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Miniaturisierung bei Röhrentechnik

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    Miniaturisierung bei Röhrentechnik

    Angenehm, Volkhart:zwink:

    sehr interessant empfinde ich einen kleinen Röhren- Vorverstärker, im Bausatz erhältlich, bei Holger Stein...

    Schlägt sich, nach Aussagen von Klang & Ton, recht ordentlich.

    Mal zum Nachschauen, der Link...

    www.easy-amp.de


    Volkhart

    #2
    AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

    Jau, das ist ein schnuckeliges Dingens... diese CK5702WB ist ein Subminiatur-Pentödchen (für Mil/Aerospace), gerade mal 3.5cm x 1cm groß...

    Leider finde ich keinen Schaltplan oder irgendwelche Specs zu dem Bausatz, allerdings ein Bild, dass eine Rekonstruktion weitgehend zuließe...
    http://www.easy-amp.de/galerie/slides/CIMG1716.jpg

    Grüße, Klaus

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      #3
      AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

      Das scheint ja ein gutes Einsteigerprojekt zu sein?
      Und ein Forum gibts auch dazu.


      ... fehlt nur noch eine Lötstation.
      Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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        #4
        AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

        Der Holger Stein macht tolle Sachen, auch im Zubehörbereich. Hab schon so manches von ihm ausprobiert und es immer behalten. Auch seine Modulverstärker als Bausatz sind eine Wucht. Eine ausgezeichnete Adresse für den anspruchsvollen HiFi-Freund.

        Gruß
        Franz

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          #5
          AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

          Hallo,

          heute hatte ich eine Vorlesung zur Nanotechnologie, in der die Entwicklung vom Röhrenradio bis zu molekularen Transistoren beschrieben wurde. Faszinierend, ich hätte fast Lust, die E-Technik Grundvorlesungen zu besuchen, nur um mehr davon zu verstehen.

          Was macht denn die "alte" Röhe so wertvoll für die Audiotechnik, dass sie auch heute noch eingesetzt wird? Haben wir einen Nutzen von der Miniaturisierung der Röhren oder würde die Qualität darunter leiden, so dass sie in der Audiotechnik ohnehin nicht zur Debatte steht?

          Und wie steht es mit Nano-Bauteilen - Moleküle als Transistoren, Chips anstelle von Platinen ... Ist das relevant für die Hifi-Branche? Hätten wir einen Vorteil davon, wenn wir die Schaltungen derart verkleinern könnten?

          Also Techniker, jetzt seid ihr gefragt, befriedigt meine Neugierde. Im Vorraus schon mal Danke!

          Liebe Grüße,
          Gabi

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            #6
            AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

            Ich versuche mal eine (für meine Verhältnissefeif kurze Antwort:

            Die Miniaturisierung und fortschreitende Integration von Bauelementen der Elektronik ist in den HiFi Gerätschaften "Gang und Gäbe", nichts neues.

            Beispiele:
            CD Spieler: Waren erst grosse Kisten mit viel Drin, sind heute kaum grösser als die CD selbst und in Autoradios integriert.
            Tuner und Verstärker waren Kisten vollgepackt mit Elektronik. Schraub heute mal sowas auf und Du wirst Dich wundern wieviel Luft man heute (für viel Geld) kauft.

            Falls Mini-Röhren die Qualität der Röhrenelektronik verbessern, werden sie auch Einzug in Geräte halten. Aber: Es scheint mir, als ob da doch noch die Aura des sichtbaren Glimmens einen immensen Einfluss hat: Das Auge und die Emotion hört mit!

            Fazit: die HiFi Technik schreitet wie bisher unter Nutzung der Miniaturisierung fort.
            Keine Sorge: Auch der die heutigen Zukunftstechnologien werden Einzug halten, wir merken's blos vielleicht nicht gleich (siehe die "gekaufte Luft").

            Gruss,
            Winfried
            Perception is Reality!

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              #7
              AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

              Hallo Gabi,

              zur Nano-Technologie kann ich nichts sagen.
              Zu den Röhren folgendes:

              Röhren gibt es noch, weil die Miltärs diese Teile noch nutzen. Röhren sind unempfindlich gegen die Feldstärken, die bei Atom-Schlägen auftreten können. Hingegen sind Halbleiter bei solcherlei Feldstärken mit dem Tode bedroht.
              Daher sind Röhren immer noch im Einsatz und werden als notwendige Ersatzteile immer wieder in den unterschiedlichsten Qualitätsklassen hergestellt.
              Manchmal räumen die Militärs ihre Lager, wenn die Röhren eine bestimmte Lagerzeit überschritten haben. Diese Röhren tauchen dann auf dem Bastlermarkt auf. Allerdings werden auch für den Consumer-Sektor Röhren neu hergestellt, hauptsächlich in China.

              Aus meiner Sicht bräuchte man keine Röhren mehr für HiFi. In den relevanten Frequenzbereichen können Transistoren das komplette Spectrum dicke abdecken. Röhren werden ähnlich wie Feldeffekt-Transistoren in Spannungssteuerung betrieben.

              Röhren lassen sich von ihren Arbeitspunkten und Heizungen nicht mit vernünftigen Wirkungsgraden betreiben. Für einigermaßen brauchbaren Wirkungsgrad müssen z.B. Röhren-Endstufen mit Ausgangsübertragern versehen werden, die ihren eigenen mehr oder weniger gewünschten Eigenklang entwickeln.

              Allerdings gibt es Liebhaber dieses Röhren mit Übertrager-Klanges. Es gibt auch Röhrenendstufen ohne Übertrager. Dort allerdings geht der Wirkungsgrad in den einstelligen Prozentbereich.

              Mit Röhren kann man sehr schnelle Schaltungen bauen aufgrund der fast stromfreien Spannungssteuerung. So etwas kommt dann für Vorverstärker oder Ausgangsstufen von Quellgeräten in Frage.

              Wie gesagt. Heute kann man prima ohne Röhren im HiFi auskommen. So lange die Militärs noch Röhren brauchen, werden auch noch welche produziert werden.

              Grüßle vom Charly
              Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
              Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

              Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
              https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

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                #8
                AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

                Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
                Es gibt auch Röhrenendstufen ohne Übertrager. Dort allerdings geht der Wirkungsgrad in den einstelligen Prozentbereich.
                Eine solche OTL-Röhre kann im Sommer in einem normalen 30m2-Wohnzimmer teilweise gar nicht mehr vernünftig betrieben werden, sie heizt einfach zu stark. Im Winter kann man aber mit 2-5 Grad mehr im Zimmer rechnen.

                Gruss

                David
                We are stuck with technology when what we really want is just stuff that works.

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                  #9
                  AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

                  Hallo Amerigo,

                  selbst, wenn man die Heizung unberücksichtigt lässt, ist der Wirkungsgrad einer OTL sehr gering.

                  Allerdings klanglich schon etwas schönes.

                  Grüßle vom Charly
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                    #10
                    AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

                    Hi Charly

                    Und was mich sehr überrascht hat: eine OTL klingt recht hart, auf den Punkt und gar nicht weich, röhrig, schmelzig.

                    Hat mir sehr gefallen! Wenn ich etwas mehr Ahnung von Technik hätte, würde ich mir sowas kaufen. Aber so ist es mir zu heikel.

                    Gruss

                    David
                    We are stuck with technology when what we really want is just stuff that works.

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                      #11
                      AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

                      Hallo Amerigo,

                      das Heikle an der OTL ist, dass man ziemlich leistungsfähige Röhren braucht, um einigermaßen ein bisserl Leistung da heraus zu bekommen. Ich bin aber auch kein Röhrenfachmann.

                      Grüßle vom Charly
                      Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
                      Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

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                      https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

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                        #12
                        AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

                        Zitat von Amerigo Beitrag anzeigen
                        Hi Charly

                        Und was mich sehr überrascht hat: eine OTL klingt recht hart, auf den Punkt und gar nicht weich, röhrig, schmelzig.

                        Hat mir sehr gefallen! Wenn ich etwas mehr Ahnung von Technik hätte, würde ich mir sowas kaufen. Aber so ist es mir zu heikel.

                        Gruss

                        David
                        Hallo David,
                        also dass ein OTL Verstärker hart klingen soll kann ich von diesem hier http://www.einsteinaudio.de/produkte/TheFinalCut60.html nun gar nicht behaupten. Andere OTLs habe ich leider aber auch noch nicht gehört. Ich glaube auch, dass ein Röhrenverstärker, der weich und schmelzig und alles wie in Watte gepackt klingt eine ziemliche Fehlkonstruktion ist.
                        Und @ Charlie: einen guten Wirkungsgrad haben diese Einstein meiner Meinung auch.

                        Viele Grüße,
                        Jochen

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                          #13
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                          Hallo,

                          Wollte mal kundtun das ich heute auch bei SteinMusic war. Der Laden liegt praktisch bei mir um die Ecke, darum weiss ich eigentlich nicht warum michs nicht schon früher dahin verschlagen hat...

                          Seine Werkstatt würde ich mal für einen Hifi Händler als eindrucksvoll beschreiben. Also gute Vorraussetzungen um den Herrn Stein mal auszuquetschen was seiner Ansicht nach die optimalen Röhren für meine neue Octave HP300 sind........

                          Auch hat er mir ein mir eine völlig unbekannte Version einer E88CC gezeigt bei der nicht die beiden Trioden wie üblich in einem Gehäuse vereint sind sondern wo jede ihren eigenen Kolben hat aber beide auf dem selben Sockel. Ziemlich abgefahren............

                          So schaut das aus:



                          Quelle: www.steinmusic.de

                          Wir sind dann so verblieben das ich mir drei Röhren in Ruhe zu Gemüte führen kann. Das liess ich mir natürlich nicht zweimal sagen und so läuft sich gerade eine JAN Philips ECC82 warm............ und es scheinen sich bereits jetzt Unterschiede zur Originalbestückung rauszuschälen.

                          Der Laden ist auch in anderer Hinsicht ein Volltreffer... Holger Stein hat schon einige Octave Geräte getunt und da tun sich gerade in Anbetracht des doch relativ leeren rechten Teils der HP300 noch etliche Optionen auf.................

                          Nicht das ich mit der HP300 bereits unzufrieden wäre, keine Spur davon, aber das Röhrenfieber hat mich doch ziemlich angesteckt. feif:

                          Naja, immer noch besser als die Schweinegrippe. :grinser:


                          Viele Grüsse rost:
                          Stefan
                          Zuletzt geändert von Stefan; 10.08.2009, 20:10.
                          ´Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Aussergewöhnliche ihren Wert.´ - Oscar Wilde

                          ´Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie´ - Ludwig van Beethoven

                          http://www.livesound-at-home.de

                          Genießt Musik in der Stadt am Fluß... Mülheim/Ruhr:zwink:

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                            #14
                            AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

                            Hallo Stefan,

                            Holger Stein ist eine gute Adresse. Nicht nur bei Röhrenfragen. Ich kenn ihn aus eigener Erfahrung. Ein weiterer Röhrenexperte ist Rainer Röder in Bonn, Adolphstrasse. Der hat, was Röhren anbelangt, wohl den besten Durchblick.:zustimm: Keiner testet Röhren aus wie er und matched sie. Irrer Aufwand, aber dafür bekommst du fein selektierte, je nach Klanggusto optimierte Röhren.

                            Gruß
                            Franz

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                              #15
                              AW: Miniaturisierung bei Röhrentechnik

                              Rolf, hast du schon mal gesehen, wie er Röhren selektiert und matched? Kennst du seine Methoden, seine Messapparaturen? Ich schon. Er hat seinen Preis, okay, wirkt auf einige auch verschroben, auch okay - aber nur wenige haben sowohl sein Wissen als auch seine Fertigkeiten im Umgang mit Röhren. Daß es auch andere Röhrenkenner gibt, ist Fakt. Röder ist - Achtung: subjektive Meinung auf Grund gemachter Erfahrungen mit ihm und seinen Geräten - für mich eine erste Adresse, wenn es um Röhren geht.

                              Gruß
                              Franz
                              Zuletzt geändert von Franz; 10.08.2009, 23:00.

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