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Meine Kopfhörer (Stax SR-40, Stax SR-5 Gold, Focal Clear)

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    Meine Kopfhörer (Stax SR-40, Stax SR-5 Gold, Focal Clear)

    Bevor ich zu meiner Studentenzeit überhaupt meine ersten Lautsprecher kaufte, besaß ich einen Stax-Kopfhörer – genauer war es das „kleinste“ Stax-Set SR 44 (Kopfhörer SR-40 mit Versorgungsteil SRD-4). Der präzise, klare und schwerelose Klang der Stax-Elektrostaten hat mich geprägt. Später kaufte ich mir einen SR-5 Gold dazu mit einem (gebrauchten) SRD-7 Versorgungsteil. Das war eine nicht unerhebliche klangliche Steigerung. Nicht nur löst der SR-5 Gold besser auf, er klingt auch farbiger und substanzreicher mit einer schönen räumlichen Abbildung. Auch der Tragekomfort des SR-5 ist ganz hervorragend. Dann habe ich allerdings ein gutes Vierteljahrhundert keine Kopfhörer mehr gehört, was einfach daran lag, dass die Lautsprecher für mich klanglich besser waren. Das Set SR-44 wurde deshalb verkauft und der SR-5 Gold verliehen. Doch dann änderte sich zuletzt die Situation. Unsere Maisonette-Wohnung gibt ein wirklich schönes Wohngefühl. In dieser Offenheit spürt man sich nicht eingesperrt in Zimmer-Käfigen. Allerdings hat so eine offene Wohnung auch den Nachteil, dass man sich für das Musikhören nicht ins stille Kämmerlein, die Tür hinter sich zuziehend, zurückziehen kann, ohne den Lebenspartner zu stören. Ich möchte aber, wenn ich nach einem langen Arbeitstag nach Hause komme, regelmäßig Musik hören können, um Energie zu tanken – zu jeder Tages- und Nachtzeit..

    Also musste ich der Notwendigkeit ins Auge sehen, einen Kopfhörer zu kaufen, auch wenn ich nach den letzten Jahrzehnten mit Lautsprecher-Hören nahezu „Kopfhörer entwöhnt“ bin. Zwar war mein alter Stax SR-5 Gold inzwischen wieder bei mir, doch hörte ich ihn praktisch nicht wegen des zu meiner bösen Überraschung zunächst für mich unerklärlichen, muffigen Klangs. Wie sich später herausstellte – der neue Kopfhörer war längst gekauft –, lag dies nicht am Kopfhörer, sondern am altersschwachen Yamaha AX 930 Vollverstärker. Denn mit meinem neuen Netzwerk-Receiver Yamaha RN 803 D klingt der betagte Stax wie neu! Es ist schon erstaunlich, wie unverwüstlich diese Stax-Elektrostaten sind! Die passiven Versorgungsteile der alten Stax-Generation wie das SRD-7, die an die Lautsprecherklemmen angeschlossen werden, geben den Klang des angeschlossenen Verstärkers ganz genauso wieder wie er ist – mit allen Stärken und leider auch den Schwächen. Beim AX 930 müssen die Anschlüsse ziemlich korrodiert gewesen sein, dass der Stax für ihn untypisch so muffig geklungen hat.

    Vor meinem Umzug hatte ich in meinem damaligen Geschäft nahezu alle gebräuchlichen Kopfhörer testen können – mehrere Stax-Elektrostaten und eine ganze Batterie von dynamischen Kopfhören von Koss, Sennheiser, Beyerdynamik, B&W, Focal usw. usw. Von den Staxen gefiel mir leider uneingeschränkt nur der teuerste mit dem Röhrenverstärker. Und an den dynamischen Kopfhörern von Sennheiser bis B&W störte mich der „Kopfhörerklang“ – mit einer einzigen Ausnahme: dem Focal. Damals wusste ich noch nicht, dass ich 6 Jahre später tatsächlich einen Focal kaufen würde.

    Deshalb, weil ich keinen „Kopfhörerklang“ ertragen kann, hatte ich bei der anstehenden Neuanschaffung nun auch schon vor etwas mehr als einem Jahr zuerst natürlich an einen neuen Stax gedacht. Beim Probehören im Geschäft bekam ich dann aber nicht nur Stax-Kopfhörer zur Auswahl, sondern der nette Verkäufer gab mir zu dem noblen Stax eigenen Vorlieben entsprechend zwei andere dynamische Kopfhörer zum Vergleich, so dass ich insgesamt drei auch preislich hochwertige Kombis testen konnte:

    1) Stax Lambda L 700 MK 2 u. SRM 006ts

    2) Sennheiser HD 800 S

    3) Focal Clear

    Der Sennheiser und Stax wurden mit einem KH-Verstärker von Lehmann (Lehmann Audio Linear) betrieben.

    Die Stax-Kombi lag natürlich deutlich über meinem Budget, aber es war im Geschäft keine preiswertere Kombi (außer dem Einsteigermodell) verfügbar. Wie zu erwarten war das klanglich sehr überzeugend. Dann kamen der Sennheiser und der Focal an die Reihe. Besonders der Focal begeisterte mich. Er besitzt einerseits die Leichtigkeit eines Elektrostaten, hat aber mehr Körperlichkeit, Fülle und Substanz vor allem in den Bässen. Auch der Sennheiser war eigentlich hervorragend – bei Klavier war es für mich eine Geschmacksfrage, ob ich den etwas lebendigeren Focal oder den mehr zurückhaltenden Senneheiser bevorzugen soll. Da gab es ein Unentschieden. Nur bei Orchester hatte dann der Focal eindeutig die Nase vorn. Da klang der Sennheiser doch etwas näselnd nach Kopfhörer-Klang. Dagegen sprühte der Focal vor allem bei impressionistischer Musik nur so mit Hochtonfarben – bei einem immer natürlichen, angenehm luftigen Klang.

    Zum Schluss habe ich dann die Stax-Kombi noch einmal gegengehört. Und ich muss sagen: Mir war der Stax zu analytisch kühl, mit dann doch zu wenig Substanz im Bass. Der Klang des Focal Clear konnte mich wirklich begeistern, der des Stax erschien mir im direkten Hörvergleich mit dem Focal distanziert-nüchtern, zu „professoral“. Der Focal Clear vereinigt für mich in idealer Weise die Vorzüge eines Elektrostaten – Luftigkeit, Auflösung – mit dem eines dynamischen Kopfhörers: Körperlichkeit und Bassfundament. Also habe ich gekauft: Focal Clear plus Lehmann Audio Linear plus Kabel.

    Zuhause wollte ich es natürlich wissen: Hat sich die Neuinvestition in den neuen Kopfhörer wirklich gelohnt? Die Antwort:

    1. Ergebnis: Der alte Stax klang beim ersten direkten Hörvergleich erstaunlich gut – da konnte sich der Focal Clear kaum absetzen. Der Focal Clear gewinnt allerdings mit seiner räumlicheren Wiedergabe. Zudem wird der Stax bei großem Orchester in den Höhen etwas scharf. Noch eine Bemerkung zu Stax: Ich finde ja, dass das alte Stax-Konzept besser war. Man hat mit den passiven Versorgungsteilen die Qualität des angeschlossenen Verstärkers nutzen können und musste nicht hyperteure aktive Kopfhörerverstärker kaufen, um ein vergleichbar hohes Niveau zu erreichen. Fazit: Ich bin sehr glücklich, beide Kopfhörer zu haben. Den Stax mit seinem immer noch weit überdurchschnittlichen Klang kann ich nun dazu nutzen, Musik-DVDs und Filme zu hören und zu schauen.

    2. Ergebnis: Der Lehmann-Kopfhörerverstärker ist eine Klasse für sich! Der Klanggewinn zur Kopfhörerbuchse des RN-803D ist eklatant!

    3. Ergebnis: Den Focal Clear kann ich nur – und das ohne jede Übertreibung – als „Traumkopfhörer“ empfehlen! Nur dauerte es eine Weile, bis ich das passende Kabel gefunden hatte. Das Audioquest Big Sur ist wahrlich ein gutes - er klingt ungemein luftig und weiträumig, allerdings auch ein klein wenig unpräzise. Das Audioquest "Sidney" dagegen, kaum teurer, fand ich dagegen weniger vorteilhaft. Obwohl es etwas besser auflöst, wirkt es, basskräftiger und höhenbetonter, nicht so ausgewogen und kompakter. Diese fast schon elektrostatenhafte Luftigkeit des Focal Clear, weswegen ich ihn als vom Stax geprägter Hörer schließlich gekauft hatte, war nicht mehr da. Das war das Entscheidende. Dagegen konnte ich die Schwächen des Pure Sure eher ertragen. Erst das leider nicht ganz so billige Audioquest Water stellte mich dann wirklich zufrieden. Es produziert eine Schirmung mit 76 Volt Gleichstrom, ein Patent von Audioquest. Ich hatte ja eigentlich nicht vor, so viel für ein Verbindungskabel Vorverstärker-Kopfhörerverstärker zu investieren. Aber das Audioquest Water ist genau deshalb richtig, weil man mit ihm klanglich nichts mehr vermisst: Es ist einfach deutlich feiner in der Auflösung, hat eine perfekte räumliche Abbildung und vor allem ist die Basswiedergabe dermaßen gut, so wie es eigentlich bei einem Kopfhörer gar nicht geht: sie kommt den Qualitäten eines Lautsprechers wirklich nahe. Mit diesem Kabel hole ich einfach alle Details heraus aus dem Kopfhörer und ich kann schließlich auch deutlich leiser hören, was für die Ohren gesünder ist. Wenn es passt, dann passt es eben! So, mit dem Audioquest Water, höre ich, was in dem Kopfhörer wirklich steckt!

    In den folgenden Wochen hatte ich dann im Zusammenhang mit der richtigen Lautstärkeanpassung des Lehmann-KH-Verstärkers ausführlich beide Kopfhörer-Anlagen noch einmal intensiv im Vergleich gehört. Das Ergebnis kurz zusammengefasst: Die Qualität der Stax-Kombi ist ganz hervorragend – aber an das alles überragende Niveau der „Nobel“-Kette Focal/Lehmann/AVM kommt sie sehr deutlich nicht heran!

    Beim Lehmann Audio Linear hat man die Möglichkeit, die Lautstärke anzupassen. Werksmäßig sind 0 db eingestellt – womit ich auch zunächst gehört hatte. Der Klang ist mit 0 db sehr angenehm warm – vor allem aber wird der Ton nie unangenehm spitz oder scharf, auch bei großen Lautstärken nicht. Bei vielen Kopfhörern muss man ja ständig den Lautstärkeregler betätigen, weil das Leise zu leise und das Laute zu (in den Ohren schmerzend) laut ist. Dann stellte ich jedoch nach einer längeren Einhörphase fest, dass in dieser 0 db-Einstellung die Dynamik doch etwas bedämpft wirkt. Beim schönen Cembalokonzert von Adriano klingt das Soloinstrument sehr anspringend lebendig über Lautsprecher – über den Kopfhörer jedoch eher wie ein Instrument für die kleine Kammer. Zudem hat man den Eindruck, als sitze man wie im Konzertsaal in der letzten Reihe. Emil Gilels haut ganz am Schluss in „Heimwärts“ aus den „Lyrischen Stücken“ von Edvard Grieg mit seiner Virtuosenpranke zu – auch das klang einfach ein bisschen zu „gemütlich“ harmlos! Es fehlte der gewisse „Biss“ des Steinway. Zudem ist diese Klavier-Solo-Aufnahme wie andere auch sehr leise – der Lautstärke-Regler steht zwischen 15 und 16 Uhr. In der Bedienungsanleitung steht, dass man nur dann die Lautstärke erhöhen soll – das geht in drei Stufen plus 10, plus 18 und plus 20 db mit drei winzig kleinen, aber bequem zu bedienenden Schaltern auf dem Gehäuse-Boden – wenn der Regler auf Rechtsanschlag ist. Auf der Lehmann-Webseite ist die Auskunft schon differenzierter. Da heißt es, im oberen Regelbereich sei der Regler rauschärmer – der Lehmann ist aber schlicht rauschfrei, da hört man nichts. Und der wahre Grund wird auch genannt: Die unvernünftigen Zeitgenossen sollen nicht so laut aufdrehen können. Ich habe zunächst auf 10 und dann auf 20 db erhöht – schließlich mit 10 db die ideale Einstellung gefunden. Der Kopfhörer klingt so einfach großräumiger und freier (hier hilft der Vergleich zu dem in dieser Hinsicht unbestechlichen Stax) – und der nötige Biss ist da. Zudem stimmt die Balance von Höhen-Helligkeit und Bass. Man sollte sich die Mühe der Abstimmung also schon machen. Jeder Kopfhörer ist da offenbar anders.

    Vor allem aber habe ich bei dieser Gelegenheit auch Klarheit gewonnen, was meine „Nobel“-Kopfhörer-Kombi wirklich kann. Der Stax beeindruckt zunächst zu Beginn von Dvoraks 9. Symphonie (Aufnahme Supraphon, Vaclav Neumann, Tschechische Philharmonie) mit einem sehr durchsichtigen Klang und einer schon beeindruckend differenzierten, trockenen Basswiedergabe bei den Paukenschlägen. Doch den Focal Clear aufgesetzt öffnet sich eine neue Welt: Was Elektronikklang-Leugner nicht wahr haben und gerne weg reden wollen: Die wahre Qualität von High End zeigt sich durchaus nicht im Lauten, in der Grobdynamik, vielmehr im Leisen und ganz Leisen, in der Fähigkeit zur feindynamischen Abstufung. (Ein hoch auflösender Kopfhörer kann sein Potential letztlich nur im Zusammenspiel mit einer Top-Verstärkerelektronik ausspielen, das ist auch bei den Stax-Kombis hörbar so – die Qualität der CD-Wandlung kommt dann noch hinzu. Alles zusammen gibt das überragende Ergebnis.) Die Streicher (und auch das Klavier) klingen mit der Kette Stax/Yamaha/Marantz zwar sauber, aber auch ein bisschen steif und steril – um nicht zu sagen: ein wenig langweilig. Nicht nur spielen die Streicher mit der Kette mit Focal/Lehmann/AVM gehört sinnlicher, satter, die Bläser klingen runder, strahlender und volltönender. Vor allem fehlt der Stax-Kombi das feindynamisch Subtile der Focal-Lehmann-AVM-Kette, was das kontinuierliches „Gleiten“ der Streicherbögen hören lässt, wo Härte gar nicht erst aufkommt, ein flexibles, lebendiges An- und Abschwellen des Tons und damit eine lebendige Artikulation, wo ein Ton wirklich „lebt“ und eine Phrase atmet, so dass man wie gebannt meint, der Tonerzeugung „im Entstehen“ beizuwohnen. Vor allem bei Stimmen kommt bei der Wiedergabe mit dem Focal Clear das hinzu, was dieses menschliche Organ so anziehend macht: der Schmelz, das fascinosum der Emotionalität. Da kann mich die Wiedergabe meines alten Stax einfach nicht so berühren bei Dvoraks Märchenoper Rusalka (Aufnahme Vaclav Neumann, Supraphon Prag).

    Geradezu atemberaubend erfahrbar ist der klangliche Qualitätssprung zwischen den Kopfhörer-Ketten bei solchen Aufnahmen, wo es gilt, ein komplexes und durch den Hall beeinflusstes Klanggeschehen wiederzugeben – so bei „Sirènes“ aus Debussys Nocturnes für Orchester (Aufnahme Claudio Abbado, Boston SO). Da lichten sich die Nebelschwaden mit der Kombi Focal/Lehmann/AVM. Hier wird die Stax-Kombi deklassiert – muss man es einfach deutlich sagen. So greifbar, so klar, das ist ein eindrucksvoller Klanggewinn! Man „hört“ zudem mit dem Focal den Raum, der einer Aufnahme Atmosphäre zu geben vermag, wo es mit der Stax-Marantz-Yamaha-Kombi eher stumpf klingt. Feinste Nuancen kommen heraus im Pianissimo bei Debussy Le Martyre de Saint Sebastien (Daniel Barenboim, Orchestre de Paris, Aufn. DGG). Die sind nicht nur vage erahnbar, sondern greifbar. Das erste von Debussys zweitem Heft der Préludes heißt „Nebel“ (Aufnahme mit ABM, DGG). Über den Stax sind das in den Figuren der rechten Hand wirklich nur Nebelschwaden, mit dem Focal lösen sich die einzelnen Töne heraus. Das ist einfach atemberaubend „realistisch“.

    In einem Test schreiben sie wohlwollend über den Lehmann Audio Linear, dass seine überragende Qualität unbestreitbar, aber Lehmann typisch eine sehr (vielleicht zu sehr) substanzreiche Basswiedergabe sei, die aber wiederum vorteilhaft schwachbrüstigen Kopfhörern auf die Sprünge helfe. Dazu kann ich einmal aus meiner Erfahrung sagen, dass die Frage der Neutralität letztlich eine der richtigen Abstimmung ist. Wenn man meint, es sei eine Unausgewogenheit festzustellen, sollte man sich also erst einmal bemühen und die nötige Zeit in die Feinabstimmung investieren sprich die Lautstärke anpassen. Auch die Wahl des Kabels spielt eine Rolle – und des passenden Eingangs am Vorverstärker. Bei mir muss ich unbedingt den festen und nicht variablen Anschluss nehmen. Es stimmt freilich, was die Tendenz angeht – im Vergleich mit der Stax-Kombi haben die Pauken, die Klavierbässe mit der Kette Focal/Lehmann/AVM deutlich mehr Körper. Aber es ist meinem Probehören zufolge richtig und keineswegs irgendwie übertrieben! In Rubinsteins letzter Stereo-Aufnahme des Ersten der Chopin Nocturnes (op. 9 Nr. 1) (RCA) kann man so trotz der helleren älteren CD-Abmischung den typischen, sehr saftig dunklen und unten herum wuchtigen RCA-Bassklang vernehmen, so wie er bei dieser Aufnahme einfach korrekt ist! Alles zahlt sich übrigens aus. Ich habe vor Jahren eine CD-R gebrannt und zunächst von meinem Marantz CD 80 das Digitalsignal überspielt und anschließend mit dem AVM CD 1-Laufwerk. Ich war verblüfft: Das AVM-Laufwerk liefert einen deutlich runderen, substanzreicheren Klang. Natürlich hört man so ein Laufwerk nie isoliert. Aber in der Kette summiert sich das. Auch das Kabel hat am überragend klaren und sauberen, dabei angenehm warmen Gesamtklang dieser Nobel-Kombi seinen Anteil. Da hat sich die Investition einfach gelohnt – sonst verschenkt man eben etwas von dem Potential, was in so einem Spitzen-Kopfhörer steckt! Klanglich ist er so kombiniert mit Elektronik und Kabeln ein Traum.

    Mittlerweile habe ich den Eindruck eines Einspieleffektes. Von Tag zu Tag klingt der Focal Clear besser und besser – vielleicht liegt dies ja auch mit am Kabel, das sich ebenfalls einspielen muss. Eindrucksvoll und höchst beglückend kann ich feststellen, dass dieser Kopfhörer niemals rundet, aber selbst bei den härtesten Klavieranschlägen und schrillsten hohen Geigentönen nie unangenehm scharf, sondern immer absolut unangestrengt natürlich klingt. Das Klangbild ist wunderbar farbenreich, sonor und warm. Dieser Kopfhörer – so versorgt mit hochwertigster Elektronik – ist nicht nur etwas für Puristen und Klarheitsfanatiker, sondern eben auch für Klangästheten und Genusshörer. Das eben ist das „gewisse Etwas“ und „Mehr“, was wirkliches „High End“ klanglich bietet.

    Schöne Grüße
    Monsieur Croche
    Zuletzt geändert von Elbe1; 14.01.2021, 13:07. Grund: Schrift größer gestellt

    #2
    Monsieur Croche

    Sehr schön ausführlich beschrieben und erstaunlich, wieviel Mühe Du Dir mit der Feinabstimmung bei der Kette mit dem Focal Clear gemacht hast.
    Der Clear scheint auch von Preis/Leistung ein ganz hervorragender Kopfhörer zu sein.
    Super, dass sich alles noch besser eingespielt hat.
    Weiterhin viel Freude damit.

    Viele Grüße
    Klaus

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      #3
      Moin Monsieur Croche,

      ein spannender Bericht über Deine Kopfhörer-Erlebnisse - vielen Dank dafür!
      Den STAX SR5 Gold habe ich auch schon seit über 30 Jahren hier, aber leider kleben bei dem nach jahrelanger Lagerung auf dem Dachboden mittlerweile die Folien.
      Viele Jahre später bin ich dann tatsächlich auch mit dem Lehmann Linear wieder zum Kopfhörer-Hören gekommen.
      Ich war fasziniert, was der aus dem HD800 rausholte und stellte fest, dass ich einige Informationen einer CD so mit Lautsprechern vorher gar nicht gehört hatte..
      Ja, Kopfhörer sind schon eine schöne Spielwiese...

      Schönen Gruß
      Carsten
      AHP Klangmodul > PS Audio AC12 > PS Audio Powerplant P3 > HMS Energia Suprema > Ayon CD-10 II Signature > HMS Suprema SR XLR > Trafomatic Primavera > Abyss AB 1266 Phi TC mit JPS SuperConductor HP + Hifiman HE1000 V2 mit Cardas Clear und Lavricables Master Silver, Black Forest Audio Soundboard

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        #4
        Monsieur Croche

        Ein wirklich sehr schöner Beitrag über deine Erfahrungen mit Kopfhörern, super auch daß die konkreten Aufnahmen genannt sind!

        Hier kann man endlich mal wieder lesen, wie gut auch einigermaßen "normalpreisige" Ketten klingen können und wie intensiv man damit die Musik empfinden kann.

        LG
        Manfred

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          #5
          Hallo zusammen,

          Danke schön für die freundliche Resonanz! Ich werde immer wieder über neue Erfahrungen mit meinen Kopfhörern berichten!

          Liebe Grüße
          Holger

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