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Aktivierung von bestehenden Passivboxen

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    Aktivierung von bestehenden Passivboxen



    Hallo Leutz,

    jegliche passive Lautsprecherboxen kann man auch aktivieren und somit die negativen parasitären Einflüsse der passiven Frequenzweichen eliminieren.

    Negative Einflüsse sind z.B. Rückwirkungen der Frequenzweichenzweige untereinander, magnetische Kopplungen der Spulen, Hochstromuntauglichkeit verbauter Kapazitäten, Unwirksamkeit der Dämpfungseigenschaften der Endstufen usw.

    Walter Fuchs von SAC hat ein Aktivierungsmodul entwickelt, mit dem man nachträglich Lautsprecherboxen aktivieren kann. Es ist kein Universalmodul, sondern muss in seinen beeinflussenden Eigenschaften jeweils an die Speaker angepasst werden.
    Für die Selbstbaubox Duetta liegt schon eine Abstimmung vor.

    Quelle:

    http://www.sac.de/sac/start_frame.php?Pfad=2_25&BL=3

    Grüßle vom Charly
    Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
    Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

    Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

    #2
    AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

    Ja liebe open ender!

    hier ist ja noch nicht viell los...

    Aber Charly hat zumindest für die Idee bestehende passive LS auf Aktivbetrieb umzurüsten ein Forum geschaffen. Dafür gebührt ein verbindliches Dankeschön!
    Ich empfinde Aktivierung als eine um Grössenordnungen befriedigendere und effektivere Tuningmassnahme als Kabel oder DA Wandler durchzuprobieren und da viel Geld zu versenken.

    Solch ein Projekt fängt man mbMn am besten mit LS an, die einem schon gefallen, von denen man aber glaubt, dass sie noch nicht ihr ganzes Potenzial entfalten... Aber mehr falls Interesse besteht.

    Ich stelle gerne mein B&W Nautilus 804 Aktivierungsprojekt vor, das ich vor 2 Jahren schon realisiert habe und nach den sehr guten Erfahrungen, die ich gemacht habe, bald noch Richtung "zeitrichtig" optimieren will.

    Lasst von Euch hören und ich berichte.

    Gruss,
    Winfried
    Perception is Reality!

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      #3
      AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

      Hallo Winfried,

      aller Anfang ist schwer. Wir sind nicht auf der Suche nach vielen Beiträgen und vielen Usern, sondern nach guten Beiträgen.

      Dein Projekt interessiert uns sehr. An deinen Erfahrungen möchten wir gerne teilhaben, zumal es sich auch um eine prominente Box handelt.

      Grüßle vom Charly
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        #4
        AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

        Die Unterlagen die ich während der aktivierung meiner B&W 703 letztes Jahr zusammen gesamelt habe könnte ich eigentlich auch in eine brauchbare Form bringen. Meine erfahrungen damit sind auch sehr gut.

        MfG Christoph

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          #5
          AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

          Hallo Christoph,

          an deine Aktivierung der B&W hatte ich auch schon gedacht. Interessiert bestimmt viele User.

          Grüßle vom Charly
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            #6
            AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

            Oooops! Mit so schneller Reaktion hatte ich jetzt gar nicht gerechnet.
            Aber OK! Wie gesagt, ich berichte gerne.

            Ich bin jetzt ein bisschen unsicher, wie weit ich gleich ins Detail gehen soll, also gebe ich erstmal einen Überblick, was ich so gemacht habe und dann eine etwas eingehendere Beschreibung, vielleicht weckt das ja Interesse, das auch zu probieren. Insgesamt wird's aber LANG, denn die Sache ist so trivial, wie ein paar Pucks unter die Geräte zu stellen oder mal paar neue Kabel zu testen...

            Mein Hintergrund:
            Ich bin (ursprünglich) Elektronik Ing., darum mit Technik und physikalischen Gegebenheiten vertraut. In den 70er Jahren habe ich mehrere Lautsprecher Eigenbauprojekte realisiert. In den 80ern die BM3 mit Linkwitzweichen und Allpass nachgerüstet.
            Ich bin Aktivboxen-Verfechter und Elektroniker aber kein Möbelschreiner, und kam so auf die Aktivierung meiner N804. Ein Selbst-Neubau kommt für mich (auch wegen WAF) nicht in Frage.

            Ziel des Projektes:
            Eigentlich wollte ich nur "in Schritten experimentieren":
            1. Was bringt Bi-Wiring
            2. Was bringt Bi-Amping mit passiver Weiche
            3. Was bringt Halb-Aktivierung (Tief- zu Mittel-Hochton Trennung
            4. Was bringt Voll-Aktivierung mit Originalweichencharakteristik
            5. Was bringt Voll-Aktivierung mit Frequenzgangbegradigung
            6. Was bringt Voll-Aktivierung mit verschiedenen Filterabstimmungen
            7. Was bringt Voll-Aktivierung mit Frequenz- und Phasengangoptimierung

            Ich bin inzwischen bei Punkt 6 angekommen, komme aus zeitlichen Gründen aber nur sehr langsam weiter, besonders die Messtechnik will ich verbessern (damit der Ing. in mir befriedigt ist und
            versteht was passiert und warum).

            Kurz zu meiner Anlage:
            Plattenspieler: SP-10 II mit EPA-500 auf SH-10B3 Zarge
            Phono: Lehmann Black-Cube
            Verstärker: Accuphase E307 (als VV, Kabel zu Endstufen ca. 6m)
            Tuner: B261
            CD: CDP-XA555ES
            MD: MDS-JA555ES
            Weiche: Sony SRP-F300, Alto Maxidrive 3.4
            Endstufen: Vincent SP-996 (stehen gleich bei den LS, Kabel kurz)
            Lautsprecher: B&W nautilus 804 (ohne S)

            Die bisherigen Ergebnisse der einzelnen Schritte:
            1. Um es vorsichtig auszudrücken: Bi-Wiring brachte SEHR wenig, zumindest habe ich kaum etwas signifikant beschreibbares wahrgenommen. Eine Diskussion über diesen Punkt möchte ich vermeiden
            2. Bi-Amping mit passiver Weiche brachte ein bisschen mehr Basskontrolle und etwas klarere Mitten. Das Ergebnis wäre für mich aber kein Grund in Endstufen zu investieren. Eine Diskussion über diesen Punkt möchte ich vermeiden.
            3. Halb-Aktivierung war der bisher grösste Erfolg. Die Auflösung und Feinzeichnung in Tiefen bis Mitten nahm nachvollziehbar zu, die Impulse kamen viel "knackiger", mit dem effekt einer signifikant verbesserten Räumlichkeit und Ortungsschärfe. Tonal war praktisch kein Unterschied, hätte ich auch nicht erwartet...
            4. Voll-Aktivierung war das "Sahnehäubchen". klarere und durchgezeichnetere Höhen, die Räumlichkeit und Ortungsschärfe sowie Impulswiedergabe nochmals etwas gesteigert.
            5. Durch ATB-PC Pro am Hörplatz ermittelter Frequenzgang wurde durch vorsichtigen Einsatz parametrischer Filter im Mittelton und Hochtonbereich etwas begradigt, wodurch sich der tonale Charakter (meiner Empfindung nach!!) zu mehr Ausgeglichenheit hin veränderte, die Wärme wich etwas der Natürlichkeit, Stimmen kamen etwas zurückhaltender.
            6. und 7. sind noch zu machen und verändern wahrscheinlich die Ergebnisse Punkte 3-5 nochmals. Ob ich alles dann so lasse oder vielleicht die eine oder andere Einstellung verändere oder weglasse wird man dann sehen, denn mehr "verbiegen" heisst nicht unbedingt verbessern. Aber ich will hald sehen was noch etwas bringt und was nicht.

            Das praktische Vorgehen:

            1. Versuche mit QED Lautsprecher Flachkabeln und Bananas bzw. am LS Terminal gebrückten Anschlüssen. Angeschlossen an E-307 Endstufe oder SP-996.

            2. Versuche mit Ca. 70 cm langen 4mm2 LS Litzen vom LS Terminal jeweils an SP-996, 6m lange Cinch Kabel von VV Ausgang E-307, Y-Adapter vor Endstufen.

            3. Jetzt geht's ans "Eingemachte":
            - Ausbau der beiden Tieftöner (nur aus Box 1!!!), Ausbau der TT-Weiche, Direktanschluss beider TT an das TT Terminal, natürlich ohne Weiche.
            - Ausbau der MT-Weiche (etwas kniffelig wegen der räumlichen Enge und der soliden Befesigung der Platine im Gehäuse), Überbrücken bzw. Unterbrechen der "störenden" Spulen und Kondensatoren.
            - Wiedereinbau der MT Weiche.
            - Wiedereinbau der TT. Kniffelig wegen der Dichtungsringe (LS muss dabei liegen und wegen des runden Gehäuses stabilisiert werden, aber im Endeffekt gut machbar wegen der verwendeten Gewinde-Inbusschrauben.
            - Analyse der von den Platinen abgelesenen Weichenschaltung und Programmierung der digitalen Frequenzweiche als Zweiwegesystem mit 350 Hz Übergang, inkl. Pegelvoreinstellung der Zweige.
            - Anschluss Weiche an VV und Endstufen, dann Hörtest in Mono Box 1 gegen unmodifizierte Box 2. Erster Eindruck: Phuuh! Die Dinger gehen noch und nix ist falsch! Tonalität unverändert, aber klarere, differenziertere Wiedergabe.
            - Also, weiter: Box 2 modifiziert wie Box 1. Dauert nicht mehr 2,5 Stunden, sondern nur 1 Stunde weil ich nichts "neues" und keine "hinderlichen Überraschungen" mehr finde, dann Anschluss an die
            Weiche.
            - Neuer, jetzt Stereo Hörversuch, wunderbare Aüflösung im Mittel/Hochtonbereich. Noch ein bisschen Balanceabgleich (mit Pegelmessen), dann kommt schon die präzisere Ortbarkeit und anspringendere Impulswiedergabe zum Vorschein.
            - So habe ich wochenlang Musik gehört, auch mit verschiedenen Weichencharakteristiken "gespielt". Über den Vollaktivierungsschritt war ja noch nicht entschieden und ich hatte die zwei "Hochtonendstufen" auch noch nicht bestellt. Geblieben bin ich ausgerechnet bei 350 Hz 24 dB
            Linkwitzfiltern, das gab irgendwie das angenehmste Klangbild.

            4. Irgendwann wollte ich's dann doch wissen! Den günstigen Preis für die SP-996 gab's noch, jetzt schnell, bevor sie teurer werden (die Popularität dieser Dinger stieg gerade...).
            - Also: beide TT wieder ausbauen, unter "fast Brechen der Finger" MT und HT Weiche ausbauen und Kabel ablöten (Mensch sind die Kabel kurz !! Ob ich das je wieder reingebaut kriege, falls nötig...??).
            - Nächste Herausforderung: Das Terminal hat 4 Banana-Anschlüsse, ich muss mit 6 Leitungen zu den LS... Also, wie geht dieses verdammte Terminal ab? Aha! Unter dem Seriennummernschild ist eine Arretierungsschraube. OK, Terminal raus, Kabel ablöten, Die soliden Buchsen ausbauen (das war NICHT wirklich einfach!). Die 3 Stk. 2x4 mm2 LS Leitungen durch die jetzt freien Buchsenlöcher im Terminalträger
            gesteckt, diese mit Dichtmasse abgedichtet. Die originalen internen LS Kabel habe ich als Zugdraht für die neuen Leitungen benutzt (und natürlich aufbewahrt), denn die berühmte "B&W Matrix" ist ja im Wege. Jetzt Kabel richtig an die Chassis anschliessen, Dämmaterial wieder zurück an die richtigen Stellen, Terminal befestigen, TT wieder vorsichtig (am auf Rücken liegenden LS) einbauen. Fertig. Nach ein paar Stunden! Box 2 ging wieder etwas schneller.
            - LS wieder am gewohnten Hörplatz aufstellen, Endstufen anschliessen, Weiche nach Schaltungsanalyse programmieren, in Kette einschleifen, dann erster Hörtest: Mitten und Höhen eigentlich wie bei Halbaktiv... Hä? Die Tiefen sind gut, vielleicht ein bisschen zurückhaltend... Na ja hören wir erstmal weiter. Ein Freund HiFi Freak kommt zu Besuch, wir hören zusammen und sind auch zusammen sagen wir "begeistert", er hat Aufnahmen mitgebracht, die er sehr gut kennt. mit der Zeit finden wir, dass die Durchzeichnung und Ortungsschärfe nochmals zugenommen hat, mehr Live Charakter bei entsprechenden Aufnahmen! Irgendwie ist der Bass etwas zurückhaltend... Nächsten Tag merke ich: Die Bässe der linken Box machen fühlbar Hübe, aber wenig Pegel. Auuuu, Ach Du Sch... Ein TT der Box2 ist verpolt! Also wieder Chassis rausgebaut, Kabel umgesteckt (siehe da, ich war nicht dem auf dem Chassis deutlich von mir dokumentierten Anschluss/Farb Schema gefolgt...), Box vosichtig hinlegen, die TT Chassis vorsichtig wieder einbauen, Box wieder aufstellen, anschliessen... Ah! Da ist er wieder! Konturiert und kontrolliert! Ich habe dem Bass mit einer moderaten Anhebung unter 80 Hz noch etwas mehr Druck verleihen können, unter 25 Hertz schneide ich mit 24 dB Besselfilter ab.

            5. und 6. stehen an, aber beruflich bin ich zur Zeit verhindert schnell Fortschritte zu machen. Ich will erstmal sehen, wie ich das Messen von Frequenz-/Phasengang und Impulsantwort hinbekommen kann. Meine Sony-Weiche kann in 3.5 mm Inkrementen Chassiversatz kompensieren und 5 Grad-weise Phase schieben. Die Chassis sind bei der N804 zwar schon versetzt angeordnet um die akustischen Zentren anzugleichen, aber ich will mal sehen wie weit ich bei einem 3-Weg System den Phasengang linearisiert bekomme und wie sich das dann gegen z.B. die ursprüngliche Weichenkonfiguration anhört (die Weiche speichert -zig set-ups).

            Was ist aus den originalen Weiche geworden? Nun, ich bahe sie fein säuberlich auf 22 mm Speeholzbretter montiert, mit den originalen Kabeln wieder verdrahtet und Ein- wie Ausgänge auf Bananenbuchsen gelötet. Jetzt kann ich jetzt durch Umstecken der LS Anschlüsse von den Endstufen in kurzer Zeit von Voll-Aktiv auf Voll-Passiv umstellen. Ich mach das aber fast nie, weil mir Voll-Aktiv an besten gefällt!

            So, das war die Hauptarbeit, leicht vereinfacht dargestellt, trotzdem ist der Artikel doch recht lang geworden, aber hoffentlich nicht langweilig. Es gibt sicher ein Fülle weitere Details, die ich auf Fragen gerne teile. Auch über die Optimierung mit Umprogrammieren der Frequenzweiche, Mssungen, die ich gemacht habe usw. berichte ich gerne mehr, falls gewünscht.

            Falls sich jetzt jemand an die Aktivierung seiner Boxen machen möchte, kann ich das nur empfehlen: ABER BITTE mit mir Kontakt aufnehmen, über's Forum, PN oder eMail.

            Übrigens: Wenn's hier auch vielleicht nicht so den Anschein hat ... verbringe ich mehr Zeit mit Musik hören als mit Basteln!

            Beste Grüsse,
            Winfried
            Perception is Reality!

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              #7
              AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

              Hallo Winfried,

              schöner Bericht.

              Kannst du uns vielleicht ein bisserl was zu deiner Weiche erzählen. Darüberhinaus interessiert mich, wie sich die Anbindung der Mittel- und Hochtöner gestaltet hat.
              Hast du dort jeweils einen Serienwiderstand im Signalweg oder fährst du die Lautsprecher direkt an?

              Wie hast du denn die endgültigen Trennfrequenzen und Charakteristiken für die Aktivierung gefunden?

              Ich hoffe, ich habe jetzt nicht nur etwas überlesen.

              Grüßle vom Charly
              Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
              Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

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                #8
                AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

                Schöner Beitrag. Klingt ja klasse.

                Aber meine Vertigo aktivieren?

                Wenn da nur nicht dieser fette vierteilige Amp aus Herborn wäre, in dem ja wohl auch ein wenig von Charlys Gerhirnschmalz steckt!

                Gruß!

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                  #9
                  AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

                  Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
                  Kannst du uns vielleicht ein bisserl was zu deiner Weiche erzählen.
                  Die Sony SRP-F300 ist eine digitale IIR Frequenzweiche mit digital und Analogeingängen und 24 Bit/96kHz DA Wandlern. Für 2x 3-Wege ausgelegt und mit dem PC steuer- u. programmierbar. Verschiedene parametrische Filter (Equalizer, Klangregler, Notch usw.) und Frequenzweichen Charakteristika (6...24 dB/Okt, Bessel/Butterworth/Linkwitz) können für jeden Kanal und jeden Weg separat eingestellt werden.

                  Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
                  Darüberhinaus interessiert mich, wie sich die Anbindung der Mittel- und Hochtöner gestaltet hat. Hast du dort jeweils einen Serienwiderstand im Signalweg oder fährst du die Lautsprecher direkt an?
                  Nein, die Pegel sind Teil des Frequenzweiche Set-Up und in 0,5 dB Schritten stellbar. Die Pegel habe ich aus den passiven Frequenzweichenbauteilen (Spulenwiderstände, LS Impedanz, Widerstände) berechnet. Die Schaltung der Frequenzweiche war ja leicht zu ermitteln, die Werte konnte ich mir Multimeter messen.

                  Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
                  Wie hast du denn die endgültigen Trennfrequenzen und Charakteristiken für die Aktivierung gefunden?
                  Indem ich die vom Hersteller genommen habe. Auch die Ausgangskonfiguration war ja ausgehend von der Originalweiche mit 350 Hz 18 dB Tiefpass für TT, 350 Hz 12 dB Hochpass & 4000 Hz 12 dB Tiefpass für Mitteltöner, 4000 Hz 12 dB Hochpass für Hochtöner.

                  Ich habe die Frequenzen bisher nicht hin und her geschoben, erst will ich meine Messtechnik richtig hinkriegen, damit ich die Effekte zuverlässig messen kann. Aber ich habe, wie gesagt, etwas gehörmässig experimentiert und bin bei 24 dB Linkwitz ohne Nutzung des digitalen Delay hängengeblieben. Ob das wirklich optimal ist muss erst noch herausfinden, aber es hört sich bisher gut an.

                  Gruss,
                  Winfried
                  Perception is Reality!

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                    #10
                    AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

                    Ich fahre auch 24db Linkwith ohne Delay allerdings voll Analog. Ich bin mit der Trennfrequnez des Hochtöners von 4k auf 2.8k runter gegangen da der hochtöner durch die steilere Trennung sowieso weniger belastet wird.

                    MfG Christoph

                    Kommentar


                      #11
                      AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

                      Zitat von Hifi_Addicted Beitrag anzeigen
                      Ich fahre auch 24db Linkwith ohne Delay allerdings voll Analog. Ich bin mit der Trennfrequnez des Hochtöners von 4k auf 2.8k runter gegangen da der hochtöner durch die steilere Trennung sowieso weniger belastet wird.
                      MfG Christoph
                      Interessant. Ich habe mit das auch schon überlegt, wollte aber nicht so nahe an die Resonanzfrequenz des Hochtöners und eigntlich erstmal zuverlässig messen ob sich der HT unterhalb 4 kHz linear verhält (was ich aber noch nicht wirklich geschafft habe).
                      Hast Du da mehr Info?

                      Und: Welche klanglichen Auswirkungen hatte das denn?

                      Gruss,
                      Winfried
                      Perception is Reality!

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                        #12
                        AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

                        Ich hab mal eine Frage als technischer Laie zu den nachträglichen Aktivierungen eines Lautsprechers, der vorher passiv betrieben wurde: Wie simuliert ihr denn das Ergebnis dessen, was nachher rauskommen soll? Nicht, daß ich gegen eine nachträgliche Aktivierung wäre - bin selber Aktivhörer - aber der Lautsprecher und seine Bauteile ist doch für den passiven Betrieb optimiert. Wenn also nachträglich aktiviert wird, dann ändern sich doch bestimmte Kenngrößen. Muß das nicht irgendwie simuluert werden, damit man genau weiß, was man wie hinbekommt?

                        Entschuldigt bitte meine laienhafte Frage, aber so einfach stele ich mir eine nachträgliche Aktivierung eines vorher passiven Systems nicht vor.
                        Vielleicht könnt ihr ja mal auf einfache Art und Weise erklären, worauf man da besonders achten muß und wie man das so hinbekommt, daß es wirklich überzeugend besser aufspielt - denn das soll ja das Ziel sein.

                        Warum ich das frage? Nun, ich hab mir schon so einige nachträgliche Aktierungen so angehört, und das klangliche Ergebnis war nicht immer besser als vorher.

                        Gruß
                        Franz

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                          #13
                          AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

                          Zitat von Franz Beitrag anzeigen
                          Ich hab mal eine Frage als technischer Laie zu den nachträglichen Aktivierungen eines Lautsprechers, der vorher passiv betrieben wurde: Wie simuliert ihr denn das Ergebnis dessen, was nachher rauskommen soll? Nicht, daß ich gegen eine nachträgliche Aktivierung wäre - bin selber Aktivhörer - aber der Lautsprecher und seine Bauteile ist doch für den passiven Betrieb optimiert. Wenn also nachträglich aktiviert wird, dann ändern sich doch bestimmte Kenngrößen. Muß das nicht irgendwie simuluert werden, damit man genau weiß, was man wie hinbekommt?
                          Also: beim ersten Schritt der Aktivierung (zumindest wie ich's gemacht habe) nimmt man die gleiche Charakteristik wie die passive Weiche und bekommt damit in erster Näherung das gleiche Verhalten der Filter, nur ebend ohne die Nachteile aber mit den schon beschriebenen Vorteilen.

                          Lautsprecherchassis sind NICHT auf Passivbetrieb optimiert, sondern nichts weiter als elektromagnetisch betriebene akustische Wandler mit spezifizierten elektrischen Parametern, die bei der Passivweichenauslegung berücksichtigt werden müssen, bei der aktiven Ansteuerung aber nicht.
                          Simulieren brauche ich nicht, weil ich die "akustischen Filter" (wenn man so sagen darf...) nicht ändere, sonder nur die Bedingungen unter denen díe Chassis angesteuert und kontrolliert werden verbessere.

                          Eine Neuabstimmung ist schwieriger, aber auch da brauche ich nicht zu simulieren, wenn (oder weil) ich messen kann.

                          Ich hoffe das ist einigemassen verständlich ausgedrückt.

                          Grüsse,
                          Winfried
                          Perception is Reality!

                          Kommentar


                            #14
                            AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

                            Die nächste Laienfrage folgt sogleich:

                            Sind eigentlich alle passiven LS gleichermaßen für die nachträgliche Aktivierung geeignet, oder gibt es da Unterschiede je nach Größe, Bauweise, Auslegung der Weiche, Bestückung etc?

                            Kommentar


                              #15
                              AW: Aktivierung von bestehenden Passivboxen

                              Franz,

                              ich wollte mich da eigentlich raushalten, aber so ganz unrecht hast du nicht.

                              Ich kann zwar einen LS aktivieren - mit den gleichen Eckwerten (z.B. Trennfrequenzen) - aber ob er dann "bässer, knackiger" spielt, ist dann einen Versuch wert, schlechter wirds auf keinen Fall, zur Not rüste ich zurück. Wenn die passive FW vorher gut gemacht war - teilweise wird sie doch an die Chassis angepasst (siehe "Revel"), wird sich die "Klangverbesserung" in subtilen Grenzen halten.

                              Anders sieht es z.B. aus, wenn du - wie der Chaos-Punker - einen LS nach den Gesichtspunkten "aktiv besser, geschlossen besser" einfach mal änderst. Das einmal berechnete Gehäuse zustopfen, mit dem Dämmmaterial spielen und nach "try & error" die Trennfrequenzen ändern (weil ein "Schauki" vielleicht alle Chassis über einen Kamm schert, was Bafflesteps und Abstrahlung angeht), das kann (Christoph: kann!) gründlich in die Hose gehen. Entweder man freundet sich dann mit dem neuen Klangbild an (ob es besser ist, ist die grösste Frage), oder "glaubt" zumindest an den Vorteil von "geschlossenen Aktiv-LS". Nicht selten wird die ganze Abstimmung, die sich der Hersteller gedacht hat, verändert.

                              Mein Fazit: wenn ich mit dem Klangbild nicht zufrieden bin, schaue ich mich gleich - solange ich meine Spielefingerchen festbinden kann - nach einem anderen LS um.

                              Es gibt z.B. auch "aktive" BR-Konstrukte (K+H) mit aufwändigen Filtern (und ohne). Den Vorteil, den eine Sensorregelung wie bei dir hat (oder bei T+A), bekommst du mit offenen Gehäusen so nicht hin, weil der angeschlossene Raum nicht ausgeschlossen ist, deshalb sind geregelte LS geschlossen (das Volumen ist unveränderlich und wird mit eingerechnet).

                              Also: wenn ich nachträglich aktiviere, ist der grösste Vorteil der, daß mit der FW vor der Verstärkung die Chassis den vollen DF des AMPs "sehen" (was die Bauteile einer Weiche in passiver Version verhindern). Ob es "hörbar" besser wird, steht und fällt mit dem Verstärker, der vormals als Zuspieler gedient hat. Die Spiel- (sorry, Anpassmöglichkeiten) sind "aktiv" natürlich besser, so kann ich je nach Raum, wo sie spielen sollen, etwas anpassen. Wenn ein LS "passiv" z.B. wummert, liegt es eben nicht allein an der "schlechten" Ausführung desselben, er passt vielleicht einfach nicht (Raum, Aufstellung, AMP).

                              Gruß
                              BERND

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