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Die Vertigo im Wandel

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    Die Vertigo im Wandel

    In diesem Thread möchte ich nach und nach die Metamorphosen meiner Traumbox Isophon Vertigo beschreiben.
    Ich will mir damit Zeit lassen, denn es ist eine Menge geschehen in den mittlerweile beinahe 14 Jahren, die diese Box nun schon bei mir steht.

    Wohlan denn....
    Beginnen wir also mit:

    Kapitel 1 - KONTAKTAUFNAHME

    Es begann im Jahr 1993, als die stereoplay einen begeisterten Test veröffentlichte, in welchem sie eine neue Superbox feierte, die aus dem Stand in die absolute Spitzenklasse stürmte.

    Ich las diesen Artikel, wieder und wieder. Ich zögerte, rechnete, scheute zurück, träumte erneut... kurz: Ich war infiziert.
    Die Box ging mir nicht mehr aus dem Kopf.

    Hier also zum geruhsamen Nachlesen besagter Testbericht aus der stereoplay von damals!
    Wie heißt es doch bei BAP: "Verdammt lang her!"

    Gehen wir also zurück - bis weit ins vergangene Jahrtausend:







    To be continued

    #2
    AW: Die Vertigo im Wandel

    es ist eine Menge geschehen in den mittlerweile beinahe 14 Jahren, die diese Box nun schon bei mir steht.
    Das nenne ich wahre Liebe.

    Gruß
    Franz

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      #3
      AW: Die Vertigo im Wandel

      Gleich den ersten Fehler gemacht: Seite 2 war doppelt.
      Hier also Seite 3 des Berichts:

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        #4
        AW: Die Vertigo im Wandel

        Klar, was nach wenigen Wochen geschah:

        Ich fuhr zum nächsten ACR-Shop (damals wurde Isophon tatsächlich dort vertrieben!), hörte pro forma mal rein (mehr war in dem lausigen Verkaufsraum ohnehin nicht zu machen) und kaufte die Box quasi blind.
        Dann stand sie eines Tages in meinem Dachstudio, und die Vorgänger von T&A machten zerknirscht der neuen Königin Platz.

        Hier die Technischen Daten und ein Schnittbild aus dem damaligen Prospekt:





        Fortsetzung folgt.

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          #5
          AW: Die Vertigo im Wandel

          Bevor es mit meinen eigenen "Verbesserungen" (?) weitergeht, müsst oder dürft ihr euch noch durch einen Audio-Artikel kämpfen, der wenige Jahre nach Erscheinen der Vertigo im Blatt Stand.

          Die Idee dahinter: Konzept und Chassis der Box müssten noch mehr hergeben als das recht simple Kastendesign und die nicht ganz ausgereizte Frequenzweiche bisher zuließen.

          Es begann als Tuning-Idee der Redaktion. Dann wurde der Entwickller Roland Gauder hinzugezogen, der auch noch seinen Senf dazu gab.

          Resultat war die "Gold Signature-Version" der Isophon Vertigo, die entweder als Nachrüstpaket (habe ich gemacht) oder als Neuversion zu erhalten war.

          Hier also der Artikel aus der Audio:









          Eines Tages habe ich also Roland Gauder angerufen und um ein "Gold-Signature"-Update meiner weißen Schätze gebeten.

          Er kam mit einem jungen Kollegen zu mir und hat ganz schön gestöhnt, bis die beiden Boxen im Kombi verstaut waren.

          Nach drei Wochen standen sie wieder bei mir - samt passenden Absorberplatten mit Bleikugelfüllung.

          Sie klangen wirklich anders als in der Urversion: schlanker, straffer, detailreicher, sauberer.

          Ich war begeistert.

          Aber war es das wirklich?

          Ging da noch was?

          Irgendwann war dann auch die verlängerte Garantie abgelaufen
          ... UND ICH VERLOR JEDE HEMMUNG!

          Dazu später mehr!


          Fortsetzung folgt.

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            #6
            AW: Die Vertigo im Wandel

            Rainer, du machst es spannend wie in deinen Romanen.:grinser: Schön zu lesen das alles hier. Man bekommt schon ein Gefühl, wie es ist, wenn man eine Geschichte zum Optimum bringen will. Ich warte schon auf die Fortsetzung.:daumen:

            Gruß
            Franz

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              #7
              AW: Die Vertigo im Wandel

              Hi Rainer,

              ... UND ICH VERLOR JEDE HEMMUNG!
              Ich gerade auch!feif:feif:

              Schöner Bericht,weiter so!

              Gute Nacht

              Claus

              Edit by Charly: Quote verbessert
              Zuletzt geändert von OpenEnd; 15.12.2007, 01:03.

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                #8
                AW: Die Vertigo im Wandel

                Ich muss zugeben, dass sich im Laufe meines Hifi-Daseins bei mir ein durchaus bedenklicher Charakterzug verfestigt hat:
                Ich liebe die schiere Masse!
                20 kg leichte "Standboxen", Schaltverstärker im Handtaschenformat oder CD-Player, die kaum mehr wiegen als ihre Fernbedienung, kommen mir nicht ins Haus.
                Jüngster Exzess meiner Vorliebe ist der Emitter II, der mir wohl auch wegen seines Gewichts so sympathisch ist.

                Zurück zu den Boxen:

                Schon im Urzustand wogen sie 88 Kg pro Stück; nach der Umrüstung durch den Entwickler waren es dann 92.

                Was blieb mir als von der elektrischen Seite zwar völlig unbelecktem, aber dennoch bastelfreudigem Amateur also anderes übrig, als bei der rustikalen Seite des Problems anzusetzen?

                Eingedenk der Erkenntnis, dass nur ein totes LS-Gehäuse ein gutes LS-Gehäuse ist, habe ich meine Wuchtbrummen also weiter beschwert, bepackt und beladen, was das Gewicht der Einzeltürme summa summarum locker auf rund 120 kg getrieben hat.

                Die Maßnahmen im Einzelnen:

                - Beklebung der Seitenwände außen mit silbergrauen Bitumenmatten, innen mit ähnlichem schwarzen Zeugs aus dem KFZ-Zubehör. (Sind übrigens dieselben Matten, mit denen Herr Gmein die Kondensatoren und das Gehäuse seiner Verstärker ruhigstellt.)

                - Einbau einer dritten innenliegenden Querstange zur weiteren Stabilisierung der gegenüberliegenden Seitenwände. Von außsen ist dieses 40-mm-Rundholz mit Gummi-ummantelten Stahlgewichten verspannt, die das Gewicht weiter erhöhren und die Resonanzfrequenz der Holzwände weiter senken.

                - Auch auf die schrängen Frontwangen wurde ein dritter Knubbel dieser Art montiert. Dazu gab es für den unteren, nackten Teil der Schallwand einen trapezförmigen Aufsatz aus 40-mm-MDF, der die Wandstärke dort verdreifacht.

                - die komplette, durchgehende Rückwand habe ich rausgeschmissen und durch eine doppelt so dicke Maßanfertigung vom Tischler am Ort ersetzt.
                Deren Verschraubungen wurden in der Anzahl auf nurnmehr 46 pro Box beinahe verdoppelt.

                - Auch das alte Plastikterminal flog raus und wurde durch ein sündhaft teures Metallguss-Terminal aus der ehemligen Vintage-Serie von Magnat ersetzt. Jedes dieser Monsterterminals wiegt knapp ein Kilogramm.

                - als Krönung gab es noch eine passgenaue Granitplatte - vom Steinmetz am Friedhof zugeschnitten -, die auf einem Sandwich aus Gummimatte plus Bleiplatte ruht.


                Naturgemäß hat das alles eine Weile gedauert, weshalb ein Klangvergleich nur aus der Erinnerung stattfinden konnte. Aber ich kenne die Boxen nun seit 13 Jahren und habe die Veränderungen klar gehört: Vor allem in den Disziplinen Präzision, Natürlichkeit und Dynamik hat die Box noch einen großen Schritt nach vorne gemacht.

                In aller Bescheidenheit wage ich zu behaupten, dass diese Unikate die besten Vertigos sind, die es gibt.

                Jetzt kommen noch ein paar Fotos zu den einzelnen Umbaumaßnahmen.
                Hier zunächst die Box nach Entfernen der Rückwand:

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                  #9
                  AW: Die Vertigo im Wandel

                  Weiter geht es mit einem Blick auf die innenliegende Querspange samt damit verschraubten Außengewichten:



                  Hier nun die alte im Vergleich zur neuen Rückwand und eine Detailansicht der Neuen: (der breitere angefaste Kranz steht nun vor)





                  Die aufwändige Verschraubung der neuen Rückwand:



                  Das fette Terminal von Magnat:



                  Die fertige Box von vorne:




                  So!
                  Das war`s!

                  Jetzt wird wieder gehört!

                  Kommentar


                    #10
                    AW: Die Vertigo im Wandel

                    In aller Bescheidenheit wage ich zu behaupten, dass diese Unikate die besten Vertigos sind, die es gibt.
                    Hallo Rainer,

                    ohne jetzt andere Vertigos mal miteinander verglichen zu haben, nehme ich dir diese Feststellung rundweg ab.:zustimm:

                    Ich hatte das Vergnügen, deine Anlage bei dir genießen zu dürfen und habe ja auch in einem Bericht darüber zum Ausdruck gebracht, daß dieses passive System für mich das beste war, was ich passiv je hören durfte.

                    Vor allem in den Disziplinen Präzision, Natürlichkeit und Dynamik hat die Box noch einen großen Schritt nach vorne gemacht.
                    Genau das waren auch die Aspekte, die mich haben staunen lassen. Das hätte ich nämlich so nicht erwartet.:daumen:

                    Vielen Dank dafür, daß du dir die Mühe gemacht hast, dein Lautsprecher-Projekt hier en detail vorzustellen. Es ist ein wunderschöner Bericht geworden, an dem man auch ablesen kann, wieviel Herzblut, Tatkraft und know how du da reingesteckt hast.rost:

                    Gruß
                    Franz

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                      #11
                      AW: Die Vertigo im Wandel

                      Nachdem ich nun AMP und CDP erneuert habe und irritiert lesen musste, dass der Emitter gar nicht mal so gut mit den großen B+W, die ich vielleicht einmal ins Auge gefasst hätte, "gehen" soll, verfestigt sich immer mehr die Gewissheit, dass ich meine weißen Schränke so lange wie möglich behalten werde.

                      Ich finde keinen Fehler an ihnen - jedenfalls keinen, der mich in meinen Hörgewohnheiten stören würde (kleiner Sweet-Spot z.B.).
                      Kundige Gäste, die meine Vertigos zum ersten mal hören, sind in der Regel angetan bis überwältigt. Letzteres bin ich jeden Tag aufs neue.
                      Da mögen irgendwo in den Weiten des Webs noch so viele Schlaufköpfe von "Fehlkonstruktion" wegen des Bandpassprinzips oder ähnlichen Quark schreiben. Das ficht mich nicht an.
                      Wer Ohren hat, der höre!

                      Kommentar


                        #12
                        AW: Die Vertigo im Wandel

                        Hallo Rainer,

                        an deiner Stelle würde ich auch nicht über andere Lautsprecher nachdenken, bis die Vertigo das Zeitliche segnet.:zustimm: Ich hab noch nie etwas besseres gehört, was passive LS betrifft, als deine Anlage. Sogar ich als eingefleischter und überzeugter Aktivist habe mich von der phantastischen Wiedergabegüte deines set ups überzeugen können. Du wirst lange suchen müssen, etwas Ebenbürtiges dann zu finden.

                        Gruß
                        Franz

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                          #13
                          AW: Die Vertigo im Wandel

                          Zitat von Eusebius Beitrag anzeigen
                          Nachdem ich nun AMP und CDP erneuert habe und irritiert lesen musste, dass der Emitter gar nicht mal so gut mit den großen B+W, die ich vielleicht einmal ins Auge gefasst hätte, "gehen" soll, verfestigt sich immer mehr die Gewissheit, dass ich meine weißen Schränke so lange wie möglich behalten werde.
                          Wo hast du das gelesen? Im MHS (Ex-OEF)? Sicher "geht" ein Emitter mit B&W. Nur lässt sich am Emitter dessen "Behäbigkeit" (weniger analytisch) an B&W nicht verleugnen. Das wird dir aber an jedem LS, der völlig auf spektakuläre Effekte verzichtet, passieren. Meine Erfahrung mit B&W (ich besitze welche) hat sich so geäussert, daß je kürzer das LS-Kabel (am besten Monos), desto knackiger spielen sie auf. So etwas würde ich immer selbst anhören wollen. Meine Sache war es nicht, gut möglich, daß dieses Klangbild "von unten" (warm und weich) Jemandem gefällt. Ich war lange Zeit "aktivschwanger" und habe mich erst im letzten Augenblick doch noch entschieden, "passiv" zu bleiben, was bei mir am AMP lag. Jedenfalls ist meine Erfahrung, daß eben nicht jeder AMP zu jedem LS passt. Und wie der Einzelne hört, kommt noch dazu.

                          Da mögen irgendwo in den Weiten des Webs noch so viele Schlaufköpfe von "Fehlkonstruktion" wegen des Bandpassprinzips oder ähnlichen Quark schreiben. Das ficht mich nicht an.
                          Wer Ohren hat, der höre!
                          Richtig gesehen ist jeder LS (CB,TL,BR,BP) ein Konstrukt mit Kompromissen. Ein Bandpass hat nun mal damit zu kämpfen, daß der Bass dem Rest hinterherhinkt. Die Kunst liegt darin, so zu konstruieren, daß der Nachlauf unterhalb der Wahrnehmungsschwelle bleibt. Bei der "Vertigo", wie ich sie kenne (GS) äusserte sich dieses in einem recht mächtigen Klangbild, so als ob die Energie im Kanal nicht schnell genug abgebaut würde. Dieses Manko hat Gauder mit der "Europa II" besser im Griff gehabt, obwohl es auch eine reine BP-Konstruktion ist. Entscheidend ist das WIE, insofern solltest du pauschalen Plattitüden diverser Amateure weniger Beachtung schenken.

                          Gruß
                          BERND
                          Zuletzt geändert von Schärfer mit Senf; 05.02.2008, 22:36.

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                            #14
                            AW: Die Vertigo im Wandel

                            Zitat von Franz Beitrag anzeigen
                            Ich hab noch nie etwas besseres gehört, was passive LS betrifft, als deine Anlage. Sogar ich als eingefleischter und überzeugter Aktivist habe mich von der phantastischen Wiedergabegüte deines set ups überzeugen können. Du wirst lange suchen müssen, etwas Ebenbürtiges dann zu finden.

                            Gruß
                            Franz
                            Ist das jetzt ein Qualitätskriterium, nur als Aktivist könne man beurteilen, in wie fern etwas ebenbürtig ist? Meinst du nicht, daß deine Subjektivität genau so wenig objektiv ist wie die der Anderen?

                            Gruß
                            BERND

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                              #15
                              AW: Die Vertigo im Wandel

                              Hallo Bernd!

                              Dass Amp und Box zusammenpassen müssen, unterschreibe ich sofort.

                              Wenn Ohrenzeugen vom "nachhinkenden Bass" der Vertigo reden, bin ich - sorry - immer skeptisch.
                              Warum?
                              Es gibt nicht viele LS, die so tief hinuntergehen wie die Vertigo (23 Hertz bei -3dB). Da spielt auch immer sofort der Raum mit - mehr als bei anderen LS.
                              Sie irgendwo mal zu hören, sagt deshalb nicht allzuviel aus.
                              In meinem Raum habe ich viele Kubikmeter Absorber stehen. Außerdem ist die Architektur zufällig sehr vorteilhaft.
                              Ich bezweilfe, dass du bei mir "nachhinkende" Bässe hören würdest.

                              Wenn ich einen Nachteil des Bandpass-Prinzips bei der Vertigo sehe, dann den der Gefahr von Strömungsgeräuschen bei höheren Pegeln. Die Strömungsgeschwindigkeit in den Auslässen ist schon recht hoch.

                              PS: Ich verstehe Franzens Äußerung überhaupt nicht objektiv, sondern als seine ganz subjektive Meinung. Dass er - obwohl eingefleischter Anhänger der Aktiv-Technik - ein passives System goutiert und dies auch kundtut, zeugt m.E. von bemerkenswerter Offenheit. (Dies meine ich unabhängig davon, dass es sich um meine Anlage handelt.)
                              Zuletzt geändert von Replace E; 05.02.2008, 23:17.

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