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Audio PC: lineare Stromversorgung mit Keces P28

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    Audio PC: lineare Stromversorgung mit Keces P28

    Einführung in das Thema

    Das Mittel der Wahl ist für mich ganz klar eine lineare Stromversorgung, wie ich in zahlreichen Beiträgen dokumentiert habe:Für einen High Performance Audio PC ist es schwierig und in der Regel teuer geeignete Linear Power Supplys (LPS) zu finden. Meist haben die sehr rauscharmen LPS nicht die benötigte Leistung. LPS mit höherer Leistung werden ganz schnell teuer und sind schwer und groß.

    In diese Marktlücke stößt der neue Sproß von Keces Audio vor: Keces P28 mit einem UVP von 2.500,00 €. Dieses LPS ist endlich lieferbar.

    Offenlegung meiner finanziellen Interessen

    Ich vertreibe Produkte von Keces Audio. Dies zur Einordnung der nachfolgenden Beschreibungen.

    Technische Daten

    Die Anzahl der Anschlüsse eignet sich für Audiophile, welche die zahlreichen Kästchen in ihrer Anlage satt haben. Sage und Schreibe sechs Zonen stehen mit unterschiedlichen Spannungen und Stromstärken zur Verfügung. Für einen High Performance Audio PC sind insbesondere die Zonen III mit 6A und IV mit 10A sehr interessant. So könnte das Motherboard mit Zone III (19V oder 24V) und die CPU mit Zone IV (12V) versorgt werden. Dafür benötigte ich bisher 2 Keces P8. Die P28 Gleichspannungsanschlüsse (DC) haben wie bisher die Abmessungen: 2.5/5.5mm und so können alte Kabel weiter verwendet werden.

    Besonders gut finde ich die sehr niedrigen Ripple Werte, die ja einer der Vorteile einer linearen Stromversorgung darstellen.

    Die Breite des Alu-Gehäuses entricht dem Keces P8. So etwas finde ich gut und mindert das optische Durcheinander. Freilich ist der P28 höher und tiefer, irgendwoher müssen die Leistung und das Gewicht ja kommen.



    Quelle: https://kecesaudio.com/P28.html

    Spezifikationen laut Hersteller
    Ausgangsspannungen und Stromstärken: Zone I: 5V/7V/9V/12V, 4A.
    Zone II: 12V/15V/19V/24V, 4A.
    Zone III: 12V/15V/19V/24V, 6A.
    Zone IV: 12V/15, 10A.
    Zone V: 5V/9V, 2A.
    Zone VI: USB 5V, 2A.
    USB Isolator: Support low und full speed data rate für 1.5 Mbps und 12 Mbps.
    Anwendungen: 1. Audiophile Hifi Systeme.
    2. Geräte Schutz.
    3. Messgeräte,Entwicklungs.
    4. Medizintechnik.
    Ripple Noise <100uV bei Vollast
    <10uV at 60 Watt
    Leistungsaufnahme bei Vollast Standby: 0.5 Watt
    Maximum: 500 Watt
    Gehäuse Voll- Aluminum
    Abmessungen (BxTxH) 300x279x133mm
    Gewicht Nettogewicht 14KG
    Versandgewicht 16KG
    .
    Zusammenfassung

    Einschränkend möchte ich festhalten, dass es noch keine "unabhängigen" Tests gibt. Bisher gibt es nur Tests der üblichen werbefinanzierten HiFi-Magazine. Ob die Werte wirklich so gut sind muss sich also noch zeigen. Skeptisch bin ich über die sehr vielen Abgriffe über nur einen Trafo. Meine Erfahrung nach ist das nicht so gut. Ein HDPLEX 200W LPS löste sich bei mir schon mal in Rauch auf, weil die Verlustleistung der unterschiedlichen Spannungsabgriffe zur übergroßen Hitze führte. Hier vertraue ich aber dem Sicherungssystem von Keces, welches schon vor dem Durchbrennen der Sicherungen elektronisch eingreift.

    Meinen Praxistest werden ich mit dem fis Audio PC durchführen. Die üppige rauscharme Stromversorgung meines neuen Projekts scheint gesichert:​​​​​​​​​​​​​​



    Grigg Audio Solutions
    Lösungen für Audio PCs
    (fis Audio PC, JCAT, SOtM, Keces, GigaWatt)
    Inhaltsverzeichnis: StreamFidelitys Tipps für High Performance Audio PCs

    #2
    Puh, Spannungsumschaltung auf der Vorderseite. Sind die Schalter irgendwie gegen versehentliches Verstellen gesichert?

    Gruß
    Uwe

    Kommentar


      #3
      Hallo Uwe,

      Zitat von lurg Beitrag anzeigen
      Puh, Spannungsumschaltung auf der Vorderseite. Sind die Schalter irgendwie gegen versehentliches Verstellen gesichert?
      Heute ist der Keces P28 angekommen und so kann ich gleich Deine Frage beantworten. Beim Keces P8/P3 sind die Kippschalter hinten und gesichert. Den Schalter muss man erst ein wenig rausziehen und kann dann die andere Spannung einstellen. Bei diesem P28 sind es Schieberegler, die recht schwergängig sind. Ein versehentliches Verstellen ist unwahrscheinlich, da ein gewisser Widerstand überwunden werden muss.

      Es gibt einen Hauptschalter vorn und ein Netzschalter hinten, der das Gerät komplett vom Strom trennt. Darüber hinaus kann jeder der 4 Zonen individuell ein- oder ausgeschaltet werden. Der P28 kann mit einer 12V Leitung getriggert werden.



      Auf der Rückseite sind die Kabelanschlüsse. Die Hohlsteckerbuchsen geben richtig guten Halt. Sonst ist das manchmal eine wacklige Angelegenheit. Hier muss man etwas Kraft aufwenden, um die Hohlstecker (2.5/5.5mm) reinzustecken.



      Das innere ist Keces-typisch gut sortiert. Überhaupt begeistert mich die Verarbeitungsqualität. Wer links oben auf die Platine schaut entdeckt Schumann PCB. Tatsächlich ist ein Schumann-Frequenz-Generator verbaut.



      Für die Tuningfreunde gibt es Sicherungen zu ersetzen. Ich lese T8A/250V und T12A/250V.



      Beleuchtet sieht es dann so aus. Die Amperemeter können gedimmt werden. Die Anzeigen sind sogar recht genau.



      Zufälligerweise passt das Grün gut zum T+A SDV 3100 HV. Unnötig finde ich die LED-Beleuchtung im innern des Geräts. Die LEDs durchlaufen einen Kreis, vielleicht eine Prüfroutine oder einfach nur Disco.



      Mit dem P28 habe ich drei P8 eingespart und ich könnte noch weitere Geräte mit Strom versorgen. Keces P8 kosten nach aktuellem UVP 750,00 €, also bei drei insgesamt 2.250,00 €. Der P28 kostet 2.500,00 €.

      Zum Klang kann ich mangels Einspielen noch nicht viel sagen, außer dass ich gefühlt schon jetzt eine schöne Ruhe im Klangbild habe. Der Keces P28 wird heiß. Man könnte sagen eine typische Keces Eigenschaft. Das Gerät muss also unbedingt frei stehen, um gut belüftet zu werden.
      Zuletzt geändert von StreamFidelity; 11.11.2021, 15:55.
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      Kommentar


        #4
        Neue Erkenntnisse

        Zitat von StreamFidelity Beitrag anzeigen
        Unnötig finde ich die LED-Beleuchtung im innern des Geräts. Die LEDs durchlaufen einen Kreis, vielleicht eine Prüfroutine oder einfach nur Disco.
        Nach Rücksprache mit dem Großhändler handelt es sich um eine Funktion des Schumann Generators. Kann man abschalten, indem man den Stecker von der Platine zieht.

        Die CPU ist der größte Stromfresser. Deshalb haben leistungsstarke Motherboards 2 x CPU-EPS Anschlüsse. Und das habe ich jetzt mal ausprobiert. Und es funktioniert! Dafür verwende ich Zone Zone III: 12V/6A und Zone IV: 12V/10A. Wow! Das hört sich ein Stück körperhafter an. Leicht verbesserte Transienten. Sehr vielversprechend.
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          #5
          Manchmal muss man mutig (oder verrückt genug) sein, um weitere Klangsteigerungen zu erzielen. Nun ist der Keces P28 nagelneu und normalerweise scheue ich mich sofort etwas verbessern zu wollen. Andererseits zieht der fis Audio PC mit 4,2GHz auf allen 16 Kernen doch eine Menge Strom.

          Während der fis Audio PC mit 6 Pin oder 8 Pin Molex Steckern ohne Zwischenstecker aus gutem Grund direkt angeschlossen wird, muss der Strom beim Keces P28 erst durch Hohlstecker und Buchsen (2.5/5.5mm) fließen. Die Buchsen sind laut Bernd (fis Audio) von einer sehr guten Qualität. Also war mein Vorhaben noch wagemutiger.

          Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich bat Bernd die drei PC Gleichstromkabel direkt an den Keces P28 anzuschließen. Etwas mühsam war das Auslöten der Buchsen. Der Rest war vergleichsweise einfach, da die Kontakte mit Ösen verschraubt sind. Die Ösen waren von Keces richtig gut festgezogen, so wie es sein muss.



          Die passenden Ösen konfektionierte Bernd an die DC Kabel und konnten nun ebenfalls bombenfest verschraubt werden. Der Keces P28 darf verdient den fis Audio Aufkleber tragen. Zone II liefert 24V/4A für das Motherboard, Zone III 12V/6A und Zone IV 12V/10A versorgen die CPU mit Strom. Eine Buchse in Zone I ist dringeblieben und steht zur freien Verfügung.



          Wie hört sich das an?

          Diesen Sprung hin zu mehr Schwärze und verbesserter Räumlichkeit hätte ich so nicht erwartet. Die Hohlstecker waren bei mir eine kleine Bremse. Bei anderen Systemen mit geringerem Stromverbrauch vielleicht zu vernachlässigen.
          Zuletzt geändert von StreamFidelity; 25.11.2021, 15:39.
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            #6
            Hallo Ronny(?),
            ich muss jetzt einmal die Zeit nützen und mich bedanken, wie Du hier Dein Wissen für alle offen stellst. Für mich sind Computer zwar im Moment kein Thema, aber es ist einfach ein vergnügen Beiträge zu lesen, wo fachlich kompetent, gut geordnet, ohne die Konkurrenz schlecht zu machen, ohne Überheblichkeit berichtet wird.
            Weil das nicht SO üblich ist, sollte das mal gesagt sein.
            Danke dafür
            Tom

            Asiatischer Spruch: Ein Guru ist offen wie ein See. Je mehr in ihn fließt, desto tiefer wird er.
            Roon Rock auf NUC i7,Sotm sMS Ultra Neo, Sotm USBUltra, ifi iUSB, Stefan‘s USB, audioquest Diamond, Paltauf Universal-KHVerstärker und NOS DAC, Woo WA11, Stax SRD-X pro, ifi iCAN SE, Earman TR-AMP, Grado RSA; Stax 009, 007 mk1, 4070, 507, SR 404 LE, 404, 300LE, Nova Signature, Signature, Lambda Pro, Sigma Pro, Lambda Normal, Dan Clark VOCE, Sennheiser HE60, Mysphere 3.2, AKG K1000, Ergo AMT, Abyss 1266, Audeze XC, Sennheiser HD 800 DuPont, HD 600, 580, 540, AKG k812, Grado RS1,GH2, GS3000, Oriolus 2nd., Nordost, Synergistic Research Basen, Harmonix, Shun Mook; PS Audio P500, Isotek Aquarius

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              #7
              Zitat von Dynavit Beitrag anzeigen

              Hallo Ronny(?),
              Ronny heißt Gabriel.

              Zitat von Dynavit Beitrag anzeigen

              Für mich sind Computer zwar im Moment kein Thema, aber es ist einfach ein vergnügen Beiträge zu lesen, wo fachlich kompetent, gut geordnet, ohne die Konkurrenz schlecht zu machen, ohne Überheblichkeit berichtet wird.
              Einen "echten" Computer (ein Streamer ist im Endeffekt natürlich auch ein Computer...) möchte ich für Audio nicht. Aber die Beiträge von Gabriel lese ich ebenfalls sehr gerne. Hatte ich hier im Forum auch schon mal gesagt.

              VG Uli

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                #8
                Hallo Tom,

                Zitat von Dynavit Beitrag anzeigen
                ich muss jetzt einmal die Zeit nützen und mich bedanken, wie Du hier Dein Wissen für alle offen stellst.
                Freut mich.

                Hallo Uli,

                Zitat von maasi Beitrag anzeigen
                Ronny heißt Gabriel.
                Stimmt! Ich habe zwei Vornamen. Ich verwende "Gabriel" aus alter Tradition heraus für Foren. Ich höre aber auf beide Namen. 😉

                Zitat von maasi Beitrag anzeigen
                Aber die Beiträge von Gabriel lese ich ebenfalls sehr gerne.
                Dankeschön.

                Grüße Gabriel

                Grigg Audio Solutions
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                Inhaltsverzeichnis: StreamFidelitys Tipps für High Performance Audio PCs

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