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The last and lost Blues Survivors in Regensburg

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    The last and lost Blues Survivors in Regensburg

    Liebe Freunde,

    am Dienstag erklärte Charly, dass wir JETZT zum Open-Air-Blues-Event ins Städtle führen. Jetzt, das war so ungefähr 18 Uhr 30. Er habe zufällig gelesen, dass beim "The last and lost Blues Survivors" Wolfgang Bernreuther spiele. Einlass ist ab 19 Uhr, und wir müssten uns sputen, damit wir auch noch eine Karte bekommen!

    Ungeachtet der Regenwolken (man hörte im Radio davon) haben wir uns an der Abendkasse Tickets geholt und unter knisternden Regencapes, die der Veranstalter gratis verteilte, Bernreuther gelauscht.

    Ich sag' euch - es war trotzdem die reinste Freude! Bernreuther hat sich zu seinem langjährigen Freund Rudi Bayer (Bass) eine Blueslady, Beata Kossowska, geholt, mit der es eine reine Freude war. Die Lady hat die Mundharmonika im Griff wie kaum jemand! :zustimm:
    Bernreuther klampfte alles, was sechs Saiten hat und um ihn rumstand, ungeachtet der Feuchtigkeit - er singt und spielt einen Klasse-Blues!

    Die Ansagen mit gediegenem oberpfälzer Einschlag, sang Bernreuther englisch, während Beata Klangpunkte mit der Mundharmonika setzte oder in englisch oder polnisch den Blues komplettierte.

    Nur schade, dass die Zeit wieder mal so schnell verging, denn die Pause war schneller da als erwünscht.

    Der Regen blieb zu unserer Freude aus, und wir konnten die nachfolgenden Blues-Musiker ohne störende und raschelnde Kapuzen genießen.

    Was jetzt auf die Bühne kam, überraschte uns Unbedarfte. Da waren acht Herzblut-Musiker auf der Bühne, Altersdurchschnitt lässig 60... Und dann ging der Blues ab! Aber wie! :daumen:

    Die jüngste Künstlerin, Pura Fe, eine Indianerin, sang traditionelle Lieder zur Erinnerung an ihre Großeltern. Traditionelle Klänge live unter den Arcaden des Thon-Dittmer-Palais.... :zustimm:

    Die alten Herren auf der Bühne bezeichnete ich zwischendurch einmal schmunzelnd und bewundernd als: "Das ist ja ein Haufen liebenswerter Quatschköppe!" Da hat jeder sein Instrument im Griff gehabt und zwischendrin geblödelt oder gewitzelt... Der Schlagzeuger hat pro Takt weit über den Kopf ausgeholt - und trotzdem taktgenau das Becken getroffen, mit der rechten Hand links gespielt und umgekehrt, und immer stimmte es. Zwischendurch aufgestanden, um seine Schießbude herumgelaufen und nebenbei weiter gespielt... feif:

    Captain Luke, der Musik machte, für die üblicherweise "12 Personen erforderlich seien" und dem Publikum versprach, auf der Bühne zu tanzen! Ein alter Hase, der mit seiner Gitarre mit relativ großem Körper und Metallverkleidung (Style Guitar?) und Schlagzeug (er saß hinter irgendwelchen Trommeln, das konnte ich von meiner Position gar nicht sehen) ein wirkliches Klangfeuerwerk machte. Zwei Riffs und der Blues ging ab! Gegen Ende seines Zwischenauftritts kam er mit der Gitarre quer über die Bühne getanzt. Er demonstrierte, wie man in einem Bundesland der USA tanze... und dann spielte er den Blues eines anderen Bundeslandes und demonstrierte den Tanz hierzu... und noch eines...
    Der Blues blieb der gleiche, aber die Beine des Gutesten mutierten von Bundesland zu Bundesland immer mehr Richtung Gummifüße. Einfach eine geniale Show! :zwink:

    Highlight, ihr Herren werdet verzeihen, war Beverley "Guitar" Watkins.
    Da kam eine ältere Dame auf die Bühne, und der junge Roadie half ihr mit dem Mikrofon und hängte ihr die Gitarre um... und dann hatte die alte Dame mit ihren 69 Lenzen eine Röhre und die Gitarre im Griff, dass einem der Mund offen blieb! Und dann hatten wir alle Raum und Zeit vergessen, da können sich gaaaanz viele von den Stars und Sternchen sowohl gesangsmäßig als auch bezüglich des Gitarrenspiels ein paar Scheiben von abschneiden!
    Und die Dame, von der wir vielleicht dachten, was sie denn da auf der Bühne zu suchen habe, die sich eben mit der Gitarre vom Roadie helfen ließ, nahm das Instrument während des Spiels, hob sie und kippte sie sich auf die Schultern und spielte über ihrem Kopf den Blues!!!!! :dancer:

    Danke, Charly, dass du rechtzeitig die richtige Information gelesen hast! :dank:


    Die CD dieser Favorite Eight ist von Music Maker, Nr. MMCD 97
    Grüßle von der Audiohexe

    sigpic


    Und nun verstand ich es, das Geheimnis der Musik, ich verstand, warum sie allen anderen Künsten so turmhoch überlegen ist: Es ist ihre Körperlosigkeit.
    Wenn sie sich einmal von ihrem Instrument gelöst hat, dann gehört sie wieder ganz sich selbst, ist ein eigenständiges freies Geschöpf aus Schall, schwerelos, körperlos, vollkommen rein und in völligem Einklang mit dem Universum.
    (von Walter Moers)

    #2
    AW: The last and lost Blues Survivors in Regensburg

    Ach ja, wer vielleicht am Wochenende noch Zeit und Lust hat:

    http://www.palazzo-regensburg.de/
    Grüßle von der Audiohexe

    sigpic


    Und nun verstand ich es, das Geheimnis der Musik, ich verstand, warum sie allen anderen Künsten so turmhoch überlegen ist: Es ist ihre Körperlosigkeit.
    Wenn sie sich einmal von ihrem Instrument gelöst hat, dann gehört sie wieder ganz sich selbst, ist ein eigenständiges freies Geschöpf aus Schall, schwerelos, körperlos, vollkommen rein und in völligem Einklang mit dem Universum.
    (von Walter Moers)

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