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Dämmung meiner Epos ES12

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    Dämmung meiner Epos ES12

    Hallo,

    nachdem ich über viele Jahre hinweg meine Wiedergabekette immer mehr auf eine (frequenz)neutrale Wiedergabe von Musik hin optimiert habe, fiel mir nun etwas auf, dass ich vorher kaum bemerkt habe: zwischen 200 Hz und 800 Hz habe ich einen Frequenzgangeinknick, der bei ca. 400 Hz sein Maximum, mit ca -2,5 dB, erreicht. Dies macht sich vor allem durch einen relativ kühlen Grundton bzw. schlanke untere Mitten bemerkbar.
    Die Weiche ist eine Weiche niedriger Ordnung (1x 2,2µF Kondensator + Widerstand im Hochtöner).
    Nun meine Frage: kann man durch Veränderung (erhöhen oder verringern) der Dämmung den Klang hörbar verbessern? Habe nämlich schon einige male gelesen, dass die Epos ES12 nicht optimal gedämmt wären. Ich habe zwei Rollen Schafwolle für Lautsprecherdämmung da.
    Hier gibt es Bilder, eines anderen Besitzers der ES12, die das Gehäuseinnere und die Originaldämmung zeigen: http://s1252.photobucket.com/user/rm...60884.jpg.html

    Hier die Frequenzgangmessung eines Tests. Besonders Fig.4 zeigt deutlich, was ich mit der Grundtonsenke meine: https://www.stereophile.com/content/...r-measurements.

    Freue mich über jede Anregung und jeden Tipp; schon mal vielen Dank im Voraus!

    Liebe Grüße
    Quelle: EVGA Nu Audio Audiokarte mit LME49720-OP, foobar2000 + ASIO, Verstärker: Abacus Ampino, Lautsprecher: ELAC Debut 2.0 B6.2, Cinchkabel: Mogami 3106, LS-Kabel: (New v3) DNM Stereo Solid Core Resolution, Netzkabel: Foren-Netzkabel "SolidCore", Netzleiste: "Improved Sound" mit reson ASNETZ-Netzkabel

    #2
    Hallo Wahrhörer,

    das Thema ist sehr speziell. Anscheinend liegt bei unseren Usern keine Erfahrung bezüglich Frequenzgangkorrektur durch Dämmung vor.
    Vielleicht findet sich doch noch irgendwer.

    Gruß Charly
    Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
    Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

    Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

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      #3
      Hallo Charly,

      ja, das ist in der Tat ein wirklich spezielles Thema aber auch nicht weiter schlimm, wenn dazu keiner was hilfreiches beitragen kann. Lieber so, als Antworten zu erhalten, die einem nicht wirklich weiter bringen. 😊
      Quelle: EVGA Nu Audio Audiokarte mit LME49720-OP, foobar2000 + ASIO, Verstärker: Abacus Ampino, Lautsprecher: ELAC Debut 2.0 B6.2, Cinchkabel: Mogami 3106, LS-Kabel: (New v3) DNM Stereo Solid Core Resolution, Netzkabel: Foren-Netzkabel "SolidCore", Netzleiste: "Improved Sound" mit reson ASNETZ-Netzkabel

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        #4
        Ein Frequenzgangeinbruch von ca. 2,5dB ist sehr unwahrscheinlich auf dei Dämmung zurückzuführen. Schafswolle wirkt stärker im Bass als im Grundtonbereich wie hier gezeigt.

        Allerdings sehe ich das eher als Vorteil, denn viele normale Wohnräume beistzen gerade in dem Frequenzband oft eine höhere Nachhallzeit, die den Frequenzgang etwas anhebt.

        Leider sehe ich die Bilder bei photobucket nicht und kann mir kein Reim auf die Dämmung der Lautsprecher machen.
        Happy listening, Cay-Uwe
        Gewerblicher Teilnehmer

        http://www.sonus-natura.com/

        Kommentar


          #5
          Hallo cay-uwe.

          vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich denke er hilft mir schon weiter! 👍
          Quelle: EVGA Nu Audio Audiokarte mit LME49720-OP, foobar2000 + ASIO, Verstärker: Abacus Ampino, Lautsprecher: ELAC Debut 2.0 B6.2, Cinchkabel: Mogami 3106, LS-Kabel: (New v3) DNM Stereo Solid Core Resolution, Netzkabel: Foren-Netzkabel "SolidCore", Netzleiste: "Improved Sound" mit reson ASNETZ-Netzkabel

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            #6
            Moin,

            irgendwie bin ich irritiert, da der erste Beitrag lt. Anzeige vom 6.6.2017 ist, bin ich verwundert, dass das noch aktuell ist oder stimmt die Anzeige nicht?

            Falls das so ist, gibt es wohl ein Softwareproblem.

            VG Andi

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              #7
              Moin Andi,

              nein, Du irrst nicht. Es war wirklich gut 3,5 Jahre so gar nichts los in diesem Thread. Schön, dass sich das nun geändert hat. 🙂
              Quelle: EVGA Nu Audio Audiokarte mit LME49720-OP, foobar2000 + ASIO, Verstärker: Abacus Ampino, Lautsprecher: ELAC Debut 2.0 B6.2, Cinchkabel: Mogami 3106, LS-Kabel: (New v3) DNM Stereo Solid Core Resolution, Netzkabel: Foren-Netzkabel "SolidCore", Netzleiste: "Improved Sound" mit reson ASNETZ-Netzkabel

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                #8
                Moin,

                danke für die Info.

                Dann drücke ich die Daumen, dass Du die Antworten erhältst, die Dich weiter bringen.

                VG Andi

                Kommentar


                  #9
                  Hallo Wahrhörer,

                  da auch ich keine Bilder von dem Gehäuseinneren/Dämpfung bei Photobucket sehen kann,
                  ist es schwierig Dir da einen Tipp zu geben.
                  Aber wie Cai-Uwe vermute ich, das der Frequenzeinbruch nicht auf die Dämmung zurückzuführen ist.

                  ich hatte vor vielen Jahren mal eine Epos ES15 als Standbox am Start.
                  Hat Deine ES12 ein Biwiring-Terminal?
                  Hast Du eine Software mit der man in den FrequenzGang eingreifen kann?
                  Z.b. kann ich bei Roon mehrere Filter bedienen, hier könnte man durch geschickte Auslegung
                  deutliche Verbesserungen schaffen.

                  Fluch und Segen gleichzeitig ist bei Deiner Box die Frequenzweiche- ich gehe mal davon aus
                  das Deine ES12 wie die ES 14 und meine ES 15 keine Frequenzweichenbauteile vor dem Tiefmitteltöner
                  hat. Das hat ein paar Vorteile, bedeutet aber das der frei laufende TMT Unmengen an Mittelhochton
                  in die Box (und ggf. das Bassreflexrohr) abstrahlt, und ein Teil davon entsprechend zeitverzögert durch
                  Membran und Bassreflexrohr diese Anteile auch an den Hörplatz kommen.
                  Eine Spule vor dem Tiefmitteltöner könnte die oberen Mitten absenken, wodurch der Grundtonbereich
                  nicht mehr so unterpräsentiert klingt. Auch würde dadurch der sogenannte Baffle-Step schwächer ausfallen.

                  Wenn ich die Meßdiagramme richtig beurteile, läuft der Tiefmitteltöner abgesehen von der Senke aber
                  auch zum Ober Mitteltonbereich aber sehr fein.
                  Grundsätzlich muss man beachten, das bei Eingriffen in die Frequenzweiche der Vorteil auf der Einen- aber
                  meist gleichzeitig mit Nachteilen auf der anderen Seite einhergehen. Das Zusammenwirken von Chassis,
                  Gehäuse und Weiche ist sehr komplex.

                  Mein Tipp: Am Besten postest Du diesen Beitrag mal in den entsprechenden Lautsprecher DIY-Foren.
                  Dort gibt es eine Menge Knowhow und viele nette Leute, die Dir bestimmt weiterhelfen können.
                  Aber eine optimierte Dämmung erreicht aus meiner Sicht eine gute Wirkung gerade bei Lautsprechern,
                  bei den der Tiefmitteltöner "frei" läuft, also keine Frequenzweiche im Signalweg hat.
                  Aber auch hier ist ein "Zuviel" kritisch, dann klingt der vorher lebendige Lautsprecher auf einmal
                  langsam, lustlos und gebremst.

                  Viele Grüße
                  Dirk



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                    #10
                    Wahrhörer

                    Ich stimme Dirk insofern zu, als daß ohne signifikanten elektronischen Eingriff in das Lautsprecherkonzept hier keine Lösung in Sicht scheint. Um die Ursache der Senke zu ermitteln, müsste man den TMT ohne Weiche vermessen. Dann sieht man das TMT Verhalten und kann dann ggf. ein neues Weichenkonzept erarbeiten. Insgesamt ist sowas eine grössere Aufgabe (weil: Neuabstimmung), wenn man das mit passiven Bauelementen relisieren will/muss.

                    Es gibt meines Erachtens nach aber zwei Alternativen:
                    1. Einschleifen eines analogen, parametrischen Equalizers (ein alter Technics SH-9010 fällt mir spontan ein, der würde vollkommen reichen) vor den Endstufe (oder in der Tapeschleife) und diesen entweder akustisch einmessen oder auch (vorsichtig) per Gehör "geschmacksabstimmen". Das wäre kein Raketenbau, aber wirksam!
                    2. Einschleifen eines digitalen, parametrischen Equalizers um das gleiche Ergebnis zu erreichen (Abstimmung wie 1.), das kann ein PC Programm oder auch ein externes Gerät sein. Also auch kein Hexenwerk.

                    Inwieweit eine analoge oder eine digitale Lösung für Dich besser wäre könntest Du anhand Deiner Anlagenstruktur entscheiden:
                    - Ist sie digitalllastig mit PC permanent in der Wiedergabekette und ohne Plattenspieler, machst Du's mit Software.
                    - Ist sie digitalllastig mit Streamer oder CD Player (also ohne PC und ohne Plattenspieler), kannst Du ein Gerät mit digitalen Ein-und Ausgängen nehmen und vor Deinen DAC schalten.
                    - Ist sie eher analoglastig (mit analogem Vorverstärker, Plattenspieler, CDP mit DAC usw.) kannst Du mit analogem PEQ oder AD und DA wandelndem DSP arbeiten (und evtl. digitale Quellen digital an den DSP anschließen)

                    Soweit ein paar Überlegungen. Inwieweit sich der ganze Aufwand für die betroffenen Lautsprecher (die ich nicht kenne) lohnt musst Du sicherlich für Dich selbst entscheiden, denn einige hundert Euro können zusammenkommen (nach oben aber keine Grenze...).

                    Grüße,
                    Winfried
                    Perception is Reality!

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                      #11
                      Zitat von wgh52 Beitrag anzeigen
                      Wahrhörer
                      Ich stimme Dirk insofern zu, als daß ohne signifikanten elektronischen Eingriff in das Lautsprecherkonzept hier keine Lösung in Sicht scheint. Um die Ursache der Senke zu ermitteln, müsste man den TMT ohne Weiche vermessen.
                      Hallo Wahrhörer, hallo Winfried,

                      wie gesagt, ich vermute das der Tiefmitteltöner Deiner ES12 OHNE Frequenzweiche läuft- bei der ES14 und ES15 ist das der Fall.
                      Falls ich selbst an der Epos Hand anlegen würde und ich digital in den FrequenzGang eingreifen kannst, wäre mein Plan ein Mischkonzept aus analoger und digitaler Veränderung:

                      -Bedämpfung (schwerer Schaumstoff, dick) an der Rückwand hinter dem Tiefmittelöner, ggf. auch seitlich
                      -Vergrößerung des Kondensators vor dem Hochtöner um 30% der Kapazität (mildert Einbruch bei Übergangsbereich von ca. 8khz)
                      -Parametrischer=EQ1, -2db, Güte 1.5-2, Frequenz ca. 1khz
                      -Parametrischer=EQ2 -1.5db, Güte 1.0-1.2, Frequenz ca 6khz (greift dort ein, wo das Ausschwingverhalten zögerlich ist)
                      -Bandstop/Notch=EQ3 -6db, Güte 6, -6db (greift bei Resonanzfrequenz des Hochtönern ein)

                      Um aber genaueres zu sagen, müsste ich folgendes Wissen:
                      1. Wie sieht die aktuelle Bekämpfung der Lautsprecher aus (kann Deine Bilder nicht hochladen)
                      2. Kannst Du digital in den Frequenzgang eingreifen?
                      3. Hast Du ein Biwiring-Lautsprecherterminal, damit man ggf. Tiefmitteltöner und Hochtöner separat entzerren kann.

                      Und falls Du mehr Infos im Selbstbaubereich suchst, wäre diese Seite interessant:
                      https://www.diy-hifi-forum.eu

                      Viele Grüße aus Köln
                      Paco

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                        #12
                        Vielen Dank für alle Eure hilfreichen Beiträge. Ich werde noch ausführlicher drauf eingehen.
                        Der Tiefmitteltöner läuft tatsächlich "frei", lediglich vor dem Hochtöner befindet sich ein 2,2 Mikrofarad MKP Kondensator. Ein Bi-Wiring Terminal ist vorhanden, allerdings hatte ich das intern Mal auf Single Wiring umgelötet, da es in meiner Kette keinen klanglichen Vorteil durch Bi-Wiring gab.

                        Inzwischen habe ich andere Hauptlautsprecher, Mission QX-2, (den Thread erstellte ich ja vor über 3,5 Jahren), dennoch interessiert mich das Thema immer noch sehr!

                        Liebe Grüße aus Berlin

                        Basiem
                        Quelle: EVGA Nu Audio Audiokarte mit LME49720-OP, foobar2000 + ASIO, Verstärker: Abacus Ampino, Lautsprecher: ELAC Debut 2.0 B6.2, Cinchkabel: Mogami 3106, LS-Kabel: (New v3) DNM Stereo Solid Core Resolution, Netzkabel: Foren-Netzkabel "SolidCore", Netzleiste: "Improved Sound" mit reson ASNETZ-Netzkabel

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                          #13
                          Zitat von Wahrhörer Beitrag anzeigen
                          Vielen Dank für alle Eure hilfreichen Beiträge. Ich werde noch ausführlicher drauf eingehen.
                          Der Tiefmitteltöner läuft tatsächlich "frei", lediglich vor dem Hochtöner befindet sich ein 2,2 Mikrofarad MKP Kondensator. Ein Bi-Wiring Terminal ist vorhanden, allerdings hatte ich das intern Mal auf Single Wiring umgelötet, da es in meiner Kette keinen klanglichen Vorteil durch Bi-Wiring gab.
                          Hallo Basiem,

                          dann ist Deine Weiche (Tiefmitteltöner läuft frei, Hochtöner mit Widerstand und MKP 2,2 MF) identisch mit meiner ES15.
                          Ein 30mm Stück Tyrofam hinter dem Tiefmitteltöner an der Rückwand und seitlich ein 10mm Stück bringt klanglich etwas.
                          https://www.intertechnik.de/shop/zub...de,8070,624860
                          Der Austausch des 2.2 MKP gegen 2.7er von Jantzen (die roten, oder wenn Du investieren willst die Superior) und
                          der Austausch des Widerstands gegen einen MOX von Intertechnik bringen etwas.
                          Der rote Jantzen ist der Preis-Leistungssieger für mich, der dunkelgraue Superior schafft bei mir immer einen homogenen
                          Übergang zwischen Hochtöner und Tiefmitteltöner und der Intertechnik Plus in 3.3.
                          https://www.intertechnik.de/shop/kon...,de,280,624169
                          geht dann ins Analytische und braucht sehr lange Einspielzeit.
                          Bei mir brachte auch eine neue Innenverkabelung mit Solidcore noch ein Stückchen besseren Klang.

                          Wenn Du in Deinem Hörraum viele Aufstellmöglichkeiten hast, lohnt es sich sehr damit zu experimentieren.
                          Der (wirklich gut gemachte) 15cm bündelt physikbedingt im oberen Mitteltonbereich stark (vor allem, da er
                          frei ohne Weiche läuft.
                          Eine weniger auf den Hörplatz und eher parallele Ausrichtung kann den leicht nervösen Mittelhochton etwas minimieren.

                          Wie gesagt, wenn Du die Möglichkeit eines digitalen EQ (Z.b. bei Roon) hättest, ginge da deutlich mehr und
                          ich könnte Dir noch ein paar Tipps geben.
                          Aber auch ohne die Tuningtipps und digitale Weiche ist das schon ein sehr feiner Lautsprecher, mit dem ich
                          lange zufrieden Musik gehört habe.

                          Liebe Grüße
                          Paco



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