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Jazz-Legende Oscar Peterson ist tot

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    Jazz-Legende Oscar Peterson ist tot

    Oscar Peterson ist tot. Der Jazz-Pianist und - Komponist starb am Sonntag in seinem Haus nahe Toronto, meldete der kanadische Fernsehsender CBC am Montag. Das war kurz nach seinem Schlaganfall, der die Fangemeinde des Kanadiers weltweit erschütterte."Überschäumende Spielfreude" bescheinigten ihm Kritiker ebenso wie ein ungebrochenes Talent zur Improvisation, Ideenschwung, Virtuosität und technische Perfektion. Die Grundlage seines Welterfolgs war - auch noch im hohen Alter - seine eiserne Disziplin. Schon als Junge übte Oscar Emmanuel Peterson, der in Montreal als eines von fünf Kindern eines Gepäckträgers der Canadian Pacific Railways aufwuchs, acht Stunden am Tag. Er kenne nur einen Musiker, der ohne Proben auskomme, pflegte Peterson dem Nachwuchs mit auf den Weg zu geben. "Der heißt Gabriel und hat Flügel."
    Als Kind wollte der schwarze Kanadier Trompeter werden wie sein großes Vorbild Louis Armstrong. Eine Lungen-Tuberkulose machte diesem Traum zwar ein Ende, doch während des einjährigen Krankenhausaufenthaltes entdeckte Peterson seine Liebe zum Klavier. Am Piano hat er später nicht nur Armstrong begleitet. Stars wie Ella Fitzgerald, Dizzy Gillespie, Count Basie, Nat King Cole und Duke Ellington, Stan Getz und Charlie Parker wurden Partner und Freunde. Seine Karriere als Berufsmusiker begann Peterson mit 17 Jahren. Als einziger Schwarzer spielte er mit dem Johnny Holmes Orchestra in Montreal und Umgebung zum Tanz auf - und musste immer wieder rassistische Beleidigungen, selbst von einigen Kollegen, hinnehmen.
    1947 leitete er erstmals ein eigenes Trio. Der internationale Durchbruch kam zwei Jahre später, als Norman Granz ihn für die legendäre Konzertreihe "Jazz at the Philharmonic" in die Carnegie Hall nach New York einlud. Es gibt kaum eine größere Ehrung für Musiker, die Peterson nicht zuteil geworden wäre. Immer wieder wurde er mit Grammys ausgezeichnet, darunter 1997 für sein Lebenswerk. In mindestens acht verschiedene Hall of Fame des Jazz und anderer Musikrichtungen wurde er eingetragen. Mehr als ein Dutzend Universitäten verliehen ihm Ehrendoktor-Würden.
    Das Heimatland ehrte Peterson, der sich stets voller Stolz über seine kanadische Herkunft äußerte, mit zahlreichen Orden. Jahr für Jahr führten ihn seit Anfang der 60er Jahre Konzertreisen in die Bundesrepublik. Mit zu den besten der unzähligen Schallplatten Petersons rechnen Kenner heute noch drei Live-Mitschnitte aus dieser Zeit. Die entstanden in Villingen im Schwarzwald bei Kirschwasser, Wodka und Sekt. Damals trat das Oscar Peterson Trio noch regelmäßig bei voller Konzertgage in der Villa des deutschen Millionärs und Tongeräte-Herstellers Hans Georg Brunner-Schwer vor nicht mehr als 50 geladenen Gästen auf.
    Der frühere US-Präsident Bill Clinton verweist gern und mit Stolz darauf, sämtliche Peterson-Platten in seiner Sammlung zu haben. Nicht nur er, Millionen Fans in aller Welt lagen dem schwergewichtigen, aber leichthändigen Meisterpianisten zu Füßen. Millionen Fans werden nun um einen großen Musiker trauern. (Thomas Burmeister, dpa)

    quelle http://www.n24.de/lifestyle/entertainment/...teaserId=183964


    ..........MFG_HERSPI...........


    #2
    AW: Jazz-Legende Oscar Peterson ist tot

    Trauer um Jazz-Legende Oscar Peterson


    Als Kind soll Peterson als Berufswunsch Trompeter angegeben haben, so wie sein Vorbild Louis Armstrong. Wegen einer Lungen-Tuberkulose konnte er sich diesen Wunsch nicht erfüllen. Den legendären Trompeter begleitete Peterson später am Klavier, so wie zahlreiche andere Stars, darunter Ella Fitzgerald, Nat King Cole und Duke Ellington. Peterson gründete zwei Trios, die zu den erfolgreichsten der Jazz-Geschichte gehörten.

    Bereits mit 14 Jahren spielte Peterson in einer Schulband und fürs Radio. Entdeckt wurde der Musiker 1949, als er in der Reihe "Jazz at the Philharmonic" in der New Yorker Carnegie Hall spielte. Im Jahr 2000 erhielt Peterson den IMC-UNESCO-Musikpreis für sein Engagement für die Musik und in der US-Bürgerrechtsbewegung. In seiner fast 50 Jahre dauernden Karriere nahm er etwa 200 Alben auf und wurde mit zahlreichen Grammys ausgezeichnet. Außerdem wurde er in die Jazz Hall of Fame aufgenommen.


    Kollegen und Fans trauern

    "Dies ist einer der traurigsten Tage in meinem Leben", sagte der amerikanische Pianist Hank Jones nach der Nachricht des Todes von Peterson. "Mit ihm ist eines der hellsten Lichter des Jazz erloschen", würdigte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy den kanadischen Jazz-Pianisten Peterson. Die britische Musikerin Marian McPartland nannte ihn den besten Techniker am Klavier, den sie jemals erlebt habe.

    Der amerikanische Musiker Billy Taylor, ebenfalls Klavierspieler, betonte Petersons Vorbildfunktion. Er habe mit seinem virtuosen und zugleich höchst präzisen Klavierspiel "den Weg aufgezeigt für praktisch jeden Jazzmusiker, der nach ihm kam".

    Petersons Geheimnis dabei war seine eiserne Disziplin: Schon als Kind übte er täglich acht Stunden. Auch im hohen Alter soll er noch ein hohes Pensum bewältigt haben.


    quelle http://www.dradio.de/aktuell/715684/

    Mfg Herspi

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