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Drei Popstars des Jazz und ihre besondere Liebe zu Hamburg

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    Drei Popstars des Jazz und ihre besondere Liebe zu Hamburg

    Das Trio e.s.t. präsentiert neues Live-Doppelalbum

    "Ich bin einfach nur ein Pianist." Manchmal tut es gut, wenn der Star den ganzen Hype und Wahnsinn um seine Person mit ein paar schlichten Worten wieder erdet. Und mochte da jüngst im Kiez-Club Indra auch die "sehr spezielle Magie" beschworen und ein "Siegeszug um die ganze Welt" verkündet worden sein: Esbjörn Svensson sieht den Rummel um e.s.t. herrlich entspannt. "Wenn uns jemand unbedingt Popstars des Jazz nennen will, ist das okay", sagt der Schwede. "Doch wir drei sind eine normale Band, die einfach ihr Bestes tut, um gute Musik zu spielen."
    Indes, die Branche lebt (auch) vom Pathos, und immerhin waren ja an dem erwähnten Abend auch 15 Jahre Act zu feiern - und das in Zeiten, wo es für die Musikindustrie vor lauter Negativmeldungen kaum noch freudige Anlässe gibt. Und so hatte sich Siggi Loch, Gründer dieses kleinen, aber feinen und entdeckungsfreudigen Jazz-Labels, extra aus dem fernen Bayern in den Norden begeben: Denn eben hier, in der nicht weit entfernten Musikhalle, erzählte der Act-Chef, hätten e.s.t. vor einem Jahr eines ihrer besten Konzerte gegeben - und er habe das Esbjörn Svensson Trio schon mindestens 50 Mal live erlebt. Was für ein Glück also, dass der NDR seinerzeit die Bandmaschinen laufen ließ und dieser wohl kaum noch zu toppende "Tuesday Wonderland"-Tourmitschnitt des erfolgreichsten Jazz-Trios der Welt nun als Doppel-CD erscheinen konnte.
    Doch bevor wir nun angesichts solcher Superlative erneut in Ehrfurcht erstarren, lassen wir doch einfach nochmals den Meister zu Wort kommen. "Die Musik, die wir spielen: Ist das Jazz? Ich weiß es nicht", sagt der drahtige, freundliche Mann. Und schon darf die Andacht wieder jener Gelassenheit weichen, mit der auch Svensson und seine Musikerfreunde Dan Berglund (Bass) und Magnus Öström (Schlagzeug) seit jeher ihr außergewöhnliches instrumentales Können in den Dienst ihrer Erkundungsreisen stellen. Können die traumhaft-hypnotischen Melodien aufatmen und die Drei verborgene Strukturen freilegen. So erschafft sich das Trio, mal mit schleppenden Rhythmen, mal im rasanten Up-Tempo-Beat, auf seinen von äußerster Reduktion bis zu labyrinthischer Verschlungenheit erstreckenden Improvisationsausflügen durch das e.s.t.-Universum seine eigene Welt. Jenseits aller Gloriolen - und doch auch jenseits ganz normaler Jazz-Konzerte.

    quelle http://www.welt.de/welt_print/articl...u_Hamburg.html
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