                Der Nervenzusammenbruch wartet...
                Dann kommt dieses Geschäftsgebaren a la Sky & Co.
                Fürchterlich, weder nachhaltig, noch korrekt.

                Aber so ticken wir leider, siehe Alexa und autonomes fahren.
                Der Mensch möchte NICHTS mehr selber machen, keinen eigenen Kopf mehr haben, alles in die Hand anderer, marketinggesteuerter Unternehmen geben.
                So auch die Musik.
                Wenn ich höre, was da mittlerweile an handwerklichem Bullshit unterwegs ist...wird aber zu Millionen gehört, da in allen Medien und natürlich auch in diesen Diensten, Dauerfeuer damit geworben wird.

                Schwarz und silbrig glänzender Gruß
                Guido
                ...mehr Senf...

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                  #23
                  Zitat von shovelxl Beitrag anzeigen
                  Aber so ticken wir leider, siehe Alexa und autonomes fahren.
                  Der Mensch möchte NICHTS mehr selber machen, keinen eigenen Kopf mehr haben, alles in die Hand anderer, marketinggesteuerter Unternehmen geben.
                  So auch die Musik.
                  Hallo Guido,

                  Ich glaube nicht, dass die Menschen das wirklich wollen - es wird ihnen nur seit Jahrzehnten schon als Fortschritt verkauft bzw. besser gesagt mit einem unermesslichen Aufwand geradezu in den Kopf gehämmert und das auf mittlerweile allen Ebenen und in allen Bereichen.

                  Sich dagegen zu behaupten, wird immer schwieriger, zumal es sich ja nicht nur um Verführungen handelt, sondern, wenn man etwas anders machen oder sich dem entziehen möchte, dies einem mittels ansteigendem Druck und suggerierter bis tatsächlicher (künstlich geschaffener) Alternativlosigkeit immer schwerer bis unmöglich gemacht wird.

                  Diese auf jedes einzelne Leben unterschiedlich und teils unglaublich perfide wirkenden Mechanismen zu erkennen und etwas dagegen unternehmen zu können ist zumeist ziemlich schwierig - nicht zuletzt, weil einem die dafür benötigten Kompetenzen garnicht mehr zur Verfügung stehen, da sie einem genau durch die eigentlich zu hinterfragenden Einflüsse genommen wurden.

                  Es ist imho also nicht unbedingt eine Frage des Wollens, sondern eher eine von Kraft und Fähigkeiten. Dem 'modernen' Menschen fehlt durch Sozialisation und Lebenssituation nicht nur die Kraft und der Wille, für oder gegen etwas für ihn Relevantes einzustehen, es mangelt oftmals bereits an der Fähigkeit, Ursache und Wirkung zu erkennen. Man ist durch mannigfaltige Manipulation schlicht nicht mehr in der Lage zu erkennen, was gut ist für einen selber und was schlecht.

                  Es gibt seit gefühlten Ewigkeiten einen durch etliche auch aktuelle Studien immer wieder bestätigten Konsenz, der besagt, dass es wenig Schlimmeres für einen Menschen gibt als Ohnmacht, während hingegen die sogenannte Selbstermächtigung - also Dinge im Griff zu haben, auf sie Einfluss zu nehmen, etwas zu schaffen, zu bewegen; kurz: selbstständig denkend und handelnd zu sein - den Schlüssel zu Zufriedenheit und Erfüllung darstellt.

                  Viele, wenn nicht beinah alle maßgeblichen gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte inkl. des für die breite gesellschaftliche Masse relevanten techn. 'Fortschritts' zielen hingegen auf das komplette Gegenteil ab: sie entmächtigen und entmündigen sowohl den Einzelnen als auch die Gesellschaft als Ganzes (geben aber perfiderweise vor, das Gegenteil zu tun).

                  Wenn Menschen aber immer mehr aus der Hand geben (müssen), macht das nix anderes als frustriert und depressiv - da kann man ihnen noch so oft etwas von Bequemlichkeit und Komfort erzählen und sie können sich noch so sehr bemühen, das zu glauben. Irgendwann funktioniert es für viele nicht mehr, egal, ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht.

                  Leider lautet bei Nichtfunktionieren auch aktuell das Mittel 'immer Mehr vom Selben' und wenns immer noch nicht funktioniert, dann eben nochmals Mehr.

                  Wirklich wollen kann man das aber wahrlich nicht.

                  VG,
                  Thomas

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