Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Kryogene Behandlung von Kabeln

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Kryogene Behandlung von Kabeln

    Guten Abend,

    nach dem ich mich in den letzten Monaten intensiv mit meinem anderen großen Hobby beschäftigt habe, steht nun wieder das Musikhören und die dazu zusammengestellte Anlage im Vordergrund. Im Rahmen dessen bin ich auf die Firma CoolTech in Tirol gestoßen, welche Tieftemperatur (Kryogene)-Behandlung für Industrieprodukte, Musikinstrumente und Audiokabel durchführt.

    Nicht nur CoolTech behauptet, dass sich durch das Kryogenisieren die Eigenschaften der Kabel so verändern, dass ein besserer Klang erzielt wird. Auch Jürg Vogt von Vovox sagt, dass er zweifelsfrei an seinem Spitzenprodukt eine Verbesserung hört, die Ursachen ihm aber nicht klar sind.

    Auch andere Kabelhersteller geben an, an ihren Kabeln eine Kryogene Behandlung durchzuführen.

    Nun ist mir geläufig, dass in gehärteten Werkstücken durch eine Tieftemperaturbehandlung Restaustenit in Martensit umgewandelt wird und damit ein besseres Verschleißverhalten von z.B. Bohrern erzielt wird.

    Der Vorgang, der in Kupfer- und Silberkabeln zu Veränderungen in der Mikrostruktur und der damit einhergehenden Klangverbesserung führt, muss aber ein anderer sein. Restaustenit und Martensit gibt es bei diesen Metallen nicht.

    Die Erklärung auf der Seite von Improved Sound überzeugt mich, nett ausgedrückt, nicht. Bei dem linken Gefüge handelt es sich um eine typische Erstarrungsstruktur mit Stengelkristallen und Grobkornzone, die so in keinem Kabel vorliegt. Das rechte Bild zeigt offensichtlich ein feinkörniges Gefüge, welches wegen der viele Korngrenzen eher schlecht für ein Kabel geeignet ist. Und das man durch eine Kryogene Behandlung eine Gußstruktur in ein feinkörniges Gefüge umwandeln kann glaube ich nicht.

    Auch CoolTech sagt, dass die Vorgänge bei Kryogener Behandlung von Audiokabel noch nicht letztendlich klar sind. Man arbeitet deshalb mit der TU Dresden und dem Fraunhofer Institut zusammen.

    Hat jemand aus dem Forum an Audiokabeln schon eine Kryogene Behandlung durchführen lassen?

    Und wenn ja: wie war das Ergebnis?

    Allerdings scheint auch die Temperatur-/Zeitführung über die Qualität zu entscheiden.

    Ich werde vor dem Hintergrund des überschaubaren Preises in den nächsten Monaten mein NF-Kabel behandeln lassen. Das wird aber noch etwas dauern, da ich nur über ein passendes Exemplar (XLR auf RCA) verfügen.

    Viele Grüße

    Gert

    #2
    Hallo Gert,
    guck mal bei der Firma Jena Labs aus den USA da gibt es ebenfalls Kabel die eine Kryogene Behandlung bekommen.

    gruß Harald ä

    Kommentar


      #3
      Hallo Harald,

      vielen Dank für den Hinweis. Jena Labs ist offensichtlich von der kryogenen Behandlung überzeugt.

      Ich werde mein NF-Kabel wahrscheinlich im neuen Jahr behandeln lassen. Ein direkter Vergleich ist dann leider nicht möglich und das Risiko der Einbildung ist nicht ausgeschlossen. Aber ich bin einfach neugierig.

      Viele Grüße

      Gert

      Kommentar


        #4
        Hallo Gert,

        Ich hatte seinerzeit, liegt schon 10 Jahre zurück, mit Kryogen-Kabel hantiert. Aber nicht in der Form der Behandlung besessener Kabel sondern direkt bei Jena Labs in USA geordert. Es ging damals zum einen um ein Anschlusskabel für meinen KH LCD2 (Rev. 1) von Audeze und zum anderen um ein NF-Kabel, welches meinen Röhren-KHV Liquid Fire von Cavalli Audio mit dem CDP-Signal versorgte.

        Die Order erfolgte nach Recherche meinerseits bezüglich Kryogen-Behandlung und nach reichlichem Austausch mit der Chefin bei Jena Labs.

        Was soll ich sagen? Hatte sich vollumfänglich klanglich rentiert, ohne jetzt auf alle relevanten Steigerungen gezielt einzugehen. Ich brauche nur an die fantastische Kopf freie Bühne zu denken, die der LCD 2 an den Tag legte. Aber, ich kann hier nur eine entsprechende Aussage tätigen in Richtung der erwähnten Geräte-Konstellation. Das hatte es auf jeden Fall in sich. Jena Labs war leider preislich kein Schnäppchen - wenn man sich dort kabelseitig oben bedient, kann man schnell arm werden.

        Meine beiden Kabel, NF und KH-Strippe hielten sich preislich noch halbwegs in Grenzen.

        Ich kann nun natürlich nichts dazu sagen, wie das am Ende klanglich ausfällt für dich, wenn du ein Kabel behandeln lässt, ich kann hier lediglich für Jena Labs sprechen, aber gehe es einfach an und dann bist du schlauer.

        Gruß,
        Otwin

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05648a.jpg Ansichten: 0 Größe: 824,4 KB ID: 629097

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DSC05336a.jpg Ansichten: 0 Größe: 901,0 KB ID: 629096

        Kommentar

        Lädt...
        X