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Mein Geständnis

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    Mein Geständnis

    Hallo Mitforisten,

    es wird Zeit, mal ein Geständnis abzulegen. Wer jetzt irgendetwas strafbewährtes erwartet, der wird enttäuscht werden.
    Hier gehts um Stereo.
    Was gibt es da zu gestehen? Na ja, z.B. daß ich erst seit 20 Jahren weiß, was Stereo wirklich ist.
    Klar, irgendwann am Ende der Sechziger hatte mein Vater eine Stereoanlage gekauft. War ein Graetz Receiver mit zwei Böxle, die oben auf dem Wohnzimmerschrank plaziert waren. Da kam die Musik halt aus zwei Lautsprechern anstatt aus einem vorher vorhandenen Philips Dampfradio.
    Später im Jugendhaus Compass hatte ich einen Dual Verstärker mit zwei Dual Boxen unter meiner Knute. Damit konnte man schon ganz prima Fete feiern. Zwei Boxen waren besser als eine. Zu der Zeit haben wir uns über Beatler Ping-Pong Stereo amüsiert.
    Jahre später, 1976, habe ich mir eine neue Anlage gekauft. Sony Wega mit Sansui Boxen. Diese standen auf dem Boden neben der Anlage. Ja, wieder zwei Boxen...es klang gut. Musikhören hat Spaß gemacht. Stereo war einfach Zweikanal für mich.
    1981 dann habe ich die Meisterschule für Radio- und Fernsehtechniker besucht. Während der Schulung haben wir die Stereotheorie durchgenommen. Trotz gutem Abschluß war mir in Sachen Stereo immer noch kein Licht aufgegangen.
    Hatte mein eigenes HiFi-Studio in Marburg. Habe Anlagen vorgeführt und verkauft. Hatte trotzdem keine Ahnung davon, was Stereo wirklich ist. Hat niemanden interessiert. Die Kunden waren an ganz anderen Attributen von Stereoanlagen interessiert.
    1987 dann, ich hatte meinen Laden schon zu Gunsten des Studiums aufgegeben bin ich in Marburg bei einem mir bekannten HiFi Händler eingekehrt. Dort habe ich mir aus lauter Spaß mal eine Anlage anhören wollen.
    Platz genommen, Musik begann undd mir fiel der Kinnladen runter.
    Da stand sie....die Interpretin....mitten zwischen den Lautsprechern in Körperhöhe im Raum. Ich dachte, ich hör wohl nicht richtig. Doch, seit diesem Zeitpunkt höre ich stereo.
    Vorher habe ich zweikanalig gehört und dieses für Stereo gehalten.
    Da mußte ich erst über 30 Jahre alt werden, um Stereo zu begreifen. Na ja, ich bin vielleicht ein Spätzünder. Habe auch erst mit 25 begriffen, wie schön Sauna ist. Allerdings meine erste Freundin hatte ich schon mit 14.

    Wann habt ihr denn "Stereo" begriffen....und wann die Mädels?

    Grüßle vom Charly
    Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
    Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

    Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

    #2
    AW: Mein Geständnis

    Naja, Charly,

    ... also mit 14 hatte ich weder mich noch die Jungs begriffen... ich meine, im Kopfe...

    Das kam dann ungefähr mit dem Stereo... :eek:

    Ich freue mich heute darüber, dass ich mich über gute Wiedergeabe auch freuen kann, aber mich tierisch bei "Stereo"-Wiedergabe begeistere...
    Grüßle von der Audiohexe

    sigpic


    Und nun verstand ich es, das Geheimnis der Musik, ich verstand, warum sie allen anderen Künsten so turmhoch überlegen ist: Es ist ihre Körperlosigkeit.
    Wenn sie sich einmal von ihrem Instrument gelöst hat, dann gehört sie wieder ganz sich selbst, ist ein eigenständiges freies Geschöpf aus Schall, schwerelos, körperlos, vollkommen rein und in völligem Einklang mit dem Universum.
    (von Walter Moers)

    Kommentar


      #3
      AW: Mein Geständnis

      ...was "gute" Musikwiedergabe ist, und Frauen schon immer wissen wollten...

      ...Charly, Charly


      Stereo, Charly, habe ich schon 'ne geraume Zeit intus, allerdings war die Umsetzung nicht immer einfach.

      Als ich mit dem Lautsprecherbauen angefangen habe, bekam ich mal von einem Freund, Musiker, zu hören, dass eine Klarinette doch nicht die Breite/ Größe haben kann, die der Aufstellungsbasis der Lautsprecher entspricht, das war vor genau 14 Jahren, ich hab's immer noch im Gedächtnis...was habe ich doch so schön Musik gehört

      Jetzt, heute, finde es es einfach nur eine Bereicherung, dass mich, als Beispiel, ein Saxophon so richtig "anspeichelt", die Trompetet von Nil Petter Molvaer, "trägt", der Kontrabass von Charly Haden, "umarmt"...

      Wer begreift schon die Menschen in "männlicher und weiblicher Ummantelung", Edith...


      Volkhart, der es dennoch "gutfindet"...

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        #4
        AW: Mein Geständnis

        Mir ist das im Bett, mit Kopfhörern und Eric Burdon declares 'WAR' zum ersten Mal begegnet. Mit einer Schallplatte. Ich glaubte danach immer, dies wäre so nur mit Kopfhörern möglich. Jahrelang. Irgendwann stellte ich mal zwei kleine Lautsprecher angewinkelt vor mir auf den Küchentisch. Das war dann im Grunde auch schon wieder so ein Stereo Erlebniss. Die Musik schien fast im Kopf zu ertönen, oder ich befand mich quasie unmittelbar vor den Musikern.
        Dennoch missachte ich dies im Grunde bis heute immer wieder, denn ich bin die meiste Zeit nicht im Sweet Spot, sondern sitze immer woanders, so wie jetzt hier an der Tastatur. Wenn ich TV schaue sitze ich im SweetSpot, ab und zu höre ich dort dann auchmal Musik. Musik höre ich lieber ohne dabei wie festgenagelt an einem bestimmten Platz sitzen zu müssen, selbst wenn nur dort die wahre und einzig wirkliche gute Position zum Musikhören ist.

        In den letzten Tagen, habe ich je schonmal erwähnt, habe ich meine Audionets abgeklemmt und den alten Accuphase angeschlossen. Da ich 6 Lautsprecher hier habe, vier angeschlossen, zwei davon um die Surroundkanäle hören zu können wenn die Audionets =on sind, spielen mit dem AccuphaseE206 so nur die Surroundkanäle als Stereo, oder eben die Front nur als Stereo.
        Mit dem Accu kann ich ja umschalten. Im Bezug zu Stereo aber, jetzt hier also diese umfunktionierten Surroundkanäle, die nun Stereo ertönen, habe ich diesen fast 'wie_im_Kopf_Stereo_Effekt. Diese beiden Lautsprecher stehen immer noch an der Surround Position, hier bei mir sozusagen genau einer rechts und einer links von meinem Hörplatz.
        Deswegen sitze ich zwischen diesen beiden Lautsprechern und komme so in den Genuss von speziellem Stereo. Das hat was, so wie mitten drinn zu sitzen.
        Zur Front vorne, selbst wenn gut eingestellt, ist ja immer noch eine Distanz wie zu einer Bühne. Wenn die Speaker aber rechts und links, oder nur ganz wenig von vorne ertönen, scheint sich die Musik wie im Kopf abzuspielen.
        Mit hin und her rücken der Böxen und einer genauen Sitzposition lässt sich das noch optimieren.
        Aus dieser Hörerfahrung stammt auch mein Eindruck, daß die Electra so gut mit dem alten Accuphase harmoniert.
        Im Verlauf des Wochenende werde ich aber auch mal die Boxen rücken und nicht alleine Musik vom Satempfänger hören, Radio. Wahrscheinlich bleibt mir dann aber auch nicht erspart, daß Schallplatten mit den Audionets doch wesentlich besser klingen als mit dem Accu?
        Vielleicht gefällt mir aber das leichte Knistern der Schallplatten besonders gut, wenn es unmittelbar in meinem Kopf als stereophone Vorstellung zu entstehen scheint.

        Daß ich mir Musik so zwischen den Lautsprechern sitzend anhöre, anstand in geeigneter Distanz zu den Lautsprechern vorne, ist ja auch ein Geständniss.

        Meine Freundinnen in der Vergangenheit hörten immer auch sehr gerne Jazz, sogar FreeJazz. Aber das ist lange her.
        Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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          #5
          AW: Mein Geständnis

          Wann habt ihr denn "Stereo" begriffen....und wann die Mädels?
          Eine Aufnahmetechnik, die das Live-Schallfeld versucht zu konservieren und zu übertragen, gibt es - die Kunstkopfstereophonie. Das ist eigentlich für mich Stereo in Vollendung.

          Stereophone Wiedergabe setzt idealerweise voraus, dass der Hörraum gar keinen Einfluss auf den von den Lautsprechern abgestrahlten Schall nimmt. Eine stereophone Wiedergabe ist selbst unter optimalen Bedingungen nicht vergleichbar mit einer Wiedergabe durch reale Schallquellen im Raum.

          Und die Mädels habe ich wohl bis heute nicht begriffen.:D

          Gruß
          Franz
          Zuletzt geändert von Franz; 08.12.2007, 12:02.

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            #6
            AW: Mein Geständnis

            Ach, Franz,

            jetzt bist wieder nüchtern, beziehst du dich in deinem Statemant auf Original- Instrumnte in 'nem Raum...

            Als ich heute Morgen "TUTU" gehört habe, in folgender Besetzung> Live...

            Marcus Miller
            Kenny Garrett
            Michel Petrucciani
            Birelli Lagrene
            Lenny White


            der "Marcus" ein Solo hinlegte, mir die Saite vor dem Kopf "stand", war das doch einfach nur authentisch
            __________________________________________________ _______________

            Das ist halt der Unterschied, körperhaft livehaftig vs. imaginär genial...


            me

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              #7
              AW: Mein Geständnis

              Volkhart,

              in meiner Brust weilen auch immer 2 Seelen: Eine, die mir verstandesmäßig was sagt und eine, die mir was in´s Ohr flüstert.

              Wenn ich Musik höre, ist die Flüsterstimme dominant. Sie will mich in eine Klangwelt entführen, mir ein Hörerlebnis bieten. Und meine Wiedergabe zu Hause folgt auch dieser Stimme.

              Nichts desto Trotz hat die verstandesmäßige Stimme Recht. Ich akzeptiere das. Musikreproduktion ist und bleibt eine Illusion eines Ereignisses. Wenn sie überzeugend gelingt, ist es ein schöne.

              Gruß
              Franz

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                #8
                AW: Mein Geständnis

                Hallo,

                die Mädels lassen wir mal lieber außen vor,bevor es noch peinlich für mich wird.:D
                Stereo richtig entdeckt habe ich eigentlich erst mit dem Kauf von hochwertigen Lautsprechern.Vorher habe ich keine ernsthafte Mittenpräsentation - so wie es sich gehört - wahrgenommen.Richtig ausleben konnte ich Stereo nie,da ich schon recht früh damit anfing Realschallquellen im Raum zu verteilen.Und trotzdem ist die CD das am meisten gehörte Format(gefolgt von Musik DVD und Heimkino).Ich schummel einfach ein wenig,in dem ich die anderen Realschallquellen in die "Stereophonie" mit einbeziehe(ganz dezent natürlich).

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