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ESS-AMT _ Die Legende lebt

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    Hallo,

    Zitat von Eumel Beitrag anzeigen
    Also ich glaube, dass hochwertige LS-Entwicklung einfach ist.
    Ist sie auch, wenn man alle Sackgassen und Irrwege schon durch und die Gestaltungshoheit über seine Produkte hat.
    Wenn man allerdings mit WAF und "Marktanforderung" anfängt, ist es aus.

    Gruß

    Thomas

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      Zitat von tmr Beitrag anzeigen
      Hallo,



      Ist sie auch, wenn man alle Sackgassen und Irrwege schon durch und die Gestaltungshoheit über seine Produkte hat.
      Wenn man allerdings mit WAF und "Marktanforderung" anfängt, ist es aus.

      Gruß

      Thomas
      Wahre Worte!
      gewerblicher Teilnehmer
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        ...Hauptsache mit Horn...

        Schönes Wochenende allerseits
        Gruß
        Guido
        ...mehr Senf...

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          Der ESS ist ja quasi ein Hornhochtöner; für "ein Horn" ist also gesorgt!

          Nennen wir das Projekt doch einfach
          "Einhorn"
          Zuletzt geändert von AIR; 13.05.2022, 17:05.
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            Dass darauf noch niemand gekommen ist...




            Einhorn | Martion

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              Dann eben "QuasiEinhorn"
              gewerblicher Teilnehmer
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                Wie wäre es mit Manfred?

                Darauf ist auch noch niemand gekommen.




                Acoustic Signature Manfred mk II (4196482634) | Ausstellungsstück | Plattenspieler, Tonarme, Systeme... | Angebot auf audio-markt.de

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                  tmr

                  mich würde mal der technische Unterschied zwischen einem Draht Widerstand und einer „billigen“
                  Spule interessieren 😉
                  Schwarz, 33 1/3rpm und Horn

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                    Zitat von AIR Beitrag anzeigen
                    Letztendlich regt man bei einer TML eine Röhre zur Resonanz an und muss deren unerwünschte Vielfache der Grundresonanz durch viel konstruktiven Aufwand reduzieren. Zudem haben wir es mit einer relativ langen Einschwingzeit zu tun. In einem zeitrichtigen Konzept hinkt der Bass dann lahm nach.
                    Erst kommt heiße Luft und dann brummt es einem die Hütte voll . . .
                    Aus dem Grund habe ich eine moderne, per HJ Horn errechnete TML, vorschlagen.
                    Nachteile erfassen und beseitigen 😉

                    Schwarz, 33 1/3rpm und Horn

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                      Symmetrische Anordnung?

                      Der ESS AMT hat eine vertikal starke und eine horizontal geringe Richtcharakteristik. Diese Eigenart kann man durch eine symmetrische Anordnung der Mitteltieftöner im weiteren Übertragungsbereich fortführen. Das vertikale "Aufbrechen" durch Interferenzen/Kammfiltereffekt beginnt von der 0-Achse aus zu größeren Winkeln von hohen zu tiefen Frequenzen hin. Es genügen kleine Laufzeitdifferenzen der Chassis zum Bezugspunkt um bei hohen Frequenzen destruktive Interferenzen zu erzeugen. Im Mittelton- oder gar Tieftonbereich braucht es größere Laufzeitdifferenzen, die bei den größeren Wellenlängen entsprechende Phasendifferenzen schaffen. Auf jeden Fall braucht es mindestens zwei Schallquellen, die mit annähernd gleicher Energie im selben Frequenzbereich Schall abstrahlen, um nennenswerte Interferenzen zu erzeugen. Das ist bei höheren Frequenzen nicht gegeben, da die Mitteltöner durch ihre eigene Tiefpasscharakteristik und durch zusätzliche elektrische Tiefpassfilter im Hochtonbereich wenig Schallenergie abgeben. Hinzu kommt die Bündelung durch die größeren Membranen, die unter Winkeln den Schalldruck bei höheren Frequenzen nochmals stark reduziert. Es ist also im hochfrequenten Bereich schlicht und ergreifend nur der Hochtöner als Schallquelle mit relevantem Schalldruck wirksam. Die Voraussetzungen für destruktive Interferenzen sind kaum gegeben. Im Übergangsbereich vom Hoch- zu den Mitteltönern kompensieren sich in der Praxis innerhalb eines vertikalen "Öffnungswinkels" von +- 5 bis ≈ +- 10 Grad die Schallanteile des oberhalb mit dem unterhalb des Hochtönern angeordneten Mitteltöners. Wie groß dieser Bereich ist, hängt vom Abstand der akustischen Zentren, von der Richtcharakteristik der jeweiligen Chassis und von den elektrischen Filtern ab. Wenn man es gut macht, dann bleibt der Frequenz- und Phasengang innerhalb dieses vertikalen "Öffnungswinkels" im Übergangsbereich nahezu konstant. Bei tieferen Frequenzen wird die Wellenlänge groß zur Geometrie der Chassisanordnung und die Interferenz-Probleme verringern sich zunehmend.

                      Ich habe schon eine Vielzahl von Lautsprechern mit symmetrischer Chassisanordnung vom Mittelhochtonbereich bis hin zur vollständigen Symmetrie entwickelt, insbesondere in Kombination mit AMT-Hochtönern. Das kann man gut in den Griff bekommen und die vertikal symmetrische und definierte Abstahlcharakteristik hilft zur Vermeidung von Decken- und Fußbodenreflexionen und führt oft zu sehr pegelstarken Lautsprechern. Damit lässt sich durchaus eine sehr klare ungefärbte Wiedergabe erreichen. Daher habe ich für dieses ESS-AMT-Projekt eine symmetrische Anordnung, zumindest im Mittelhochtonbereich, vorgesehen. Falls sich jemand findet, der einen richtig großen Lautsprecher stellen mag, kommt auch eine vollsymmetrische Anordnung in Frage.

                      Gruß
                      AIR



                      gewerblicher Teilnehmer
                      www.weidlich-audio.de

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                        Morgen,

                        Zitat von boxworld Beitrag anzeigen
                        tmr

                        mich würde mal der technische Unterschied zwischen einem Draht Widerstand und einer „billigen“
                        Spule interessieren 😉
                        Gerne.
                        Ein Drahtwiderstand (z.B. 1 Ohm) macht Dämpfung i.d.R. ohne Filterwirkung, eine "billige" Spule (z.B. eine Luftspule aus dünnem Draht mit ebenfalls 1 Ohm) macht Dämpfung plus induktivitätsbedingte Filterwirkung.

                        Gruß

                        Thomas

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                          Morgen Michael,

                          Zitat von AIR Beitrag anzeigen
                          Der ESS AMT hat eine vertikal starke und eine horizontal geringe Richtcharakteristik. Diese Eigenart kann man durch eine symmetrische Anordnung der Mitteltieftöner im weiteren Übertragungsbereich fortführen.
                          D.h. du möchtest die vertikale Bündelung im Frequenzbereich noch weiter ausdehnen.

                          Zitat von AIR Beitrag anzeigen
                          Das vertikale "Aufbrechen" durch Interferenzen/Kammfiltereffekt beginnt von der 0-Achse aus zu größeren Winkeln von hohen zu tiefen Frequenzen hin. Es genügen kleine Laufzeitdifferenzen der Chassis zum Bezugspunkt um bei hohen Frequenzen destruktive Interferenzen zu erzeugen. Im Mittelton- oder gar Tieftonbereich braucht es größere Laufzeitdifferenzen, die bei den größeren Wellenlängen entsprechende Phasendifferenzen schaffen. Auf jeden Fall braucht es mindestens zwei Schallquellen, die mit annähernd gleicher Energie im selben Frequenzbereich Schall abstrahlen, um nennenswerte Interferenzen zu erzeugen. Das ist bei höheren Frequenzen nicht gegeben, da die Mitteltöner durch ihre eigene Tiefpasscharakteristik und durch zusätzliche elektrische Tiefpassfilter im Hochtonbereich wenig Schallenergie abgeben.
                          Wieso?
                          Die beiden Mitteltöner interferieren doch gerade im hohen Bereich miteinander, wenn sie das gleiche Frequenzband abstrahlen.
                          Da hat der Hochtöner erstmal nichts mit zutun.

                          Zitat von AIR Beitrag anzeigen
                          Hinzu kommt die Bündelung durch die größeren Membranen, die unter Winkeln den Schalldruck bei höheren Frequenzen nochmals stark reduziert.
                          Die Bündelung des Einzelchassis (also das Interferieren bei jedem einzelnen Mitteltonhassis durch gegenphasiges Schwingen von Teilbereichen der Membran) kommt noch verschärfend hinzu.

                          Zitat von AIR Beitrag anzeigen
                          Es ist also im hochfrequenten Bereich schlicht und ergreifend nur der Hochtöner als Schallquelle mit relevantem Schalldruck wirksam. Die Voraussetzungen für destruktive Interferenzen sind kaum gegeben.
                          Doch, siehe oben.
                          Das wird auch die Messung der Richtcharakteristik außerhalb von 0° zeigen.

                          Aber ich will dir in deine Konzepte nicht hineinreden, sondern nur einen möglichen anderen Blickwinkel aufzeigen.
                          Bin eben mittlerweile koaxgeschädigt.


                          Gruß

                          Thomas
                          Zuletzt geändert von tmr; 14.05.2022, 09:00.

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                            Zitat von tmr Beitrag anzeigen

                            “ Ich habe bei meinen passiven Lautsprechern noch nie einen Widerstand im Signalweg gehabt, die einzige Option war der Spulenwiderstand für den Bandpass des MT:
                            Lustig war dann immer, wenn "Tuner" die vermeintlich billige Spule durch eine "hochwertige" niederohmige Version modifiziertt haben und sich dann über den "Präsenzgewinn" gefreut haben. „

                            Gruß

                            Thomas
                            ist natürlich sehr werbewirksam, einen klanglichen Vorteil gegenüber dem klassischen Widerstand sehe ich da aber nicht.
                            Schwarz, 33 1/3rpm und Horn

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                              Zitat von tmr Beitrag anzeigen
                              Morgen Michael,



                              D.h. du möchtest die vertikale Bündelung im Frequenzbereich noch weiter ausdehnen.



                              Wieso?
                              Die beiden Mitteltöner interferieren doch gerade im hohen Bereich miteinander, wenn sie das gleiche Frequenzband abstrahlen.
                              Da hat der Hochtöner erstmal nichts mit zutun.



                              Die Bündelung des Einzelchassis (also das Interferieren bei jedem einzelnen Mitteltonhassis durch gegenphasiges Schwingen von Teilbereichen der Membran) kommt noch verschärfend hinzu.



                              Doch, siehe oben.
                              Das wird auch die Messung der Richtcharakteristik außerhalb von 0° zeigen.

                              Aber ich will dir in deine Konzepte nicht hineinreden, sondern nur einen möglichen anderen Blickwinkel aufzeigen.
                              Bin eben mittlerweile koaxgeschädigt.


                              Gruß

                              Thomas


                              Hallo Thomas,

                              ja, ich möchte die vertikale Bündelung zu den Mitten hin ausdehnen, damit nicht der Hochtöner allein vertikal einschnürt. Das wäre nicht ausgewogen.

                              Die Mitteltöner interferieren nur soweit miteinander, soweit sie nennenswertem Schalldruck übertragen. Das ist bei hohen Frequenzen nicht der Fall. Außerdem kommt immer das Zusammenspiel der gesamten Hoch-Mitteltonanordnung zum tragen. Bei einer zeit-(phasen-) richtigen Übernahme verhalten sich die Chassis zueinander wie folgt:

                              Hochtöner mit oberem Mitteltöner:
                              • nach oben gerichtet = Überhöhung im Übergangsbereich
                              • nach unten gerichtet = Senke im Übergangsbereich
                              Hochtöner mit unterem Mitteltönern:
                              • noch oben gerichtet = Senke im Übergangsbereich
                              • nach unten gerichtet = Überhöhung im Übergangsbereich
                              Schaut man sich nun die Gesamtkonstellation an, so heben sich die Überhöhungen und Senken auf. Kammfiltereffekte treten da nicht auf.

                              Andere Blickwinkel sind willkommen! Das kann nur förderlich sein. Letztendlich muss man abwägen und herausfinden, was für ein bestimmtes Konzept mehr oder weniger relevant ist.

                              Gruß
                              AIR

                              gewerblicher Teilnehmer
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                                Hallo Michael,

                                Zitat von AIR Beitrag anzeigen
                                Die Mitteltöner interferieren nur soweit miteinander, soweit sie nennenswertem Schalldruck übertragen.
                                Also in ihrem Übertragungsbereich.
                                Und das tun sie um so stärker, je kleiner die Wellenlänge ist, also zu hohen Frequenzen hin.

                                Die D'Appolito-Anordnung funktioniert nur sauber, wenn bestimmte Regeln eingehalten werden.

                                Dazu gehört, daß der Abstand der beiden MT-Zentren einen gewissen Betrag nicht übersteigen darf.
                                Leider ist der HT sehr groß, wenn dann noch MT>10cm dazu kommen, dann müßte die Übernahmefrequenz zum HT sehr tief liegen, was aus anderen Gründen wieder problematisch ist.

                                Zitat von AIR Beitrag anzeigen
                                Schaut man sich nun die Gesamtkonstellation an, so heben sich die Überhöhungen und Senken auf. Kammfiltereffekte treten da nicht auf.
                                Vielleicht auf Achse auf einem einzigen Punkt gemessen, aber auch im Winkel?

                                Ich muß zugegeben, daß ich die Richtcharakteristik außerhalb der 0°-Achse für deutlich relevanter für die Performance im Hörraum halte.
                                Ich mag zudem keinen eingeengten Sweetspot.

                                Auf Achse 0° mißt sich fast alles irgendwie schön...

                                Gruß

                                Thomas
                                Zuletzt geändert von tmr; 14.05.2022, 10:54. Grund: Typos

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