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Kurzer highfideler Lebenslauf

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    Kurzer highfideler Lebenslauf

    Hallo,


    Mein Hifigang begann genau als 14 jähriger, damals noch mit Telefunken Kofferradio ect. Mein Patenonkel, welcher Beamter bei der Post war und von meinen musikalischen Neigungen wusste, brachte mir in diesem Zeitraum einen furchtbaren Kopfhörer von der Post mit, eigentlich zum Signalabhören gedacht, womit aber dann die Droge Kopfhörer gespritzt war. Ja, ich hänge an der KH Nadel bis heute.

    Mit Unruhe im Hintern sparte ich etwas Taschengeld zusammen und kaufte mir den ersten anständigen KH von Sennheiser mit knallgelben Polstern, natürlich völlig anderes Niveau als der Posthörer. Ein paar weitere Modelle von AKG folgten. Dann so mit Beginn Bundeswehr der erste Hifiturm von Fisher, den ich aber wegen Wehrdienst bei der Marine in Bremerhaven und Eckernförde nicht zu Gesicht bekam, da er zu Hause stand. Von der Bundeswehr zurück, verkaufte ich auch schnell die Fisheranlage, ging dann über zu Arcus LS und später eine Ecouton LQL 150. Es folgten dann etliche Anlagen, die alle recht schnell wieder verschwanden, da ich immer unzufrieden war. Zwischendurch Kopfhörer von Beyer und wiederrum Sennheiser.

    Anfang der achtziger Jahre kam ich dann das erste Mal mit Stax in Berührung und es wurde eine highfidele Beziehung geboren. Ein Ort, von dem man wusste, er bedeutet zu Hause ankommen. Das war auch dann der Zeitpunkt wo meine Unruhe wegen Unzufriedenheit aufhörte. Ich machte dann folgend bis Anfang der neunziger eine Stax Kombi nach der anderen durch von klein bis groß, musste halt alles kennen lernen. 1989 etwas müde gehört an Stax kam dann der AKG K1000. Ich wollte es genau wissen, und so wurde daraus eine regelrechte Hetzjagd. In Saarbrücken gab es ein Studio, das Stax führte und in einem anderen war der K1000. Ich weiß nicht an wie vielen Samstagen ich wie bekloppt vom einen Studio zum anderen hechtete, um ja noch die Eindrücke von vor 5 Minuten im Kopf zu haben.

    Es kam, was kommen musste, der K1000. Zwischendrinn wieder einige dynamische Probanden von Beyer, AKG, Sennheiser. Gekauft, gelebt damit, verkauft, hin und her.

    Mit Stax sehr viel Energie vewendet in Bezug auf Entzerrung und Kunstkopfaufnahmen. Mit dem K1000 über verschiedene Class A Endstufen und BAP 1000 das binaurale Thema sehr vertieft. Elektrostatische Versuche des weiteren mit Sennheiser und Jecklin.

    Parallel dazu LS Anlagenbetrieb über Martin Logan, Audioplan, Audiophysik, Spendor, ProAc usw. Naim, Mission, Camtech, Cyrus, Teac, CEC usw auf der elektronischen Seite.

    Rega, Thorens, Linn, Wilson Benesch analog.

    Stax und dynamischer KH Betrieb der erwähnten Marken ging bis in die neunziger, wo dann irgendwann die Berührung mit Grado erstmals zu Stande kam, was bei mir zu einem Schlüsselerlebnis wurde. Wenn man so möchte, hat es seit dem 14 ten Lebensjahr noch 20 Jahre gedauert um genau den KH zu finden, wo mein eigentliches zu Hause ist. 20 Jahre KH Reise. In diesen 20 Jahren nahm auch das Thema Kopfhörerverstärkung Form an und es folgten viele Geräte unterschiedlicher Marken.

    Die Marke Grado, die mein kopfhörerliches Angekommen oder zu Hause bedeutet, ist bis dato unverändert mein Favorit und ich kann locker davon ausgehen, das dies auch so bleiben wird in der Zukunft. Mein Herz für „den Kopfhörer“ ist nach allen Seiten hin aus Neugier, Interesse absolut offen geblieben, Neugier an diesem schönen Thema generell. Es ist einfach mehr als Musikhören, es ist zu einer Beziehung geworden, einer Beziehung mit der Musik und mit dem Thema KH.

    Da es mir auf Anhieb damals ein leichtes war, in der virtuellen räumlichen KH Welt können spazieren zu gehen, was bis heute noch ausgefeilt und sensibilisiert wurde, hatte mich dieses Thema fasziniert wie kein zweites. Ich hoffe einfach, das genügend Zeit bleibt, um weiterhin an diesem schönen Thema können Teil zu haben. Weitere Hobbys zwischendurch waren Modelleisenbahn, Auquaristik und das zur Zeit bestehende zweite Hobby neben Hifi, die Videofilmerei mit Schnitt und Nacharbeit am PC.

    Gruß,
    Otwin
    Zuletzt geändert von lotusblüte; 05.10.2008, 19:56.

    #2
    AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

    Hallo alle,
    benütze diesen Thread auch, um meinen highfidelen Werdegang offenzulegen...
    Ich bin Baujahr 1948, geboren in Graz, aufgewachsen im Umland um die steirische Landeshauptstadt. Meine Mutter war damals Sekretärin des Programmdirektors der 'Senderkette Alpenland', das war der Rundfunk in der britischen Besatzungszone in Österreich (im Wesentlichen die Bundesländer Steiermark und Kärnten), mein Stiefvater hatte ein größeres landwirtschaftliches Anwesen. Vielleicht habe ich die highfidelen Gene in mir schon im Mutterleib gespürt, denn ich habe mit großer Leidenschaft das Tonbandgerät (war ein Philips) meiner Eltern zerlegt und neu 'justiert'. So richtig geschätzt hat das allerdings niemand!
    Ich habe mich schon früh für Werbung und für Journalismus interessiert, natürlich Schülerzeitung gemacht, aber auch Zeitungsanzeigen getextet. Meine Berufslaufbahn war damals schon beinahe vorprogrammiert: Fachschule für Wirtschaftswerbung in Wien absolviert, dann Mitarbeit in einem Verlag, der ein Bordmagazin für eine Fluggesellschaft, das Diners Club Magazin und ein Nachrichtenmagazin herausgebracht hat. War dann in einer großen österreichischen Handelskette zunächst Werbeassistent, dann später auch für die gesamte Textgestaltung verantwortlich und schließlich auch Pressereferent. Dann gab es viele berufliche Stationen, die mich von Wien nach Tirol, dann wieder nach Wien, dann nach Oberösterreich führten. Bin jetzt seit 1990 beruflich selbstständig als PR-Berater, wohne in Steyr.
    Begonnen habe ich mein HiFi-Hobby zu Beginn der Siebzigerjahre mit meiner ersten Anlage, die mir Tontechniker (ich war sehr viel beruflich in Tonstudios, weil ich Werbespots produzierte) empfohlen hatten: Pioneer-Receiver SX440, Pioneer-Plattenspieler mit Shure M 55 ED, Wharfedale-Boxen. Schon ein oder zwei Jahre danach kam meine geliebte Revox A77 dazu (ich habe sehr viel Bandmaterial aus dem Studio verwenden können, das für Umschnitte/Kopierarbeiten verwendet wurde). Das Schneiden/Montieren von Tonband machte mir großen Spass, für meinen damaligen Tonbandfreundeclub produzierte ich auch einige Hörbilder (Features) und organisierte sogar im Auftrag der FICS einmal den internationalen Wettbewerb um die weltbeste Amateurtonbandaufnahme.
    Weiter in der HiFi-Geschichte: Einige Jahre später kam dann ein Kenwood Receiver, es gab zwei verschiedene Thorens-Plattenspieler, ich erklomm die Produktleiter der Shure-Systeme bis zum berühmten V15 V MR hinauf. Es gab auch neue LS, es waren JBL 4410er, die ich mir besorgte, nachdem ich in einem Studio diese Boxen gehört hatte. Irgendwann Mitte der Neunziger kam dann ein Camtech V102 als Verstärker, später dann ein Rega Planar 3 mit etlichen Tonabnehmern (Ortofon-MC, Rega MM). Den Planar habe ich getuned - mit Verkabelung des Tonarms, mit anderem Gegengewicht, mit VTA-Verstellung. Ja - ein CD-Player kam auch dazu, relativ spät, habe ich mit einem Kenwood DP7060 meine Anlage ergänzt. Und fast so lange wie meine HiFi-Geschichte ist auch die Geschichte meiner Kopfhörer: Am Anfang war ein Kopfhörer, der von einem mir bekannten Tonstudio verwendet wurde - das Spitzenmodell von MB (gibt es heute nicht mehr, jedenfalls nicht als eigenständige Firma). Mit dem habe ich fast 20 Jahre gehört und dann einen Sennheiser (250er) gekauft. Heute höre ich auch noch mit einem HD600 aus demselben Haus. Immer von der Klinke des Verstärkers oder eines Quellgerätes versorgt. Inzwischen ist auch das Geschichte für mich: Neueste Errungenschaft ist ein Kopfhörerverstärker von CEC, der HD51 - und der macht jede Menge Spass! Über meine Erfahrungen damit habe ich und werde weiter im Thread Audiophile KH berichten.
    Harald

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      #3
      AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

      Hallo Harald,

      Sehr interessant, dein ganzer Verlauf. Ich find das unheimlich spannend, bei so vielen Menschen soviel unterschiedliches an Lebensläufen, ob privat oder beruflich. Diese große Bandbreite, was gemacht wurde, mit was in Verbindung gekommem, was zwischendrinn und wieder verlassen usw.

      Und aus highfideler Sicht ganz interessant, was bei jedem so in den frühen Jahren Einzug hielt bzw wo das Interesse lag und auch überhaupt die erste Berührung.

      Gruß,
      Otwin

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        #4
        AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

        Hallo Otwin, hallo Harald,

        gerade ist die Gelegenheit, euch hier in unserer Runde mal persönlich zu begrüßen.

        Mir gefallen diese hifidelen Lebensläufe. Gerade dann, wenn sich das Hobby so facettenreich entwickelt hat. Jede einzelne Station hat Spaß gemacht, Freude und Glück bereitet.

        Da kommt es auch garnicht darauf an, dass man sich die Erfahrungen ein paar Pinunsen hat kosten lassen.
        Die vielen schönen Stunden .... immer wieder die Musik neu entdecken :dancer:

        Ich persönlich freue mich über jeden Menschen, den Musik und deren hochwertige Wiedergabe in Hochstimmung versetzt. Das sind glückliche Menschen. Glückliche Menschen sind angenehme Zeitgenossen.

        Hier soll eine Plattform für Freunde von Musik und deren hochwertiger Wiedergabe sein.

        Grüßle vom Charly
        Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
        Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

        Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
        https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

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          #5
          AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

          Hallo Charly,

          Danke, danke.

          Erzähl das mal meiner Frau mit den Pinunsen im Laufe des Hifilebens und von wegen Musik "immer wieder neu entdecken", wenn die Frau frägt, wann endeckste mich denn mal neu :dancer::rot:

          Gruß,
          Otwin

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            #6
            AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

            Hallo Otwin,

            in guter Stimmung entdecke ich meine Frau immer wieder neu, bzw. erfreue mich immer wieder an ihren tollen Eigenschaften, die ich glücklicherweise schon in jungen Jahren entdeckt habe.

            Schlimm wäre es, wenn man wegen des Hobbies den Partner vergisst.

            Wir haben aber das Glück, dass wir Musik gemeinsam lieben und darüberhinaus auch einen sehr ähnlichen Musikgeschmack entwickelt haben.

            .... ja, wir haben schon viel Glück im Leben gehabt. :dank:

            Grüßle vom Charly
            Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
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              #7
              AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

              Hallo Charly,

              Ja, glaub ich dir. Du hast das Glück mit deiner Partnerin gemeinsam vor zwei LS zu sitzen. Aber versuch doch mal einen Stax Hörer soweit auseinander zu ziehen, bis er über zwei Köpfe paßt. :grinser:

              Gruß,
              Otwin

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                #8
                AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

                Hallo Otwin,

                wir haben sogar das trinaurale Glück.

                Im Falle von Kopfhörern werde ich gerne meiner besten Ehefrau von allen auch ihren eigenen Lieblingskopfhörer zukommen lassen.

                Grüßle vom Charly
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                  #9
                  AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

                  Hi Charly,

                  Was glaubst du, was das Überzeugungsarbeit war, bis meine Frau eingesehen hatte, das der Grado GS 1000 auch für sie der beste Hörer ist? :grinser:

                  Gruß,
                  Otwin

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                    #10
                    AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

                    Hallo Charly,
                    danke für Deine freundlichen Worte - das tut richtig gut!!!
                    Harald

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                      #11
                      AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

                      Hallo Charly,

                      in guter Stimmung entdecke ich meine Frau immer wieder neu, bzw. erfreue mich immer wieder an ihren tollen Eigenschaften, die ich glücklicherweise schon in jungen Jahren entdeckt habe.

                      rost:rost:rost:

                      Lieben Gruß

                      Claus

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                        #12
                        AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

                        Joe
                        Zitat von lotusblüte Beitrag anzeigen
                        Mit dem K1000 über verschiedene Class A Endstufen und BAP 1000 das binaurale Thema sehr vertieft. (...) Da es mir auf Anhieb damals ein leichtes war, in der virtuellen räumlichen KH Welt können spazieren zu gehen, was bis heute noch ausgefeilt und sensibilisiert wurde, hatte mich dieses Thema fasziniert wie kein zweites. Ich hoffe einfach, das genügend Zeit bleibt, um weiterhin an diesem schönen Thema können Teil zu haben.
                        Hallo Ortwin,

                        ich höre seit vielen Jahren (inzwischen ausschließlich) mit der kompletten Kette BAP 1000 / K 1000 Amp. (SAC) / K 1000, wenn ich nachts nicht mit originalgetreuen Lautstärken über LS hören kann.

                        Jetzt war der BAP defekt, und ich hätte einige Zeit ohne ihn hören müssen, was ich aber bereits nach wenigen Versuchen, wegen der praktisch nicht vorhandenen Räumlichkeit aufgegeben habe. Auch der leihweise Rückgriff auf andere sehr gute Hörer hatte sich jedesmal schon nach wenigen Minuten erledigt.

                        Ich habe dadurch gemerkt, wie sehr ich an das entsprechende Setting gewöhnt bin, besser gesagt: Wie sehr sich über die Jahre meine Gehirnstrukturen entsprechend "hardwaremäßig quasi breitbandverkabelt" entsprechend relativ fest angepasst haben. (Das Gehirn wertet ja nicht nur den Höreindruck ständig "sinnergänzend" aus, sondern wertet alle Körpersensationen aus.)

                        Irgendwo hast Du mal erwähnt, dass Du Dich auch ohne Kopfhörerprozessor beim Hören über Kopfhörer in einem quasi realen Raum bewegen kannst. Da ist Dir grundsätzlich - wenngleich in anderer Richtung - wohl ähnliches passiert (zumal Du offenbar auch relativ entsprechende leicht untypische Ausgangsbedingungen mitgebracht haben könntest).

                        Umgekehrt ist es durch die ständige Gewöhnung an das Raumfalschhören allgemein erklärlich, dass fast nur ohne zwischengeschaltete Prozessoren (z. B. mit Crossfeed) gehört werden kann und wird.

                        Bei vielen bleibt dann nur der nicht so richtig greifbare Stress beim Kopfhören, der relativ einfach zu erklären ist, weil unser Gehirn ansonsten ungewohnte Schwerstarbeit zu leisten hat. Du lebst offenbar so lange und so ausdauernd in dieser anderen Hörwelt, dass Du nicht nur keine zwischengeschalteten Geräte brauchst, sondern sie DICH stören.

                        Gruß

                        Joe
                        Zuletzt geändert von JOE; 25.09.2008, 14:39.

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                          #13
                          AW: Kurzer highfideler Lebenslauf

                          Hallo Joe,

                          Wenns recht ist, verlege ich meine Antwort unter audiophile Kopfhörer in den K1000 Thread. Ich schrieb da also weiter.

                          Gruß,
                          Otwin

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