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    Hallo,
    Zu der Bestückung der Platine würde ich gern noch etwas interessantes anfügen.

    Die Platine hat unbestückt bereits ein Gewicht von 1,1kg.
    Aufgrund der massiven - fast 4x dickeren Kupfer / Silber Leiterbahnen, muss der Lötprozess anders als üblich ausgeführt werden.
    Es ist z.B. bei Strom oder Masseschienen völlig unmöglich, mittels Lötkolben das Material zu erwärmen um zum Bspl einen Elko zu verlöten.
    - auch nicht mit 120W Lötkolben

    Deshalb wird die Platine zum Löten auf etwa 65 - 70 Grad vorgewärmt. Dadurch ist die Wärmesenke deutlich geringer.
    Das verwendete WBT Silber-Lötzinn hat 178 -180 Grad Schmelztemperatur.

    Durch die stark vorgewärmte Platine kommt es beim abkühlen der Lötstellen zu einer signifikanten Verzögerung bei der Erstarrung -
    Die Lötstellen kühlen sich natürlich nach dem Löten auch nur bis zur Vorwärmtemperatur ab.

    Die Lötstellen erstarren also sehr langsam und mit einer geringen Differenz von nur wenig über 100 Grad - man muss diese Besonderheit auch beim verlöten beachten.
    das verhält sich ganz anders.

    Als Nebeneffekt bilden diese Lötstellen dann eine auffallend stark spiegelnde Oberfläche aus, was auf ein sehr günstiges Kristallgefüge im Zinn hindeutet.

    VG Frank

    Kommentar


      Heute hat das QED Audio Team (4 Mann stark) den Weg zu mir gefunden und einen "Trace" Vorverstärker vorbeigebracht.
      Auf das Gerät war ich schon länger neugierig, wollte eine Probegerät aber erst dann in die Finger bekommen, wenn ein workshop bei mir ansteht,
      so dass nicht nur mein persönliches Hörvergnügen im Vordergrund steht, sondern auch die Möglichkeit besteht, dass der Trace einem der Besucher sehr gut gefällt....

      Ich habe den Trace zuerst in meinem 2. Hörraum aufgebaut, in dem aktuell die Line Magnetic Vor/Endstufe an JBL 4367 installiert sind.

      Man merkte, dass sowohl Elektronik, als auch Lautsprecher, dem QED-Audio Team so gar nicht gefielen:
      Mein Shabby Chic Ambiente musste sich so auch den Kommentar "Rumpelkammer" anhören, die einer Vorführung des Trace nicht gerecht werden würde...

      Ich hatte dann Musik (Wadia CD Player) aufgelegt, da ich einen ersten vergleichenden Eindruck zwischen der Line Magnetic Vorstufe sowie der Trace gewinnen wollte.
      Die aufgelegte Musik führte dann zum Kommentar, dass man wohl besser eigene Musik mitgebracht hätte..., insofern blieb der mittlere Platz auf dem Sofa wohl auch frei....
      Ich hatte mich derweil auf einen der hinteren Sessel gesetzt und habe (mit meiner) Musik 2, 3 mal zwischen den Vorstufen hin- und her geschaltet.

      Der Trace liess direkt sein Potential erkennen, doch merkte man ihm an, dass er länger nicht gespielt hatte. Nach einer halben Stunde kam er so langsam um nach einer Stunde auf einem guten level zu spielen. In der Zwischenzeit haben wir uns ein wenig über den Trace an sich aber auch über unser Verständnis des High End Marktes unterhalten.

      Hinsichtlich der konsequenten Technik des Trace kann man sicherlich nicht geteilter Meinung sein. Hinsichtlich Kundenansprache im High End Bereich wurde mal wieder klar,
      wie unterschiedlich "High-End" als Markt und Produktbeschreibung verstanden werden kann. Auf der einen Seite High End als Bestandteil des "Luxury" Marktsegments (zB Tidal, Avantgarde usw),
      auf der anderen Seite High End als Beschreibung von Produkten mit maximierter Performance.

      Nachdem sich das QED-Team gen Luxemburg verabschiedet hatte, habe ich mit meinen Workshop Vorbereitungen weitergemacht und die ersten beiden zusätzlichen Racks im 1. Hörraum aufgestellt, sollen doch um die 10 unterschiedliche Phonovorstufen verglichen werden.

      Entsprechend war es ein leichtes den Trace mit in die Kette einzubinden. die RCM "The Big Phono" Phonovorstufe hat 2 Ausgänge und kann somit 2 Vorstufen mit einem Signal versorgen, vom NBS Black Label in XLR habe ich zum Glück auch 2 Sätze da. Insofern musste ich nur an den Audionet Heisenberg Endstufen die XLR Anschlüsse wechseln um zwischen Audionet Stern und dem Trace wechseln zu können. Für den Vergleich habe ich den Trace ca 4 Stunden spielen lassen, die Stern war ebenfalls parallel eingeschaltet.

      Der Vergleich war überaus interessant und bescheinigt dem Trace einmal mehr, dass er in der Liga der Top Vorstufen spielt. Mit einem EInstandspreis von 13.000 eur UVP hat man die Möglichkeit Musik auf einem level zu hören, für den man ansonsten schnell eine Vorstufe im Bereich jenseits der 20k benötigt.

      Habe bei mir im Studio schon viele Vorstufen gehört, die Trace Vorstufe gehört, unabhängig vom Preis auf jeden Fall zu den besten Vorstufen, mit denen ich bis jetzt Musik hören konnte.

      Leider besitzt die Trace Vorstufe aus technischen Gründen keine Fernbedienung, was im Umfeld anderer TransistorVorstufen eher selten ist (meine ehm Koda Takumi K10 hatte zB ebenfalls keine FB),
      im Röhrenbereich sind FB lose Vorstufen hingegen häufiger anzutreffen.

      Ich werde die Trace Vorstufe auf jeden Fall bis zu meinem Workshop am 4.12/5.12. bei mir haben.

      Sollte jemand Interesse an einer konkreten Vorführung haben, auch gerne ein paar Tage länger.

      Gruss
      Juergen


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