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Cec Hd51, Hd53, Hd53r

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    Cec Hd51, Hd53, Hd53r

    Hallo,

    In diesem Thread möchte ich die CEC Kopfhörerverstärker ab HD51 etwas näher bringen. Den Verlauf und ihre Arbeit etwas durch leuchten.

    Begonnen hatte das ganze vor ein paar Jahren mit dem HD51. Ich weiß noch gut, damals im Besitz eines Grado RS2 unter anderem, wie ich beim Händler in Saarbrücken vorbei schaute. Ich hatte über den HD51 gelesen und per Telefon erfahren, das der Saarbrücker CEC Händler den HD51 im Laden hatte. Schnell meinen RS2 unter den Arm geklemmt, ins Auto und ab zum Händler. Dieser selbst, nicht sonderlich mit KH´s bestückt, hatte einen Beier DT 880 und so konnte ich mich vor Ort dem HD51 widmen, dazu noch mit zwei unterschiedlichen Kopfhörer. Um an der Stelle abzukürzen, ich kaufte den HD51 damals zu 670 Euro und so begann meine Zeit mit diesen CEC KHV´s.

    Ich hatte schon viele Kopfhörerverstärker in meinem Leben bis zu diesem Zeitpunkt, aber dennoch entstand bei CEC ein Feeling, was bis heute anhält.

    Der HD51:

    Ein Gehäuse in einem Champagnerton aus Alu-Strangguß mit einer mittleren Größe. Auf der Frontseite befinden sich quasi zwei Hälften KH Bedienung, wenn man so möchte, beide Hälften getrennt durch den mittigen Ein-Ausschalter. Auf jeder Seite eine Kopfhörersektion mit 6,3mm Klinke, parallel dazu 3,5mm Klinke und einem blauen Alps-Poti. Damit also zwei unabhängig regelbare KH-Ausgänge.

    Auf der Rückseite der 230V Spannungseingang mit integrierter Schmelzsicherung, daneben eine DC Spannungseingangsbuchse (zum Anschluß einer externen Gleichspannung +18V/ -18V ), Lautsprecheranschlußterminal, symetrischer Signaleingang und RCA Signaleingang. Beim HD51 konnte man entweder die symetrischen Eingänge benutzen oder den RCA Eingang nicht beide gleichzeitig. Betrachtet man sich die Front, so ist die rechte Hälfte gleichzeitig auch die Regelung für den Lautsprecherbetrieb, das rechte Poti natürlich. Solange in einer der beiden rechten Klinken, egal ob der 6,3mm oder 3,5mm ein KH eingestöpselt ist, ist der LS Ausgang stumm geschaltet. Erst wenn beide Klinken frei sind, liegt das Signal am LS Ausgang bereit und wird dann mit dem rechten Poti geregelt. Daher kam es auch, das die rechte Seite beim HD51 qualitativ beim Kopfhörerbetrieb etwas gegenüber der linken Seite zurück steht. Da hier elektrisch gesehen die LS Verstärkung mit dran hängt. Es ist keine Welt aber hörbar. Man kann natürlich, während der LS ertönt auf der linken Seite mit KH hören, sofern dies Sinn macht, aber möglich.

    Das Innere zeigt, daß der HD51 voll bepackt ist und auffallen tun außer der Armee von Kondensatoren die beiden fest eingelöteten LEF CC70 Module, komplett in SMD Bauweise bestückt. Von einem Ringkerntrafo aus wird die Niederspannung gleichgerichtet den einzelnen Stufen zugeführt. Der Leistungsbereich ist in reiner Class-A Schaltung aufgebaut. Die Siebung sehr großzügig ausgelegt.

    Ein besonderer Punkt beim HD51 ist die Möglichkeit externer Gleichspannungsversorgung, was Puristen entgegen kommt. Ich selbst hab den HD51 an entsprechenden Bleigelaccus gefahren und muß sagen, wenn man es so klanglich gewöhnt ist, geht man nicht ans Netz. Einfach mehr Selbstverständlichkeit, die Töne natürlicher, ein geschmeidiges Ton in Ton Verhalten mit glockenklarer Höhe. Eine komplette Accustation mit Ladeeinheit, man sieht sie auf dem letzten Photo, kann man bei den Mannen von (www.attsaar.de) beziehen in hellem oder dunklem Ton.

    Hat man die Möglichkeit des symetrischen Betriebes, dann sollte man den HD51 auch möglichst so bedienen. Wie zu Beginn schon erwähnt, beim Händler machten der Grado RS2 als auch ein Beier DT880 richtig Fun am HD51. Problemlos läßt sich beides betreiben. Ebenfalls AKG, Sennheiser oder Audiotechnica. Kräftig und stabil läßt sich jede Musikrichtung bewegen ohne den geringsten Einbruch. Der HD51 ist kein Analytiker und wird nie zum Streß. Ein entspanntes Hören durch das ganze Frequenzband und gemäß der LEF Umsetzung ein hohes Maß an Geschlossenheit ohne Vorwitzigkeit oder Vorliebe. Er hat nicht die Ausreizung, die ein HD53 möglich macht, auch nicht dessen Luftigkeit im Klangbild, aber ohne direkten Vergleich wird man auch nicht mit dieser Tatsache negativ in Verbindung gebracht in der Form, es fehle etwas.

    Beim Schaltungsconcept von Carlos Candeias fällt es mir auch schwer hinsichtlich der Tonalität spezifische Aussagen zu machen. Besitzer von CEC AMP´s können dies bestimmt nachvollziehen. Die LEF Umsetzung wirkt auf mich immer ganzheitlich und in sich stimmig. Man kann an keiner Stelle etwas heraus picken indem man Höhen beschreibt, Mitten oder Bässe. Eher ein in sich homogenes Ganzes. Auf gar keinen Fall etwas spektakuläres. Es war übrigens der erste KHV für mich, wo ich einem Orchester ungetrübt in der Komplettheit zugehört habe, nicht auf Erbsensuche ging und auch nie abgelenkt wurde. Pauken können aus dem Hintergrund noch so intensiv erscheinen, weil sie in dem Moment stark angeschlagen werden, sie werden nie vom zarten Violinenspiel davor ablenken.

    Man kann dem HD51 nur eine komplett ausgewogene Verstärkung nachsagen mit Kraft und Stabilität für jeden Kopfhörer. Alles andere liegt im Bereich persönlich geschmacklicher Betrachtung. Wir wissen ja, immer geht es um Kompromisse, wobei sich jeder den für ihn besten heraus sucht, denn Perfektion gibt es nicht.

    Wenn man, was die Lautsprecherwiedergabe anbelangt, keine Strommonster an LS hat, ich hab Kompakt LS mit 87-88dB daran betrieben, ist diese Möglichkeit qualitativ mehr als ein kleiner Zusatzbonus. Ich bekomme am Ausgang ein astreines Class A angeboten. Es ist nicht zur Schlacht gedacht, ich mache auch keinen CEC AMP Kauf dadurch zu nichte. Hier geht es um etwas anderes. Ich bekomme die gleich feine Wiedergabe am LS wie am KH. Und da kann ich aus der Praxis sagen, ohne hier einer Marke auf die Füße treten zu wollen, daher nenn ich auch keinen Vergleich, für diese saubere astreine LS Wiedergabe muß ich bei den Vollverstärker schon etwas auf die Suche gehen. Betreiber von Hornsystemen werden mit der HD51 LS Leistung mehr als genug haben.

    Am Schluß vielleicht noch der Hinweiß, soll keine versteckte Werbung sein, bei attsaar kann man die letzten HD51 mit Garantie erwerben. Dies sind die letzten vom CEC Vetrieb. Zum Preis von 298,- Euro das Stück. Wenn sich jemand einen KHV sucht, nicht alles in der Ausprägung benötigt, was ein HD53 kann, dann gibt es bei diesem Preis fast nichts mehr zu überlegen. Hinsichtlich der einstigen 670,- Euro ist das ja fast geschenkt.

    Soweit zum HD51.

    Gruß,
    Otwin
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    Zuletzt geändert von lotusblüte; 18.07.2008, 00:57.

    #2
    AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

    Guten Morgen,

    Ich mach mal weiter in Sachen CEC KHV.

    HD53:

    Zunächst etwas zum äußerlichen. An der Front hatte sich nichts geändert. Der Farbton insgesamt hat sich von champagner nach silber verändert. Die Rückseite sieht nun anders aus als Beim HD51. Die Möglichkeit der externen Spannungsversorgung fiel weg, dazu später mehr. Die Lautsprecher Anschlußklemmen sind verbessert worden von Clipanschlüssen beim HD51 nach vergoldeten Bananas hin. Betrachtet man sich allerdings das Innere des Gerätes, so hat sich jede Menge verändert.

    Im Bereich der Gleichspannungsversorgung war beim HD51 alles noch mit einer Größe abgedeckt +18V/-18V. Es war nur ein Sekundärkreis vom Trafo aus nötig und von daher auch gut mit der externen Versorgung zu realisieren. Beim HD53 hingegen wurde die Versorgung aufwendiger. Hier gehen schon zwei separate Kreise vom Trafo ab, um zum einen +15V/ -15V zu bekommen und andererseits +22V/ -22V. Diesem größeren Aufwand fiel die externe Versorgung zum Opfer. Die Siebung hat sich erhöht.

    Die vier Leistungstransistoren links sind wie schon beim HD51 mit dem Bodenblech verbunden. Die acht Leistungstransistoren rechts allerdings sind nicht mehr wie beim HD51 stehend auf der Platine angeordnet, sondern auch hier am Bodenblech angeschraubt. Dies verdeutlicht die größere Wärme, welche so abgeleitet wird. Andere Potentiometer kommen zum Einsatz. Ein Schritt der wegen Platzangebot so realisiert wurde. Die Beleuchtung ist anders realisiert inform zweier LED´s, die das Licht optisch nach außen bringen.

    Eine ganz entscheidende Änderung stellen die LEF Module dar. Hier kommt zum ersten Mal ein CC75 Modul zum Einsatz. Die beiden CC75 Module sind gesteckt, nicht mehr fest verlötet, das ganze auf der kleinen Zusatzplatine, die wiederrum auf dem Hauptboard gesteckt ist. Auf der Zusatzplatine teilen sich SMD Bauteile und normale Bauteile von der Größe her die Arbeit. Der Ringkerntrafo wird hier wiederrum wie beim HD51 auch primärseitig durch den Ein-Ausschalter vom Netz getrennt.

    Das CC75 Modul zweiseitig in SMD bestückt ist eine kleine Welt für sich. Würde man alleine die doppelseitig ausgeführte Schaltung jedes Moduls in Normalbaugröße auslegen, kann man sich leicht vorstellen, wieviel Platz dazu benötigt werden würde. Es ist mehr an Fläche als die Gesamtschaltung manch anderen KHV´s komplett.

    Jedes LEF Modul beaufschlagt einen Stereokanal. Und jedes Modul muß man sich intern wie zwei komplette Kreise vorstellen. Aus jedem dieser beiden Kreise wird dann ansteuerungsmäßig mit einer Modulhälfte die linke Sektion gemacht und mit der anderen Hälfte die rechte Sektion. Unter Sektion versteht sich frontseitig betrachtet die linke und die rechte Seite.

    Nun nach soviel Technik, hoffe nicht überstrapazierend, etwas Klang, für uns das wichtigste. Das aufwendiger ausgelegte Netzteil macht sich in deutlicherer Stabilität und einer besseren Kräftedosierung bemerkbar. Der HD53 überträgt auch tiefer. Untenrum im Keller ist es schwärzer geworden. Da wo vorher noch etwas Bräune herschte, kehrt nun Schwärze ein. Gut merkt man das an tiefen Orgeltönen, die mehr Definition zeigen. Auch ein gezupfter Kontrabaßton gibt mehr Aufschluß darüber, was da eigentlich gezupft wird. Auch hier klarere Linie und Aussage über die Saite und den Holzkörper dieses Instrumentes. Der Bereich elektronischer Musik macht hierbei ebenfalls mehr Sinn, weil die tieferen Lagen an Tonqualität auch da profitieren.

    Die LEF´s sorgen dafür, das der gesamtheitliche Eindruck ein besserer wird. Der HD51 hat ebenfalls die Geschlossenheit nicht auseinander gerissen, aber hier hat man Raumgewinn, auch mehr Präzision oder Aussage mit allem, was in einem Konzertraum geschieht bei gleichzeitiger gesteigerter Detailwahrnehmung. Es ist ja immer die Kunst etwas zu verbessern ohne an anderer Stelle zu verschlimmbessern.

    Bei der LEF Umsetzung steht nicht so sehr der Fokus im Mittelpunkt, sonst würde sich diese Technologie selbst ad absurdum führen, sondern ein Zugewinn an ganzheitlichem bzw der Geschlossenheit. Und da wächst ein HD53 insofern, das alles was eine sinnvollere Bedeutung bekommt nicht größer, stärker herauswächst sondern in sich bedeutungsvoller und erwachsener erscheint. Ich seh immer die Steigerung an der Wurzel nicht am Ende. Beim Ursprung sollte sich eine Bedeutung mit Wachstum zeigen. Nicht mittendrin oder am Ende mit dem Gefühl verbunden einer kosmetischen Aufpeppung. Die Basis der Klangsteigerung bei den LEF´s ist schaltkreismäßig zu verstehen, eine Folge von logischen Schritten.

    Dadurch glaub ich dem HD53 auch in allem was er macht seine erwachsenere Arbeit. Auch auf der dynamischen Seite gewinnt er, was sicherlich sehr leicht zu erfahren ist im Vergleich. Die Musikstücke erzählen diese Steigerung von ganz alleine, ohne das ich mich konzentrieren muß. Einfach mit der Musik bewegen lassen.

    Walzer ist nicht gleich Walzer. Nicht das Walzer mein musikalisches Hauptgebiet wäre, aber einen Walzer zu erleben als das grundsätzliche 3/4 tel taktische ist die eine Sache. Das machen alle Wiedergaben. Aber sich von einem Walzer zum Zuhören bewegen lassen oder besser gesagt zum miterleben, obwohl eher in aller Regel kein so großer Hang dazu, das muß schon etwas an Tiefe in der Musik haben oder an Zuwachs von Bedeutung.

    Dies nur als Beispiel. Soweit mal die Sache mit dem HD53. Übrigens, mit dem Zuwachs an der Klinke ändert sich auch parallel der gleiche Zuwachs für den Lautsprecherbetrieb.

    Lieber Gruß,
    Otwin
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    Zuletzt geändert von lotusblüte; 18.07.2008, 17:17.

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      #3
      AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

      Hallo,

      Zu guter letzt.

      HD53R:

      Das Gehäuse ist gleich in Ausmaß und Farbton. Die Frontblende unverändert. Auf der Rückseite allerdings gibt es eine Neuerung. Ein Druckschalter durch den zwischen Eingangswahl RCA und XLR gewählt wird. Nun kann man also zwei Quellen dauerhaft anschließen und anwählen. RCA und XLR sind impedanzgleich, damit von der Lautstärke her gleich. Als nächstes fällt neben dem LS Terminal ein Kippschalter auf mit drei Stellungen, oben, Mitte, unten. Dieser dient dem Verändern des Verstärkungsfaktors. Oben +6dB, Mitte 0dB, unten -12dB. Dieser Relais/ Widerstandsteuerkreis wirkt sich von der Impedanz direkt auf das jeweilige LEF Modul aus und gibt da laut Einstellung die Verstärkung vor. Eine praktische Sache, kann man so Differenzen unterschiedlicher Quellgeräte abfangen. Bzw einen sinnvolleren Regelbereich ermöglichen bezüglich leiserer oder lauterer CD´s.

      Wo wir gerade dabei sind. Auf einem Photo sieht man auf dem Board Lötpins ohne Bestückung mit der Bezeichnung R29X, C29X und R30X, C30X. An diesen Stellen ist etwas Spielwiese angesagt. Dort kann ein ganz eigener Verstärkungsfaktor fest ermöglicht werden durch eine bestimmte Widerstandsgröße bzw in Form eines Reihengliedes aus Widerstand und Kondensator eine Entzerrung erstellt werden. Damit ist ein gewisser Grad der Kopfhörerbeeinflussung möglich. Für ungeübte ist dies allerdings keine Spielwiese. es sind Schaltungskenntnisse absolut erforderlich, auch ein sauberes Löten. Scheidet für den Laien absolut aus. Im Extremfall verläuft unter dem Hauptboard der Lötzinn am falschen Bauteil und damit wäre ein komplettes Ausbauen der Hauptplatine erforderlich.

      Das Netzteil ist im großen und ganzen unverändert wie beim HD53. Allerdings liegt hier die Netzspannung nach Verbindung immer am Trafo an. Getrennt wird mit dem Ein-Ausschalter im Netzteilbereich nach der Gleichrichtung.

      Im Inneren sieht man ebenfalls wieder Veränderung. Die Zusatzplatine auf der die Module beim HD53 gesteckt waren, fiel weg, die Module sitzen hier auf der Hauptplatine steckbar. Die Schaltung wurde überarbeitet und verändert. Der HD53R wurde in zwei Varianten angeboten. Einmal Modulseitig mit CC75 Modulen oder mit CC80 Modulen, wodurch dann diese Variante den Namen V8.0 bekam. Die CC80 Module sind hierbei die beste Ausbaustufe, was auch klar hörbar ist. Ein Verzicht darauf würde einem hörbaren, deutlichen Verlust gleich kommen.

      Ein ganz entscheidender Vorteil bei diesem Gerät ist die Tatsache, das beide KH Sektionen gleichrangig sind. Das heißt, man hört rechts eingestöpselt keinen Qualitätsunterschied gegenüber links eingestöpselt, was den völlig gleichwertigen Betrieb zweier Kopfhörer gewährleistet.

      Und man darf nicht vergessen im Vergleich zu anderen Lösungen, wo einfach wegen KH Doppelbetrieb an der Klinkenbuchse parallel geschaltet wird. Hier arbeiten unabhängig voneinander zwei völlig getrennte komplette Verstärker ab LEF Modulschaltkreis. Bei der konventionellen Parallelschaltung wird mitunter die Impedanzhalbierung schon etwas Probleme machen. Aber kommen zwei Kopfhörer mit unterschiedlicher Impedanz zum Einsatz, ist die zuverlässige Bewertung nicht mehr gegeben.
      Beim HD53R fahre ich auf der einen Seite einen 32 Ohm Grado und auf der anderen einen 300 Ohm Sennheiser um beide zu vergleichen. Und das macht dabei gar nichts wegen unabhängiger Kreise. Für mich all die ganze Zeit ein imenser Vorteil, auch beim freundschaftlichen KH Treff, da immer unterschiedliche Kopfhörer zum Hören anwesend waren.

      Der HD53R mit CC80 Modulen erreicht die höchste Klangqualität dieser drei Gerätestufen. Es ist wieder das gleiche an Steigerung. Mehr an allem, kein einzelner Punkt, sondern alle Punkte. Ich finde es auch bei ihm nicht lohnend, über Sopranistin A, Tenor B oder Streichensemble C zu berichten. Er macht einfach in hoher Güte, was ein Verstärker tun sollte. Möglichst frei von Einflüssen verstärken, keine tonale Konzentration, genug kraft und Stabilität ermöglichen. Um so besser läßt sich der angeschlossne KH bei seiner Arbeit fest machen oder Unterschiede verschiedener Kopfhörermodelle fest stellen.

      Ja und da spielt der HD53R, indem er das alles auf hohem Niveau zuläßt. Bei jedem Gerät gibt es Verbesserungspotenzial oder Möglichkeiten, sonst hätte der Entwickler keine Arbeit mehr. Beruhigend ist, ein Gerät zu haben, wo man mit entspanntem Gesicht der Dinge harren kann, die da noch kommen. :bier:

      Gruß,
      Otwin
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      Zuletzt geändert von lotusblüte; 18.07.2008, 18:42.

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        #4
        AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

        Hallo Otwin, hallo KH-Freunde,
        als Neueinsteiger in diesem Forum will ich hier in meinem ersten Beitrag gleich über einen der von Otwin so ausführlich und anschaulich beschriebenen CEC KHV berichten - ich bin seit etwa einer Woche Besitzer eines CEC HD51.
        Und das kam so: Ich höre schon seit vielen Jahren mit KH - nicht ausschließlich - aber doch etwa zu 40, 50 Prozent. Habe daher auch eine 'KH-Geschichte' vorzuweisen, in den Siebzigerjahren mit meinem ersten guten Hörer - einem vom deutschen Hersteller MB (gehört heute, denke ich, zur dänischen Peerless), dann Sennheiser HD 250 linear und immer wieder auch AKG gehört. Dann eher durch Zufall zu einem HD 600 gekommen. Habe früher nie daran gedacht, einen KHV anzuschaffen - so nach der Devise '..so viel besser kann das ja nicht sein'. Die Klinke meines Camtech V102 hat mir genügt. Allerdings war da ein ganz kleiner Massebrumm drauf, der mich gestört hat und den ich nie weggebracht habe - also vielleicht doch ein KHV?
        Habe mich in Internet-Forem umgehört und schließlich bin ich zur Entscheidung gekommen - ein KHV sollte her! Aber welcher? Dann stieß ich auf einen Thread aus 2004 oder 2005 (weiß nicht mehr so genau), in dem die Vorzüge des CEC LEF-Prinzips diskutiert wurden - und auch die Tatsache, dass die CEC auch mit den hochohmigen Sennheisers bestens zurecht kommen. Daher habe ich die CEC in meine enge Wahl genommen.
        Das war Anfang Juli. Zwei Wochen später lese ich hier in diesem Thread Otwins Beschreibungen der drei KHV von CEC. Und den Tipp, sich um vergleichsweise ganz wenige Euros mit dem Auslaufmodell HD51 einen sehr guten KHV anzuschaffen! Am nächsten Tag schon habe ich mir bei den Attsaar-Leuten einen HD51 reserviert. Seit 9. August spielt er sich jetzt bei mir ein.
        Meine Eindrücke bei den ersten Musikstücken: Im Vergleich zur Verstärkerklinke etwas mehr Raumeindruck, der Hochtonbereich allerdings etwas scharf, insgesamt eine bessere Auflösung - und zwar unabhängig vom Programmmaterial (vom CDP Kenwood DP7060 getuned bzw. Rega Planar 3 getuned, Dynavector 10x5). Eigentlich wollte ich gerne auch mit 1:1 Masterbandkopien von meiner Bandmaschine Revox A77 vergleichen, aber die 38 Jahre alte Dame hat es vorgezogen, zu streiken - da müssen wahrscheinlich wieder Elkos gewechselt werden.
        Meine Eindrücke bis heute: Raum und Auflösung nehmen seither (bisher rund 40 Stunden gespielt) ständig zu, ich höre Instrumente in Passagen, wo diese vorher schlicht untergegangen sind. Die Beschreibung von Otwin kann ich sehr gut nachvollziehen: Der Klang ist nicht direkt analytisch, obwohl viele verborgene Details hörbar werden. Die Musik - egal ob kleine Jazzformation (Dave Brubeck Quartett) oder Bigband (Gillespie), ob Klavieraufnahmen (Horowitz) oder Vocal (Ana Caram) oder großes Sinfonieorchester (Requiem von Faure) - wirkt auf mich insgesamt sehr stimmig und 'als Ganzes'.
        Ich bin schon gespannt auf weitere Verbesserungen und werde darüber berichten!
        Grüße
        Harald

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          #5
          AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

          Hallo Harald,

          herzlich willkommen.

          Das ist richtig schön zu hören, dass Otwin dir auf die Spur helfen konnte. So soll Forum sein.

          Grüßle vom Charly
          Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
          Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

          Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
          https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

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            #6
            AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

            Hallo Harald,

            Auch von mir ein herzliches Wilkommen. Schön, das du deine Eindrücke mitteilst. Sind zwar hier noch nicht soviele Kopfhörerfans, aber das ganze kann ja wachsen im Laufe der Zeit.

            Charly hat dieses Unterforum für die KH Freunde eingerichtet, bin ich ihm nach wie vor dankbar für. So hat sowohl derjenige, der das Thema Kopfhörer eventuell nur als Sekundärgleis nutzt Austauschmöglichkeit, Fragen, Wünsche, Problembehandlung, als auch derjenige, der sich gezielter mit dem Thema beschäftigt, die Möglichkeit, gemeinsam Dinge zu erörtern.

            Würde mich freuen von dir weiteres zu hören, auch wie die HD51 Geschichte wächst oder halt Verbesserungen, die sich zeigen, ganz egal.

            Gruß,
            Otwin

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              #7
              AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

              Hallo,

              Weil das Thema HD51 durch den Bericht von Harald wieder etwas belebt wurde, möchte ich auf den Betrieb HD51 + Accustation (Attsaar) hinweisen. Hans Peter Haffner hat eine tolle Accustation ins Leben gerufen, von deren Qualität ich mich bestens überzeugen konnte.

              Nun war der HD51 der erste Sprößling im Hause CEC innerhalb einer immer weiter entwickelten KHV Linie. Und selbstverständlich oder fast selbstredend war während dieser KHV Entwicklungslinie für Carlos Candeias Qualitätssteigerung, was auch klar durch die Qualitätsstufen der LEF Module erreicht wurde. Ein ganz anderes Thema allerdings ist das Thema Netzbetrieb bzw Accubetrieb.

              Sicherlich läßt sich die Qualitätssteigerung eines HD53R mit CC80 Modul gegenüber einem HD51 ganz klar erkennen, aber umgekehrt läßt sich auch der Vorteil des Accubetriebes gegenüber Netz erkennen.

              Wenn ich mir beispielsweise Sopranstimmen bzw Tenorstimmen anhöre, so ist es fast unmöglich, diese Brillianz und Geschmeidigekeit bei Accubetrieb mit dem Netz zu erreichen. Gilt natürlich nicht nur für Stimmen sondern für die gesammte Musik. Das Gefühl zu vermitteln, die ganze Musik ist aus einem Stück ganzheitlichem, geschmeidigen Tonverhalten aufgebaut, ist bei Netzbetrieb so nicht drinn.

              Man kann es betrachten wie man möchte hinsichtlich intelligenter Schaltungskonzepte bzw genau berechneten Filterstufen oder bestmöglicher Bauteileeinsatz, das Netz wird ein Reststück natürlichem in sich geschlossenem Klangeindruck nicht zu lassen. Das ist es auch, was man hört als Unterschied zwischen der Netz- und der Accueinspeisung.

              Auch die Selbstverständlichkeit, mit der man ganz feine Nuancen herausgefiltert bekommt, aber eben nicht in einer eigenen Vorstellung, sondern natürlich als Teil eines ganzen, ist schon richtig toll. Es ist eine natürliche Klarheit und Öffnung in der Musik, das man unweigerlich richtig hinein gezogen wird. Meines Erachtens nach geht das Netz auch an die Klangfarben. Oder besser gesagt, durch Benutzung der Accueinspeisung hört man erst richtig, wie das Netz an die Klangfarben geht.

              Auch wenn man der Meinung ist, die Klangfarben kommen toll rüber, hört sich doch richtig gut an, man sollte sich die selben Instrumente mal an Accu anhören, um dann fest zustellen, wie natürlich farblich das gleiche Instrument ist. Da komme ich um ein Beispiel zu zeigen einfach mal auf zwei KH Linien. Zum einen einen AKG K701 und zum anderen einen Sennheiser HD 650.

              Die Gefahr beim K701 liegt ein wenig in der Analytik einerseits und ein Stückchen Schwammigkeit im Baß andererseits.

              Die Gefahr beim HD 650 liegt einerseits im leicht zu warmen Klangeindruck einerseits und eines leicht langweiligen ohne Spannungsvermittlung daher kommenden Eindrucks.

              Diese beiden Schilderungen nicht über bewerten, es sind, wenn man so möchte, die Gefahrenzonen, die sich bei diesen Modellen halt zeigen können, was nichts mit besser oder schlechter zu tun hat, mit schlecht schon gar nichts, da beide Kopfhörer ganz tolle Modelle sind. Da fällt im Betrieb am HD51 mit Accustation halt eben auf, das beide Modelle zwar nicht ihre grundsätzliche Charakteristik ändern, sich aber in einem wesentlichen Bereich nähern, nämlich dem Eindruck einer in sich völlig geschlossenen Natürlichkeit.

              Plötzlich gibt es beim K701 gar kein Augenmerk mehr auf etwas, was hier und da noch vorwitzig, eben ein wenig analytisch erscheinen könnte und beim Sennheiser wird die ganze Klanglinie aus einem leicht zu warm klingendem Eindruck in einen geraden umgesetzt, der nichts mehr von zu viel an leichter Wärme hat.

              Das wesentlichste vor allem, wenn man so beiden Modellen bei Pianoanschlägen zuhört, ist die Tatsache, das man sich über das KH Modell mit bestimmten Meriten keine Gedanken macht, sondern ganz beim Wesen dierses Klangkörpers ist. Das ist der Punkt dann, wo beide nicht mehr großartig auseinander sind. Man wechselt eben vom etwas konzentrierteren charakteristischem KH Hören zum natürlichen musikalischen Hören.

              Eine ganz bemerkenswerte Sache, kennt man beide Kopfhörer so und dann so.

              Unterm Strich bedeutet für mich das Hören mit dem HD51 am Accu ein gutes Stück näher an der Musik. Wer also mit diesem KHV einen deutlichen Step machen will, der hat die Möglichkeit ganz sinnvoll in der Art aufzurüsten. Ich nehm hier nochmal das Bildchen in meinem Zimmer zu Hand, wo man die Accustation in black im Rack sieht.

              Gruß,
              Otwin
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                #8
                AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

                Hallo Otwin,
                eine interessante Abhandlung zum Thema Accuversorgung! Liege ich da richtig, dass CEC nur diesen einen KHV - den HD51 - mit einer Vorbereitung zum Accubetrieb ausgestattet hat? Bei den beiden weiterentwickelten Modellen fehlt ja der Speiseanschluss. Weißt Du, warum Carlos Candeias das nicht mehr fortgeführt hat? Kann man denn die beiden anderen Modelle trotzdem über Accu versorgen?
                Grüße
                Harald

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                  #9
                  AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

                  Hallo Harald,

                  Damals, als das HD51 Konzept statt fand, war ein Gedanke, den HD51 auch für mobilen Einsatz möglich zu machen. Soweit ich das noch aus zurückliegendem Austausch mit Carlos Candeias in Erinnerung habe, bestand diese mobile Möglichkeit darin, das die Asiaten per Batterie in bestimmten Fahrzeugen, Wohnmobilen ect die Möglichkeit nutzen konnten.

                  Nun war das beim Schaltungskonzept des HD51 noch eine recht einfache Sache, auch aus der Kosten/ Aufwand Situation heraus, da ein einziger sekundärer +/- Spannungskreis die Versorgung des Gerätes stellte. Beim Accubetrieb wurde per Relais einfach der Verstärkungsteil im Gerät, der die LS Ausgänge beaufschlagt, weg geschaltet, sodaß reiner KH Betrieb per Accu möglich war.

                  Die Nachfolger in Form HD53 arbeiten sekundär mit zwei Spannungskreisen, wodurch die ganze Sache vom Aufwand her nicht mehr sinnvoll hätte gemacht werden können. Dies zum einen. Zum anderen hatte man auch fest gestellt, das von der Mobilität her gesehen nicht der Bedarf entstand. In erster Linie werden die CEC KHV´s halt vor Ort zu Hause eingesetzt, wie bei anderen Marken und solch großen KHV Gehäusen eben auch.

                  Da bei der HD53 Weiterentwicklung andere Innovationen resultierten, machte die externe Gleichspannungsversorgung diesen Platz.

                  Das Thema heimisch also vor Ort an der Anlage von einer Accuversorgung zu profitieren wird in aller Regel recht stiefmütterlich behandelt. Das liegt an sehr großem Aufwand zum einen und der Nachfrage zum anderen. Die Highender lecken nicht so sehr danach. Oder anders gesagt, dieses Thema konnte sich nie so richtig durchsetzen. Der Entwickler und damit die Schmiede am Ende muß sehr viel Zeit aufwenden, für das Thema "Gerät mit Accueinspeisung" zu einem am Ende "lohnenden" Ergebnis zu führen. Es muß sich rechnen. Das geht nur über die Nachfrage, dazu ein Beispiel.

                  Ein HD53 kostet so schon etwa 900,- Euro. Würde dieses Gerät in der Form erscheinen, das entweder von vorne herein die Accus Gehäusebestandteil wären, dann mit sowohl Accu als auch Netzbetrieb, oder in Form eines zusätzlichen zweiten Gehäuses, würde sich so ein Gesamtpreis auf midestens zwei Drittel mehr an VK hin bewegen, eher genau das doppelte des jetztigen VK.

                  Und in beiden Fällen, da so schon für solch teure KHV´s eh nur eine Nische bleibt, würde sich das ganze nicht rechnen. Soweit ein wenig zu der Accusituation aus Firmensicht.

                  Soweit ich weiß, ist aber bei attsaar zu erfragen, ist die Accustation auch für HD53 Betrieb gedacht. Da möchte ich mich aber nicht fest legen. Ich müßte selbst dort nachhaken. Eines ist aber schon klar, da der HD53 ja nicht von außen diese externe Versorgung zuläßt wie der HD51, das am Gerät selbst eine Umänderung erfolgen muß. Das müßte man in einem Gespräch mit attsaar abklären, wie die in diesem Falle vorgehen.

                  Bei der Leistung von Kopfhörer ist das Thema Accu immer ein Thema. Ich bin auch sehr überzeugter Anhänger dieser Thematik. Ich hatte mit dem HD51 sehr lange Zeit, mir den Vergleich Accu/ Netz ernsthaft vor zunehmen. Mit klaren Erkenntnissen am Ende. Würde mich jemand fragen, ja was denn lieber, den HD51 mit Accu oder den HD53 am Netz, wäre die Antwort gar nicht so einfach. Eben weil auf beiden Seiten Zuwächse zu verzeichnen sind. Der HD51 kann nicht mit der Lockerheit auf Grund seiner Schaltung und seines Modules, auch nicht ganz die gleiche Größe oder Bühne, ist nichts so großartiges an Unterschied aber doch gegeben und der HD53 kann nicht am Netz die letztliche Brillianz und ich sags mal mit meinem Wort "Ebenmäßigkeit" oder Ausgewogenheit wie ein HD51 am Accu.

                  Ich höre am HD53 immer noch einen Zugewinn an Information, er kann auch ein Stück in allem tiefer eintauchen, alles wird präziser, ein Stück deutlicher im Raum. Es ist aber die Frage, worin für eine Person die größere Bedeutung liegt. Das kann man nur selbst für sich in ein Verhältnis setzen.

                  Von einem bin ich allerdings überzeugt. Konnte ich aber bis dato nicht selbst in Erfahrung bringen. HD53R am Accu wird im Bereich KHV ein Abstand zu vielen Kopfhörerverstärker bedeuten, positiv.

                  Gruß,
                  Otwin

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                    #10
                    AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

                    Hi,

                    Hab gerade kurz mit attsaar telefoniert bezüglich der Accusituation für die HD53. Für den HD53 liegt das ganze noch zur Zeit etwas auf Eis, da hier im HD53 Veränderungen gemacht werden müssen bzw auch eine externe Anschlußmöglichkeit. Es muß ja am Ende so sein, das die externe Gleichspannungs Versorgungsmöglichkeit besteht, die bisherige Versorgungsart unangetastet bleibt, damit beides möglich ist.

                    Ich hatte diese Sache schonmal vor geraumer Zeit mit Hans Peter Haffner besprochen, wurde dann aber nicht mehr weiter verfolgt. Vielleicht telefoniere ich nächste Woche mal mit ihm, um dieses Thema wieder aufzugreifen.

                    Gruß,
                    Otwin

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                      #11
                      AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

                      Guten Abend Otwin und alle anderen KH-Fans,
                      ich habe gerade auch auf der Homepage von Attsaar nachgesehen, es wird zwar der HD53 in diesem Zusammenhang (Akkuspeisung) erwähnt, aber konkret geht es nur um den HD51. Wenn es mein Budget einmal zulässt, wäre das sicher einen Versuch wert....
                      Grüße
                      Harald

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                        #12
                        AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

                        Hallo Harald,

                        Mal sehen ob es in Richtung HD53 mit der Accu Versorgung zu einer Lösung kommt. Somit wären dann beide KHV abgedeckt. Ich nutze ja auch in meiner persönlich liebsten KH Richtung, der Grados, die Möglichkeit des netzfreien Betriebes durch den RA1. Andere Kopfhörerverstärker mögen ihm gegenüber noch ein Stück Raum mehr hier aufzeigen, etwas mehr Muskeln da präsentieren, aber am Ende bleibt er der Gewinner für mich.

                        Für mich geht nichts über den ganzheitlichen, stimmigen Gesamteindruck. Wenn die Musik so erklingt, hat sie für mich ihre größte und natürlichste Entfaltung. Damit werden ein paar Zentimeter an irgendwelchen technisch zu betrachtenden Steigerungen zur Nebensache.

                        Gruß,
                        Otwin

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                          #13
                          AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

                          Hallo,
                          wie versprochen, möchte ich heute weiter über meine Eindrücke beim Einspielen meines CEC HD51 Kopfhörerverstärkers berichten.
                          Ja - ich muss sagen - es ist eine Art Entdeckungsreise für mich geworden! Mein HD 51 spielt jetzt etwa 80 oder 90 Stunden ein und in dieser Zeit habe ich einige Erkenntnisse gewonnen.
                          Zunächst einmal ist der Klang des Verstärkers - meinem Empfinden nach - jetzt 'geschmeidiger' als noch in der ersten Zeit. Gezupfte Bässe klingen jetzt genau nach dem Ton, man kann die Melodie nachverfolgen, ohne genau hinhören zu müssen.
                          Beim LP-Hören musste ich die optimale VTA-Einstellung nachjustieren. Ich habe da einige 'Testplatten', die ich dazu verwende, und bisher habe ich mit KH und Anschluss an die Verstärkerelektronik (Klinke) jeweils den optimalen VTA nach dem Gehör bestimmt. Jetzt habe ich mir diese Platten wieder angehört - und durch die Feinheiten, die ich noch zusätzlich hören konnte, bin ich dahinter gekommen, dass der VTA nicht ganz beim Optimum war. Klar: Die Einstellung des VTA muss immer ein Kompromiss bleiben, da der Winkel des Schneidstichels nicht immer genau 18 oder 20 Grad oder mehr Grad ist (es gibt ja auch erst seit etlichen Jahren eine Norm, glaube ich, und an die haben sich auch nicht alle Plattenfirmen gehalten).
                          Die dritte Erkenntnis, die ich durch das Abhören mit dem CEC HD51 gewonnen habe, ist für mich nicht ganz erfreulich! Die hohe Qualität zeigt brutal die Schwachstellen der Quellgeräte auf! Über LS war das nicht so eutlich zu hören. Es bewahrheitet sich für mich dabei die Faustregel, dass ein CDP in der Preisliga deutlich über dem verwendeten Plattenspieler sein muss, um qualitativ mithalten zu können. Nachdem ich mehrere Tests mit denselben Musikstücken auf LP und CD vorgenommen habe, war die Sache klar. Meine Ehehälfte hat im Blindtest sofort bemerkt, dass eine der beiden Quellen (es war die CD) harsch und spöde klang, bemerkbar z.B. beim Schlagzeugbesen oder bei Violinen. Herr Tiefenbrunn von Linn hat ja doch Recht ('Start at the beginning...').
                          Eine weitere Erkenntnis ist, dass ich eine Verbesserung durch eine veränderte Signalzuführung wahrnehmen kann. In der ersten Phase verwendete ich die bewährten Kimber PBJ-Cinchkabel (ich habe einfach die Tapeanschlüsse meiner Revox A77 umgesteckt - in die engen Buchsenabstände bei der A77 passen gerade die PBJ-Stecker herein...). Jetzt setze ich HMS Duetto mit Eichmann Bullet Plugs ein - und höre deutlich einen Unterschied (ich berichte hier meine Eindrücke, will aber damit keine Diskussion über Kabel-Voodoo auslöseneitsch.
                          In der kommenden Woche möchte ich dann zu Testzwecken einmal meine JBL 4410 (die haben 91 db Empfindlichkeit) an den KHV anschließen, um zu sehen, was man damit erzielt (die kleinen Tannoys im Abhörraum liegen doch nur bei 88 db).
                          Bis dahin,
                          beste Grüße
                          Harald

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                            #14
                            AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

                            Hallo Harald,

                            Jo, leider ist das wahr, was du schliderst. Leider oder Gott sei Dank, wie man´s nimmt. Der KHV mit KH zeigt halt deutlich alles davor. Ich war übrigens immer ein Verfechter von Tiefenbrunns Behauptung. Auch in der Form, was vorne nicht reinkommt, kannst du nie bekommen dahinter.

                            Für mich beginnt eben die Bedeutsamkeit, die in einem Musikstück offen gelegt wird vorne an der Quelle. Richtig "erwachsen" vom Eindruck ebenfalls. Musikalität bezüglich Timing, Rythmik, Ton in Ton Verhalten genauso. Man kann alles danach kosmetisch verändern, bekommt aber nie die Bedeutsamkeit, die nur von vorne zugelassen werden kann.

                            Wenn vorne nicht mehr als ein Bub aus dem Knabenchor heraus geholt wird, kann ich danach durch nichts in der Welt einen erwachsenen Tenor bekommen. Sinnbildlich zu verstehen.

                            Schön das du deine Entwicklung bzw Erkenntnis mit dem HD51 Stück für Stück schilderst.

                            Gruß,
                            Otwin

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                              #15
                              AW: Cec Hd51, Hd53, Hd53r

                              Hi Harald,

                              Bin schon gespannt, wie sich der HD51 an deinen LS schlägt, ob es gut geht oder weniger.

                              Gruß,
                              Otwin

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