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Jazz Tales ( Buch Tipp )

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    Jazz Tales ( Buch Tipp )



    Verlag edel classics GmbH, Hamburg
    128 Seiten / ca. € 35,00
    Musik ist zum Hören da, aber sie schreibt auch Geschichte. Ob die Sex Pistols mit „God shave the Queen“ oder Wagner mit dem Tristan Akkord. Aber Musik ist auch immer ein Zeichen der Zeit. Die Sex Pistols zeigten der Öffentlichkeit eine neue Mode und die aktuellen Casting Shows bringen austauschbare Musik an austauschbare Hörer. Musik ist also immer mehr als das reine Hören. Die Earbooks des edel Verlags bringen Musik, Bilder und Text zusammen. Das sieht manchmal einfach nur schön aus, bringt ein anderes Mal eine Menge Hintergrundinfos. „Jazz Tales“ ist anders. Schön ist das Buch auch, denn die vielen Porträtfotos der Künstler sind einfach angenehm anzuschauen. Aber das Buch ist mehr. Die vielen Interviews, aus dem der Textteil des Bandes besteht, zeichnen ein Bild von engagierten Musikern – oft ohne andere Perspektiven – wie sie gegen eine feindliche Welt ihr Leben und ihre Musik stellen. Das gibt dem Lächeln eines Tommy Flanagan eine anderen, tieferen Bedeutung, lässt die irgendwie auch erschöpft wirkende Ella Fitzgerald in nur einem Bild auf ihr Leben zurückblicken und lässt uns Betrachterin dem in seiner Musik entrückten Gesicht von Art Blakey die Musik als eine Zuflucht für wahrscheinlich sonderbare Menschen in einer absonderlichen Welt erkennen.

    „[Der Polizist] hatte noch nie einen schwarzen neben einem weißen Kerl in einem Auto sitzen gesehen“ „... ich wachte in einem Krankenhaus auf“. Jazz und Amerika lagen im Krieg. Die Schwarzen eroberten mit ihrer Musik eine Öffentlichkeit, die ihnen von der mit der Unterdrückung der Nigger gut lebenden Masse nicht gegönnt wurde. Plötzlich wurde dem White Trash die Schicht genommen, die sie von dem unteren Ende der Gesellschaft trennte.

    In Zeiten von farbigen Außenministern in Amerika kommen einem solche Geschichten wie
    Relikte aus einer unvorstellbar lange vergangenen Epoche vor – die Realität sieht lieder immer noch anders aus. Zurück zur Musik. Auf vier CDs bringt „Jazz Tales“ die passende Untermalung zu den Interviews. Dabei handelt es sich nicht um eine musikalische Bestandsaufnahme des Themas Jazz, sondern um musikalische Zitate zu den im Buch zu Worte kommenden Menschen. Und darin besteht der grundsätzliche Wert dieses Bandes: Musik, Leben und Bilder von besonderen Menschen zu präsentieren. Jetzt ist nicht jeder Jazzer gleich ein guter Mensch oder ein Weltverbesserer. Oft zeigen die Schilderungen, dass versucht wurde, einfach nur gut zu leben. Aber die Texte erzählen von besonderen Menschen in einer besonderen Zeit. Da können heutige Acts, die mit ihrer schweren Kindheit Kohle machen wollen, mal erfahren, wie man intelligente Musik trotz verheerender Lebensverhältnisse lebt.

    Wer sich auf dieses Buch einlässt, wird Jazz mit anderen Ohren hören. Der Jazz als reine Musik ist historisch wichtig und für viele die einzige Art, guter Musik. Aber nach diesen beeindruckenden Bildern und den bewegenden Geschichten der Musiker gewinnt der hier präsentierte Jazz eine so für manche neue Lebendigkeit.


    Macht aus einer Musikrichtung eine nachfühlbare Geschichtsstunde.

    quelle http://www.parnass.scram.de/comicdetail.php?nr=2363

    __________________
    ---...MFG_Herbert...---

    #2
    AW: Jazz Tales ( Buch Tipp )

    Noch ein Bildband.


    "Die Jazzmusiker und ihre drei Wünsche"








    .
    Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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      #3
      AW: Jazz Tales ( Buch Tipp )

      Blue Note - Die Biographie. Die erste Biographie über das wichtigste Jazz-Label der Welt



      Ein Buch für Fans? Ein Buch für Spezialisten? Die Biografie von Blue Note, einem legendären Jazzlabel aus New York, bietet in erster Linie eine nahtlose Chronik aller Aufnahmen, die Labelchef Alfred Lion zwischen 1939 und 1967 gemacht hat. Man sollte mit den Künstlern dieser Zeit vertraut sein, möglichst viele ihrer Platten kennen, sonst wird man sich ein wenig langweilen, denn bei der Fülle der besprochenen Sessions konnten die Musiker im Einzelnen nicht porträtiert werden. Hier hätten Fotos viel geholfen, schade dass auch dafür kein Platz war: die Beschreibungen von Blue Notes Büro, von Proberäumen und Aufnahmestudios, von Szenen die sich dort abspielten, das alles würde für den Leser sehr viel lebendiger, hätte er noch etwas zum Anschauen. Verfasser Richard Cook hat es vor allem auf biografische Vollständigkeit angelegt, aber vielleicht hätte man doch einige der 300 Seiten dem Bild opfern sollen: die vielen musikwissenschaftlichen Analysen, die der Autor bereithält, hemmen den Lesefluss und gehen im Grunde am Thema vorbei. Richtig spannend sind vor allem das erste und die beiden letzten Kapitel: Hier wird etwas vom Flair der Zeit vermittelt -- der Idealismus zweier Deutscher Jazzfans (Alfred Lion und Frank Wolff), die sich im New Yorker Musikdschungel der 40er-Jahre durchzusetzen versuchen; im letzten Teil des Buches die Konkurrenz durch den Rock'n'Roll, der Verkauf von Blue Note an Liberty Records, Lions Ausscheiden, die lähmenden 70er-Jahre und schließlich die Renaissance und die Geschichte von Blue Notes Fortbestehen bis heute. Ein faszinierendes Buch für Kenner, für Fans des akustischen Hot-Jazz, die die Thelonious Monks, die Art Blakeys, die Horace Silvers und Wayne Shorters verehren. --Katharina Lohmann

      Kurzbeschreibung
      Die Geschichte des Jazz ist nicht denkbar ohne das Label Blue Note. Seit seinen Anfängen im Jahre 1939 haben die wichtigsten Jazz-Musiker ihrer Zeit stilprägende und legendäre Alben bei Blue Note Records in New York aufgenommen. Richard Cook erzählt erstmalig die Geschichte des Labels, seiner Macher und der Künstler, die Blue Note prägten. Ein Muss für jeden Jazzliebhaber.1939 gründeten die deutschen Emigranten Alfred Lion und Francis Wolff in New York das Label Blue Note Records. Ihr Credo war simpel: "Wir wollten Musik verlegen, die wir selber liebten." Ob Miles Davis, Thelonious Monk, Bud Powell oder Sonny Rollins, ob Art Blakey, Horace Silver, Dexter Gordon oder Herbie Hancock, sie alle nahmen legendäre Platten für Blue Note auf. Die beiden Produzenten erreichten aber nicht nur, dass Jazz von nun an anders klang, Jazz sah auch anders aus, denn Francis Wolff, der eigentlich Photograph war, gab den Covern der Schallplatten eine neue visuelle Sprache, die es bis dato nicht gegeben hatte. Blue Note wurde so akustisch wie optisch stilprägend für den Jazz und ist es bis heute.Richard Cook erzählt mit kritischer Bewunderung und liebevoller Detailkenntnis die Geschichte einer kleinen Idee, aus der ein großes Unternehmen wurde.



      MFG herspi

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        #4
        AW: Jazz Tales ( Buch Tipp )

        Die Geschichte des schönsten und einflussreichsten Jazz-Albums aller Zeiten: Kind of Blue.



        New York, im Frühling 1959: Sechs eher unbekannte Musiker, unter ihnen 4 Junkies (2 drauf, 2 clean), machen sich auf den Weg zu einer heruntergekommenen Kirche an der 30. East Street, die ihnen als Tonstudio dient.

        Unter ihnen John Coltrane, Bill Evans, Julian "Cannonball" Adderley, und ihr Leader: Miles Davis. Sie bleiben 6 Stunden in dem hohen Gemäuer. Ein paar Wochen später treffen sie sich erneut. Für 3 Stunden.

        Was keiner von ihnen wissen konnte: In diesen 9 Stunden nahmen sie das schönste, meistverkaufte (bis heute 6 Millionen) und einflussreichste Jazz-Album der Musikgeschichte auf, eine der wichtigsten Platten des 20. Jahrhunderts: "Kind of Blue". Für Jazz-Fans schlicht "Die Bibel", ein übersinnliches Mysterium.

        Klassik- und Rockfans feiern die intelligente, zeitlose Coolness dieser Musik. Liebende schätzen die Platte ("Wenn ich es langsam angehen will, lege ich Kind of Blue' auf", Anthony Kiedis, Red Hot Chilli Peppers) und für Quincy Jones ist das Album noch heute Inspirationsquelle und tägliches Lebenselixier: "Das ist mein Orangensaft."

        Ashley Kahn, einer der renommiertesten Musikjournalisten der USA (Rolling Stone, Mojo u.a.), erhielt Zugang zu den Archivgewölben der Columbia Records und hörte noch einmal die Originalmitschnitte!

        Jetzt erzählt er die faszinierende Geschichte dieses epochemachenden Albums. Wir nehmen teil an den Gesprächen der Aufnahme-Sessions, der unverkrampften und zugleich hochkonzentrierten Spannung während der Takes. Davis hatte seinen Sidemen die knappen musikalischen Skizzen seiner ausschließlich neuen Kompositionen erst kurz vor Beginn der Sessions vorgelegt.

        Neben den Stück-für-Stück-Berichten dieser 9 Stunden "Kind of Blue" und der Analyse der unveröffentlichten Takes (Miles Davis hielt das ganze Album für misslungen), eröffnen Kahns akribische Recherchen und seine geduldigen, zahllosen Interviews einen oft überraschenden Blick auf und hinter die damalige Jazzszene. Sein Buch "ist ein kleiner Schatz" (New Yorker), "wunderbar" (Booklist), "beeindruckend" (Publishers Weekly).

        "Ein faszinierender Einblick in die Gedankenwelt von Meistermusikern und in die Erschaffung von außergewöhnlicher, zeitloser Musik" (Library Journal). Herbie Hancock:

        "Es ist der aufregende Bericht eines der größten Musikereignisse und einer der größten Aufnahmen aller Zeiten. Sie werden wirklich das Gefühl haben, Sie sind dabei, die Persönlichkeiten aller Beteiligten springen buchstäblich aus den Seiten".

        Rolling Stone: "Dieses Buch ist ein Akt der Liebe - aufmerksam, offen, inspirierend."

        Das Buch "Kind of Blue - Die Entstehung eines Meisterwerks" von Ashley Kahn kommt als Rogner & Bernhard-Buch exklusiv bei Zweitausendeins heraus. Vorwort von Jim Cobb (er war dabei!). Deutsche Erstausgabe. Deutsch von M. Hein. 95 Bilder. 273 Seiten. Fadenheftung. Fester Einband. R&B.


        quelle http://www.zweitausendeins.de/suche/...nd%20of%20blue

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