Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos




    Ressort: Ausland
    URL: /ausland/artikel/211/163751/
    Datum und Zeit: 17.03.2008 - 16:23

    16.03.2008 13:49 Uhr Unruhen in Tibet

    China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

    Was derzeit in Tibet vorgeht, soll in China niemand ungefiltert zu sehen bekommen: Die Regierung in Peking blockiert den Zugang zum Internetportal YouTube, auf dem Videos von den Unruhen auftauchten. Unterdessen gibt es offenbar Tote bei Protesten in China.



    China hat am Sonntag den Zugang zum US-Internetportal YouTube blockiert, nachdem auf der populären Video-Webseite Dutzende von Filmen über die Proteste in Tibet aufgetaucht waren.

    Mehr zum Thema


    Gewalt in Tibet

    China ruft zum "Volkskrieg" auf


    Gewalt in Tibet

    Dalai Lama wirft China "Völkermord" in Tibet vor


    Gewalt in Tibet

    Diskussion um Boykott von Olympia in Peking


    Kritik an Gewalt in Tibet

    Weltweite Proteste gegen blutige Niederschlagung


    China und die Zensur

    Jetzt habt euch mal nicht so




    Die chinesischen Behörden verstärken damit ihre Kontrolle darüber, was die chinesische Öffentlichkeit von den Unruhen in Lhasa und protibetischen Protesten im Ausland zu sehen bekommt.
    YouTube ist in China normalerweise leicht zu erreichen. Eine amtliche Mitteilung zur Blockade des Video-Angebots gab es nicht. Ausländische Webseiten werden aber in der Regel umgehend in China geblockt, wenn sie regierungskritische Inhalte verbreiten.
    Chinesische Internetbetreiber sind verpflichtet, die auf ihren Servern vertriebenen Inhalte zu beobachten und gegebenenfalls Selbstzensur zu üben. Es gibt mindestens 210 Millionen Internet-Nutzer in China.

    Polizei erschießt in China drei Tibeter

    Bei anti-chinesischen Protesten sind in China unterdessen nach Augenzeugenberichten mindestens siebenTibeter von der Polizei erschossen worden. Zu den Zusammenstößen kam es während einer Demonstration in der Stadt Ngawa in der Südwest-Provinz Sichuan. Hunderte seien verletzt worden, als paramilitärische Truppen gegen die Demonstranten vorgegangen seien.
    Die Demonstranten hätten versucht, das Gebäude der Bezirksverwaltung und das Polizei-Hauptquartier zu attackieren. Als sie Polizeiwagen angezündet hätten, habe die Polizei auf sie geschossen. Ähnliche Angaben machten zwei Menschenrechtsgruppen, Free Tibet Campaign und das Tibet Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, die sich beide auf Augenzeugen beriefen. An den Protesten waren laut Free Tibet Campaign "hunderte Tibeter" beteiligt. In dem Bezirk ist der tibetische Bevölkerungsanteil besonders hoch.








    Quelle: www.sueddeutsche.de

    #2
    AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

    "Peaceful" Tibetan protesters dog-bitten
    http://www.youtube.com/watch?v=DU-Hh...eature=related

    Welcome to the 2008 Beijing Olympics FREE TIBET
    http://www.youtube.com/watch?v=ucnXZ...eature=related

    Kommentar


      #3
      AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

      China sollte isoliert werden, bleibt aber ein unrealistischer Wunsch. Auch die Olympischen Sommerspiele sollten abgesagt werden. Nur so kann man das Regime treffen. Aber auch das wird nicht geschehen.

      Die Welt sieht wieder weg, wie üblich.

      Gruß
      Franz

      Kommentar


        #4
        AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

        Nein weltweit ausstrahlen und alle Zuschauer und Sportler ein Shirt tragen mit Freiherit für Tibet oder ähnliches drauf.

        Kommentar


          #5
          AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

          Cool wäre auch, wenn Google-Earth eine Freigabe bekäme um
          1.In voller Auflösung und
          2.In Echtzeit, Bilder von China/Tibet während der Olympiade zu liefern

          Kommentar


            #6
            AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

            Man kann in dieser Frage durchaus geteilter Meinung sein. Es werden sich triftige Gründe für beide Positionen finden lassen. Ich sehe es aus der historischen Erfahrung heraus. Damals haben die Olympischen Spiele 1936 in Berlin dem Nazi-Regime zu einer ungeheuren Popularität und Festigung im Volk geführt. Die Idee wurde im Sinne des Regimes instrumentalisiert.

            Genau dies wird auch in China passieren. Alles, was nicht in´s Bild des sog. "modernen China" paßt, wird versteckt, politische Gegner verschwinden unauffällig für immer irgendwo. Und die Welt sitzt vor dem buntem Bildschirm und erfreut sich an oft gedopten sportlichen Hochleistungen. Das Regime wird all dies werbewirksam für sich zu nutzen wissen.

            "The games must go on". Das war ein wahrer Satz des ehemaligen Präsidenten Avery Brundage. Notfalls geht man auch über Leichen. Traurig, aber wahr.

            Gruß
            Franz

            Kommentar


              #7
              AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

              Hallo Franz Johann,

              du wirst doch wohl nicht ernsthaft glauben, dass wir die Chinesen von irgendwas abhalten können.
              Wenn wir die Spiele boykottieren, machen die einfach eine Chinesische Olympiade. Da leben 1,2 Milliarden Menschen. Die beschicken so eine Olympide locker alleine.

              Was bleibt sonst noch? Wirtschaftssanktionen? Wie lange weden die westlichen Autobauer wohl durchhalten, wenn China sie abrupt nicht mehr beliefert?
              Wer meint, einen Giganten in die Knie zwingen zu können, muß sich aber warm anziehen und darf nie die Realität aus den Augen verlieren.
              Man kann sich dabei eine ziemlich blutige Nase holen.

              Grüßle vom Charly
              Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
              Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

              Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
              https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

              Kommentar


                #8
                AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

                China genannt ca. 1,3 Milliarden Einwohnern

                Die Qin-Dynastie entstand aus dem Herzogtum bzw. Königreich von Qin (existent seit etwa 897 v. Chr.) und einigte unter Fürst Yíng Zhèng alias Qin Shihuangdi 221 v. Chr. ganz China, so dass das chinesische Kaiserreich entstand. Sie ging 207 v. Chr. in Bauernaufständen zugrunde und wurde von der Han-Dynastie abgelöst.

                Die gibt es länger als die USA oder Europa und haben schon jetzt alles unterwandert.

                Die bräuchten nur 1-3 Monat lang die westliche Welt nicht beliefern dann wäre hier ein größerer Schaden als umgekehrt.

                Ach ja, die Geiz ist Geil Generation und Geschäftsleute sind mit verantwortlich.
                Zuletzt geändert von replace_03; 17.03.2008, 23:42.

                Kommentar


                  #9
                  AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

                  Charly,

                  die damalige sog. "Appeasement-Politik" der Westmächte gegenüber Nazi-Deutschland hat den 2. Weltkrieg erst möglich gemacht. Ich bin prinzipiell zwar gegen Gewalt, aber in der Politik hilft nur eine Position der Stärke und der Konsequenz gegen solche Regime. Aber das Fressen kommt nach Bert Brecht ja immer vor der Moral. Rein aus wirtschaftspolitischen Gründen wird ein Boykott der Spiele auch nicht kommen, das Geschäft ist den Damen und Herren viel wichtiger als Tibet.

                  Nur: Glaubwürdig ist eine solche Politik in meinen Augen nicht, war sie übrigens auch schon nicht bei ähnlich gelagerten Konflikten. Die Großmächte gehen ihren eigenen Interessen nach. Und Menschenrechte werden nur dann eingefordert, wenn es den eigenen Zielen und Interessen dient. Es ist verlogen.

                  Und in China werden die Goldmedaillen der Dopingkünstler wieder bejubelt. Es ist einfach nur zum Kotzen. Panem et circensis - wie im alten Rom.

                  Gruß
                  Franz
                  Zuletzt geändert von Franz; 17.03.2008, 23:51.

                  Kommentar


                    #10
                    AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

                    Hallo Franz Johann,

                    es hilft nicht weiter, wenn man die Realität aus den Augen verliert.
                    Es ist eine Verkettung von allen möglichen Umständen, die uns jetzt in diese Position geführt hat. Es nützt uns aber nichts, jetzt Schuldige ausmachen zu wollen.
                    Davon sind wir kein Stück weiter.

                    Zuerst müssen wir uns ganz ernsthaft einmal selbst die Frage stellen, ob wir es wirklich mit allen Vor- und Nachteilen wollen, dass in China die westliche Form der Menschenrechte eingeführt wird. Danach können wir dann immer noch aufstehen und gegen China anrennen....oder auch nicht.

                    Wer ohne Schuld ist, der werfe.......

                    Grüßle vom Charly
                    Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
                    Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

                    Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
                    https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

                    Kommentar


                      #11
                      AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

                      Danach können wir dann immer noch aufstehen und gegen China anrennen....oder auch nicht.
                      Darum geht es doch gar nicht. Es geht um die Glaubwürdigkeit einer Politik, die sich den Menschenrechten überall auf der Welt verpflichtet fühlt. Aber das gilt wohl nur selektiv. Die Herren knicken ja schon ein, weil sie Gefahr für ihre Geschäfte wittern. Das ist die Wahrheit dahinter. Wir sind auch nicht diejenigen, die auch nur irgendwas bewirken können. Aber wenn wir schon selbst unsere Meinung danach richten, was sie uns einbringt, dann gute Nacht.

                      Gruß
                      Franz

                      Kommentar


                        #12
                        AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

                        Hallo Franz,

                        natürlich können wir uns hier aus unserem warmen Wohnzimmer heraus aufregen. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich das gut finde, was da passiert.
                        Alledings müssen wir aufpassen, dass wir keine Krokodilstränen weinen.

                        Ich glaube, um der Politik irgendwas zu glauben, bin ich einfach zu alt.

                        Ich kenne nicht einen einzigen Politiker, der mein Vertrauen hat. eitsch:

                        Es muß sich jeder selbst fragen, was er jetzt an der Situation ändern kann...persönlich...
                        Wir schreiben hier ja schon einmal in einem öffentlichen Forum. Das ist schon mal besser als garnichts. :mussweg:

                        Grüßle vom Charly
                        Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
                        Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

                        Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
                        https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

                        Kommentar


                          #13
                          AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

                          Zitat von Dualese
                          Dirk... was bist Du nochmal für´n Jahrgang & von Beruf feif:

                          Das war doch wohl kein "Schuldbekenntnis"... :rot:
                          Ich habe nur ein einziges Produkt aus China.
                          Der Rest ist entwickelt und gebaut in Deutschland, Dänemark, Schweiz und den USA.
                          Alle Bauteile stammen aus Deutschland, Schweiz und USA.
                          Ich habe mir immer den teuersten "japanischen" Walkman, den teuersten "japanischen" Kopfhörer gekauft und bei den ersten Anlagen waren es rein deutsche Produkte.
                          Selbst die Röhren insgesamt über 30 Stück -Mastering Studio- stammen aus Deutschland (Siemens/Telefunken), England (Mullard) USA (GE/Jan Philips/Ryaton). China Röhren fliegen bei mir immer sofort raus.

                          Kommentar


                            #14
                            AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

                            natürlich können wir uns hier aus unserem warmen Wohnzimmer heraus aufregen. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich das gut finde, was da passiert.
                            Alledings müssen wir aufpassen, dass wir keine Krokodilstränen weinen.
                            Ich weine weder Krokodilstränen noch rege ich mich in meinem warmen Wohnzimmer auf. Ich sage klipp und klar, was ich davon halte, wenn unsere Regierung solchen Menschenrechtsverletzungen tatenlos zusieht. Das gilt übrigens auch für die eklatanten Menschenrechtsverletzungen, die anderswo, z.B. in Guantanamo im Namen der Amerikaner passieren, ebenso wie im Irak oder Afrika.
                            Natürlich weiß ich, daß sich dadurch kein Jota an der Politik ändert, was mich aber nicht hindert, meine Meinung dazu zu sagen. Ich bin kein Diplomat, muß keine Rücksichten nehmen. Ich lehne es nur entschieden ab, meine Meinung davon abhängig zu machen, was sie mir einbringt.

                            Was den Boykott der Olympischen Spiele nun angeht, so wäre es zumindest ein Zeichen der Solidarität. Mehr als moralische Unterstützung kann man den Tibetern in ihrer Lage ohnehin nicht geben. Aber selbst das wird ja den eigenen Interessen untergeordnet. Diese Achselzucken-Politik hat für mich keine moralische Grundlage. Und das sage ich hier.

                            Gruß
                            Franz

                            Kommentar


                              #15
                              AW: Unruhen in Tibet - China blockiert YouTube wegen Tibet-Videos

                              Quelle: http://www.welt.de/politik/article18...l?nr=1&pbpnr=0


                              18. März 2008, 06:50 Uhr
                              Unruhen in Tibet
                              Dalai Lama droht mit Rücktritt bei mehr Gewalt

                              Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao macht den Dalai Lama für die blutigen Unruhen in Tibet verantwortlich. Und das geistige Oberhaupt der Tibeter reagiert prompt: Falls die Gewalt in Tibet weiter eskaliert, werde er zurücktreten, so der Dalai Lama. Die Regierung verlangt von ihm, Tibet als Teil Chinas zu akzeptieren.
                              zurück

                              weiter

                              Bild 2 von 22





                              Foto: REUTERS

                              Die Stadt liegt in der Nähe der chinesischen Provinzen Sichuan und Gansu, in denen es am Samstag zu Ausschreitungen kam. Die Chancen auf ein frühes Ende der Konflikte schwinden. Auch in der tibetischen Hauptstadt Lhasa...


                              Der Dalai Lama hat seinen Rücktritt für den Fall angekündigt, dass die gewaltsamen Proteste von Tibetern außer Kontrolle geraten. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter hat seine Landsleute zu Zurückhaltung aufgerufen. Falls die Gewalt außer Kontrolle gerate, habe er nur die Wahl zurückzutreten, sagte der Dalai Lama im indischen Exil in Dharmsala.

                              Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao wies Vorwürfe des Dalai Lamas von einem "kulturellen Völkermord" in Tibet als "Lügen" zurück. Auf einer Pressekonferenz zum Abschluss der diesjährigen Tagung des Volkskongresses am Dienstag in Peking machte der Regierungschef das religiöse Oberhaupt der Tibeter außerdem für die blutigen Unruhen verantwortlich. China lägen „hinreichende Fakten und reichlich Beweise“ vor, wonach die "Dalai-Lama-Clique" die Zwischenfälle in Lhasa "vorsätzlich geplant und organisiert" habe.

                              Die chinesische Regierung forderte den Dalai Lama auf, das Ziel einer Unabhängigkeit Tibets aufzugeben. "Wenn der Dalai Lama auf eine Unabhängigkeit verzichtet und akzeptiert, dass Tibet ein unveräußerlicher Teil Chinas ist, wie Taiwan, dann ist unsere Tür weit auf für einen Dialog mit ihm", sagte Wen Jiabao.
                              VIDEO

                              UMFRAGE

                              .




                              Umfrage
                              China unterdrückt die Proteste der Tibeter blutig. Sollte Deutschland die Olympischen Sommerspiele in Peking boykottieren? Ja, die Bundesregierung kann dem Völkermord nicht weiter tatenlos zusehen Ja, aber nur, wenn alle westlichen Staaten mitmachen Nein, der Westen sollte sich wegen Tibet nicht mit China anlegen Ein Boykott bringt ohnehin nichts
                              <A class=buttonBorder href="http://www.welt.de/"> abstimmen Ergebnis



                              48% Ja, die Bundesregierung kann dem Völkermord nicht weiter tatenlos zusehen

                              19% Ja, aber nur, wenn alle westlichen Staaten mitmachen

                              13% Nein, der Westen sollte sich wegen Tibet nicht mit China anlegen

                              20% Ein Boykott bringt ohnehin nichtsAktuell: 7920 Stimmen





                              Nach der Niederschlagung der Proteste gegen die chinesische Besatzung in der vergangenen Woche waren im Ausland Forderungen nach einem Dialog zwischen der Regierung in Peking und dem Friedensnobelpreisträger laut geworden.

                              Wen bestätigte erstmals ein Übergreifen der Unruhen in Tibet auf andere Teile des Landes und machte Anhänger des geistlichen Oberhaupts der Tibeter für die Proteste verantwortlich. "Sie haben versucht, so ein schreckliches Ereignis in Lhasa und in anderen Teilen Chinas zu inszenieren", sagte Wen. Die gewaltsamen Proteste in der tibetischen Hauptstadt Lhasa seien "von der Clique des Dalai Lama angezettelt und organisiert" worden, sagte Wen weiter. Die chinesische Regierung habe "zahlreiche Beweise" dafür.

                              Die gegen China gerichteten Demonstrationen hatten in Lhasa begonnen und sich dann auf andere Regionen im Nordwesten Chinas ausgeweitet, in denen viele Exil-Tibeter leben. Anti-chinesische Proteste waren aus den Provinzen Sichuan, Gansu und Qinghai gemeldet worden. Menschenrechtsgruppen hatten unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, dass Soldaten am Sonntag das Feuer auf Demonstranten in der Stadt Ngawa in Sichuan eröffneten und mindestens acht Menschen töteten.

                              Bei den blutigen Protesten in Lhasa und anderen Teilen Chinas starben nach Angaben des Exilparlaments der Tibeter hundert oder sogar mehrere hundert Menschen. Die chinesische Regierung sprach von 13 Toten.

                              Staatschef Hu Jintao ruft China zu Geschlossenheit auf


                              Zum Abschluss der Tagung des chinesischen Volkskongresses forderte Staats- und Parteichef Hu Jintao China zu "Geschlossenheit" auf. Die zweiwöchige Sitzung war überschattet von den schwersten Ausschreitungen in Tibet seit zwei Jahrzehnten. Hu Jintao äußerte sich jedoch nicht direkt zu den Unruhen.

                              Die rund 3000 Delegierten billigten mit großer Mehrheit die Rechenschaftsberichte der Regierung. Der Bericht von Ministerpräsident Wen Jiabao bekam wie erwartet starke Zustimmung mit 2885 Ja-Stimmen, 32 Nein-Stimmen und 12 Enthaltungen.


                              Schlagworte
                              China Tibet Proteste Menschenrechte Gewalt Dalai Lama Wen Jiabao Hu Jintao




                              Der Haushalt für dieses Jahr mit einer erneuten drastischen Erhöhung der Militärausgaben wurde bei 362 Gegenstimmen und 102 Enthaltungen mit 2462 Ja-Stimmen angenommen. Wie in den Vorjahren stießen die Berichte des obersten Richters und Generalstaatsanwalts mit 521 beziehungsweise 514 Gegenstimmen auf die stärkste Ablehnung.

                              Die Delegierten äußerten damit ihren Unmut über mangelnde Erfolge bei der Bekämpfung von Korruption und Kriminalität. Der Entwicklungsplan für dieses Jahr wurde mit 2747 Ja-Stimmen, 125 Gegenstimmen und 50 Enthaltungen gebilligt.

                              Diplomaten: Sicherheitsrat wird sich nicht zu Tibet äußern


                              Der UN-Sicherheitsrat äußerte sich bisher nicht zur Lage in Tibet. Es herrsche überwiegend die Ansicht, dass sich China andernfalls provoziert fühlen würde und sich in der Sache dennoch nichts ändere, sagte ein UN-Diplomat, der namentlich nicht genannt werden wollte, am Montag.

                              Weiterführende links

                              Allein schon eine Diskussion in der Angelegenheit würde wohl von China abgewiesen. Es stelle sich deshalb die Frage, was mit einem Disput erreicht werden könne. Ein anderer UN-Diplomat bestätigte diese Ansicht.

                              Der chinesische UN-Vertreter Liu Zhenmin sagte, in einer Sitzung am Montag sei das Thema Tibet nicht angesprochen worden. "Das hat nichts mit Frieden und Sicherheit zu tun", sagte er. Vielmehr sei es eine inländische Angelegenheit. China ist eines der fünf Veto-Staaten im UN-Sicherheitsrat. Die Regierung in Peking könnte jegliche Versuche des Gremiums blockieren, im Tibet-Konflikt tätig zu werden.

                              Ein Vertreter von der Menschenrechtsgruppe Amnesty International forderte dennoch, dass sich der Rat einmischt. "China wird sein Veto einlegen. Dann soll es doch", sagte für Asien zuständige Amnesty-Vertreter T. Kumar.

                              UN-Generalsekretär Ban-ki Moon erklärte zuvor, er sei "zunehmend besorgt" über die Berichte von Gewalt in Tibet. Er habe dies auch in Treffen mit Chinas Botschafter zum Ausdruck gebracht, sagte Ban. Er gab jedoch keine Hinweise darauf, dass sich das Sekretariat der Vereinten Nationen einmischen werde.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X