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Der FAIRE Blindtest-Universal-Tread, Schwerpunkt Suggestion

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    Wer im Internet unterwegs ist und vor allem in diesem Fazzebuck, der wird zu JEDER (!!!) Meinung IMMER irgendwo einen Fürsprecher oder einen Gegner finden.
    Schreib 20x, dass Grün eigentlich Rot ist, begründe es halbwegs nachvollziehbar, es wird Dir irgend wann irgendwer recht geben
    Leider wird das Halbwissen im Netz immer schlimmer.
    Gruß
    Guido
    ...mehr Senf...

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      Zitat von Killkill Beitrag anzeigen
      Hallo Wolfgang,

      ich bin im Gespräch mit dem Redakteur einer großen Hifi-Zeitschrift, die haben Interesse daran, einen Blindtest nach diesem Format (Kollektivblindtest) eventuell mit redaktioneller Begleitung bei einem Händler in NRW durchzuführen, um die unseelige Diskussion dazu zu beenden. Wenn Du Interese hast, dich dazu mal ausztutsauschen, schicke mir doch mal eine PM.
      Morgen Killkill,
      danke für das Angebot..., aber nein danke... Alles was ich dazu zu sagen (resp. zu schreiben) habe, das habe ich gesagt. Die Vorstellung davon, mit einem groß angelegten Blindtest die Diskussion beenden zu können, ist m.E. abwegig. Die Gründe dafür habe ich auf meiner Seite ausführlich genannt.

      Viele Grüße: Wolfgang
      ________________
      www.qas-audio.de

      Kommentar



        Hallo zusammen

        Letzte Woche diskutierten wir auch wieder einmal über eine Frage passend zum Thema.

        Vor ganz vielen Jahren, als unsere Anlagen noch einfach hingestellt waren, Komponenten aufgrund von Test-Zeitungen oder Optik gekauft wurden,
        hatten wir uns von Händlern verschiedene CD-Spieler ausgeliehen, auch deutlich teurere, in der großen Erwartung neuer Klangwelten.
        Nicht nur alleine verglichen, selbst mit mehreren, hörte niemand einen Unterschied. Was uns schwer irritierte.
        Der gleiche Test heute wären "Welten".
        Ein anderes Beispiel:
        Damalig hätten/haben wir uns gefreut, das ein beigestellter Sub endlich mehr Bass macht.
        Heute drehen sich die Fußnägel um, wenn damit selbst der kleinste Timing-Fehler die Harmonie zerstört.

        Einen klaren Grund konnten wir nicht finden, nur spekulieren:
        - Auch hören will gelernt sein, sprich Übung macht den Meister
        - Die Anlage und/oder der Raum gab es einfach noch nicht her ( Im Mumpf hört man gar nichts, zu viel Raumhall, tonal stark unstimmig)

        So hätte eine 10 Mann Gruppe "damals" im Blindtest einhellig auf Einbildung geendet, mit Fortgeschrittenen eher im Gegenteil.

        So glaube ich, je kleiner die erhörten Unterschiede, umso mehr Erfahrung, aber auch umso mehr ausgewogene Anlagen, dafür nötig sind.
        Und selbst dann ist der eine Hörer sensibler, der andere etwas grob-motorischer. Der nächste sensibel im Bassbereich, ein weiterer nur im Hochton.

        Man liest im Forum immer wieder: Habe mir aufgrund von Berichten oder Tips auch XZ zugelegt, und kann alles geschriebene nur bestätigen.
        Ich tu mich wirklich schwer, eher sperre ich mich davor, diesen Menschen Halluzination anzudichten. Im Zweifel bliebe allerdings auch die
        Möglichkeit, genau diesen zu besuchen, und es mal vor Ort selbst beurteilen. Vielleicht noch mit der eigenen Frau, ob diese zum gleichen
        Ergebnis kommt. Frauen kommen mir da unvoreingenommener vor, und urteilen gern emotional, was bei Klangunterschieden sogar hilfreich sein kann.

        Mit Schrecken erinnere ich mich daran, als ich im Forum mal darauf eingegangen bin, alle Cinch klängen gleich. So kam der gute Mann
        vorbei, mit Frankenstein-Cinch, und hörten gegen ein hochwertiges. Mein Vorschlag: Wir hören in beide kurz rein, um die "angebliche" Differenz
        zu erfassen, dann geh ich raus, er steckt das Kabel seiner Wahl, ich komme wieder rein, und "erhöre", welches der beiden angeschlossen ist.
        So weit kamen wir nichtmal. Beim ersten Tausch sagte selbst er: Hmm, das eine ist viel sauberer im Bass, es wirkt räumlicher.
        Sag ich so: Dann wären wir ja schon fertig. Und Er: Aber kann ja gar nicht, also bilde ich mir das nur ein. Sehr witzig......
        Seitdem hab ich ehrlich gesagt keine Lust mehr auf son Schrott.

        Der Verlauf dieser Blindtest-Fragen zeigt immer öfter auch auf, das, man verzeih mir die Umschreibung, Holzohren beweisen wollen, das sie selbst nichts hören.
        Ausnahmen bestätigen die Regel.

        Gruß
        Stephan


        Zuletzt geändert von SolidCore; 21.02.2022, 11:33.
        Linn G-Hub by Gert Volk / DAC Meitner MA-1 / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX

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          SolidCore

          es wird wie bei allen menschlichen Fähigkeiten sicher auch in diesem Bereich echte Naturtalente geben, aber wir übrigen müssen auch diese Art des bewertenden Hörens auch erst einmal lernen. Hinzu kommt, dass niemand von Natur aus wissen kann, welche Klangqualität bei einer Reproduktion überhaupt als Maximum möglich ist und wahrscheinlich sind wir uns auch in der Beurteilung/Akzeptanz nicht einig.

          Bedeutet im Umkehrschluß allerdings zwangsläufig, dass man jede Menge Fehler machen kann, wahrscheinlich auch machen muss.

          @Killkill,

          neben den grundsätzlichen Entscheidung, ob man auf "unterschiedlich ja/nein" oder "besser als" oder qualitativ auf eine gleiche Beschreibung des Klangs testen will, stellt sich bei den ersten beiden Varianten die Frage, womit man zu Auswertungszwecken die Testresultate vergleichen sollte.
          Der klassische Weg (eben innerhalb des besagten NHST-Rituals) nimmt man als Nullhypothese ein Rateszenario und berechnet/vergleicht die Antwortwahrscheinlichkeiten unter der Annahme, die Nullhypothese sei wahr.

          Eine interessante Variante wählte Olaf Sturm in seinem Kabelhörvergeich (Doppelblindtest im Rahmen der High-End-Mess 2001), indem er verschiedene Musikstücke über zwei gleiche CD-Spielermodelle, aber jeweils mit verschiedenen Kabeln mit der Vorstufe verbunden, zuspielen ließ und die Hörer bat, zu beurteilen, welche Variante ihnen besser gefiel.
          Als Kontrolle ließ er eines der Musikstücke zweimal hintereinander über die gleiche Kombination abspielen ließ und dann die Ergebnisse der anderen Musikstücke mit dieser Kontrolle verglich. Leider gab es in der Arbeit keine statistische Auswertung.

          Ich weiß nicht, wie damals Sturm auf diese Idee kam, aber es gab (auf gänzlich anderem Gebiet, Marktforschung eines Tabakkonzerns ~1980) die erste derartige Versuchsreihe, die auf diese Weise eine sog. Identitätsnorm ermittelte und in der weiteren statistischen Auswertung die übrigen Ergebnisse im Vergleich zu dieser Identitätsnorm auf Signifikanz prüft.
          Aufgegriffen wurde das Verfahren ~2012-2014 in verschiedenen Publikationen, sodaß eins solide Grundlage vorhanden ist.
          Nachteil ist, dass man einen größeren Stichprobenumfang benötigt. Sturm machte damals zwei Durchgänge, im ersten nahmen 70, im zweiten 42 Messebesucher teil. Insbesondere für den zweiten Durchgang war die Teilnehmerzahl aus statistischer Sicht für dieses Verfahren schon ein bisschen klein.

          Nachtrag: Das Sturmsche Experiment ist, neben der Wiederaufnahme (oder Selbstentwicklung) der guten Idee mit der Identitätsnorm, auch ein gutes Beispiel für Fallstricke, die man als Experimentator sich selbst einbauen kann, wenn man zu viele Möglichkeiten einbaut - in diesem Fall war es sicher eine Hypothesenüberfrachtung, sowie die Verwässerung des eigentlich als weitere Kontrolle gedachten zweiten Durchlaufs.
          Zuletzt geändert von jakob; 22.02.2022, 11:56.
          Gewerblicher Teilnehmer;
          Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Audiotechnik u.a.

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