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    Neues aus der Jazzszene

    Doug Hammond : Er ist der interkulturelle Dialog“


    Der Preis gibt mir das Gefühl, dass meine Arbeit hier und mein Einsatz für die afro-amerikanische Musiktradition geschätzt werden“, freut sich Doug Hammond über den Landeskulturpreis für Kunst im Interkulturellen Dialog, der ihm kürzlich vom Land Oberösterreich verliehen wurde.
    Seit 1989 gibt der gebürtige Amerikaner an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz sein Wissen als Jazzmusiker und Pädagoge weiter. „Linz gefällt mir. Es gibt hier eine passionierte Jazz-Gemeinschaft mit einem Sinn für gute, qualitative Musik“, fühlt er sich nicht nur in seiner Musik, sondern auch in der Landeshauptstadt daheim, die ihm viel verdankt. Unter anderem die legendäre Reihe „Jazz am Berg“, die er vor 15 Jahren gemeinsam mit dem Bildungshaus St. Magdalena ins Leben gerufen hat und damit Jazzgrößen wie unter anderen Cedar Walton, Mal Waldron, Andy Milne oder Fritz Pauer nach Österreich brachte.
    Seine ersten musikalischen Gehversuche unternahm Hammond bereits mit acht Jahren mit der Posaune. Den Rhythmus im Blut, entdeckte er jedoch schon bald seine eigentliche Berufung: das Schlagzeug.
    Universelle Sprache
    Seine Leidenschaft führte ihn an die Performance Arts High School in Tampa (Florida), wo er neben einem fundierten Einblick in verschiedenste Stilrichtungen – klassisch, afrikanisch, afro-kubanisch, Jazz und Blues – auch Unterricht in Gesang, Schlagwerk und Komposition erhielt.
    Seit den frühen 60er-Jahren tourte Hammond immer wieder als Drummer und Percussionist mit eigenen Ensembles durch die Welt.
    „Seit der Erfindung des Radios ist der interkulturelle Dialog aus der Welt der Musik nicht mehr wegzudenken. Eine Tatsache, die viele Jahre über kaum berücksichtigt wurde. Rassistisches und nationalsozialistisches Gedankengut hat vielfach eines vergessen lassen: Wir gehören alle ein und derselben Spezies, dem Menschen an“, sagt Hammond.
    Mit der „universellen Sprache“ der Musik hat er einen wunderbaren Weg gefunden, den interkulturellen Dialog nicht nur zu pflegen, sondern ihn selbst zu verkörpern – oder wie Gunther Trübswasser über den Preisträger schreibt: „Doug ist dieser Dialog.“
    Neben dem Musiker Hammond gibt es auch noch den Poeten Hammond, der Gedichte und Kurzgeschichten zu Papier bringt: „2008 wird wieder ein neues, mein fünftes Buch erscheinen.“

    quelle http://www.nachrichten.at/kultur/628...78400b82cd04aa

    #2
    AW: Neues aus der Jazzszene

    Vom Altmeister bis zum Jahrtausendtalent Im April 2008 gibt es in Hall wieder ein JazzArtFestival

    SCHWÄBISCH HALL. „Das 2007 erstmals durchgeführte Internationale JazzArtFestival war ein derartig durchschlagender Erfolg, dass wir Veranstalter mit großem Elan in die zweite Runde starten“, freut sich Halls Kulturbeauftragte Ute Christine Berger. Zusammen mit Dietmar Winter (Club Alpha 60), Werner Feucht und Kurt Hohenstein (Konzertkreis Triangel) und Peter Panes (Goethe-Institut) hat sie bereits jetzt für Anfang April nächsten Jahres ein fast fertiges Programm entwickelt. Der swingende Konzertreigen soll sich wieder auf die Hospitalkirche konzentrieren.

    Der Knüller soll jedoch über die Bühne des mehr Publikum fassenden Neubausaales gehen. Paul Kuhn kann mehr als nur bierselige Schlager singen, er ist vor allem ein leidenschaftlicher Pianist der alten Jazz-Schule. Seinen 80. Geburtstag wird „Paulchen“ - einen halben Monat „verspätet“ - gegen Ende einer ausgedehnten Tour in Schwäbisch Hall am 4. April feiern, zusammen mit weltweit geachteten Kollegen wie dem amerikanischen Posaunisten Professor Jiggs Whigham und dem niederländischen Flügelhornisten Ack van Rooyen.

    Olivia Trummer hört es eigentlich nicht gerne, wenn ihr begeisterter Klavierlehrer Paul Schwarz mit seiner Lobeshymne vom „Jahrtausendtalent“ zitiert wird. Keine Bescheidenheit: Die 22-Jährige glänzt tatsächlich mit einer immensen Begabung an den 88 Tasten. Am letzten Festivaltag (6.4.) wird die Kornwestheimerin mit ihrem Trio in der schmucken Hospitalkirche auftreten. Das Finale wird dort das Genre-Grenzen überschreitende bayrische Ensemble „Quadro Nuevo“ gestalten.

    Das 2. JazzArtFestival beginnt in der Barockkirche am 1. April mit Ketil Bjornstad, der sich ja schon 2006 bei den Literaturtagen an Ort und Stelle mit Wort und Musik präsentierte. Dem meditativen Pianisten aus Norwegen steht nun der muntere österreichische Saxofonist Wolfgang Puschnig zur Seite. An den Folgetagen sind dort noch die Gruppen der Saxofonistin Maike Goosmann, der deutsch-iranischen Sängerin Cymin Samawatie und des Trompeters Nils Wülker zu hören. Jochen Feucht konzertierte bereits beim letzten Haller Festival, für den 3. April war er längst zu einem Gastspiel im Kaisersaal der Comburg verpflichtet. Nachdem die Landesakademie als neuer Kooperationspartner gewonnen werden konnte, spielt der Saxofonist mit seinem Trio an diesem Termin nun in der Haller Innenstadt.

    Die Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Würth hat sich bewährt - jetzt taugt diese gewisslich als adäquates Ambiente für eine Sonntagsmatinee mit dem Septett des Trompeters Matthias Spillmann (Schweiz). Geboten wird eine neue Version von Modest Mussorgskys eigentlichem Klavierwerk „Bilder einer Ausstellung“.

    Visuelles bringt erst recht das reichhaltige Rahmenprogramm, dessen aktuelle Details ebenfalls im Internet unter www.jazzart-hall.de abrufbar sind. Der Kartenvorverkauf läuft mittlerweile. Ein Festivalpass, der alle Konzerte außer dem Exklusiv-Event von Paul Kuhn bedient, ist lediglich im Kulturbüro der Stadt Schwäbisch Hall erhältlich. Höreindrücke von den eingeladenen Künstlern kann man sich durch in der Stadtbibliothek ausleihbare CDs vermitteln.

    quelle http://www.jazzpages.com/jazznews-ja...eiten-d-fr.htm

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      #3
      AW: Neues aus der Jazzszene

      12. JOE Jazzfestival Essen 18. bis 20. Januar 2008

      Katakomben-Theater im Girardethaus, Essen-Rüttenscheid

      Das diesjährige 12. JOE Jazzfestival Essen (vom 18.-20.1.2008) zeichnet sich durch seine sehr abwechslungsreichen musikalischen Darbietungen und unterschiedlichen Klangfarben aus. Erreicht wird das durch die eingesetzten solistischen Instrumente wie durch die jeweilige Spielauffassung der auftretenden Musikerinnen und Musiker. Unterstützt vom Kulturbüro der Stadt Essen begegnen sich auch in diesem Jahr internationale Jazzgrößen sowie nationale und regionale Musikerpersönlichkeiten, die eines gemeinsam haben: Es sind nicht die Namen, die ausschlaggebend für eine Verpflichtung zu diesem Festival waren, sondern eine ausgeprägte Musikalität sowie kompositorische Raffinesse und Originalität.
      Da steht, neben der vom Jazz-Rock, Blues und Soul geprägten Formation Little Rock Nine um den charismatischen Sänger Dean Bowman am selben Abend, mit PAPAJO ein Urgestein der mitteleuropäischen Avantgarde-Jazzszene auf dem Programm, das von Arnie Bolden, einem jungen Jazz-Trio in ausgefallener Besetzung (Trompete, Gitarre, Schlagzeug) mit frischen, kraftvollen Klängen und Arrangements eröffnet wird (Freitag, 18.1.).
      Da treffen am Samstag (19.1.) filigrane Klavierimprovisationen eines Michael Wollny (solo) auf moderne Saxophonkompositionen der Essener Gruppe feinkost um Sven Decker und Katrin Scherer, abgerundet durch ein frei aufspielendes junges Trio aus Frankreich, bei dem die Baßklarinette Jean-Marc Foltz` das musikalische Geschehen entscheidend beeinflußt.
      Und da beginnt am Sonntag (20.1.) das Festivalprogramm bereits um 19 Uhr (!) mit einer geballten Ladung Bigband-Jazz. Zirka 20 Musikerpersönlichkeiten des Ruhrge-biets/NRW um den ideenreichen Bandleader, Komponist und Saxophonspieler Jan Klare treffen sich seit nun mehr einem Jahr jeden 3. Donnerstag im Monat im Dort-munder domicil und haben sich nicht nur aufeinander eingespielt. Das off domicil orchester: Ein dichtes Geflecht aus kollektiver Improvisation, solistischem Können und unverkennbarer Spielfreude verspricht ein besonderes Hörerlebnis. Letzteres ist auch von den beiden anderen Bands des Abends zu erwarten: Die Sängerin Christiane Hagedorn (mit ihrer Gruppe LoLou) interpretiert mit facettenreicher Stimme und schauspielerischem Talent Kompositionen Kurt Weills. Der amerikanische Gitarrist, Produzent und Filmmusikkomponist David Torn steht für perfekt ausgefeilte Soundcollagen und hat sich mit Prezens drei der riskiofreudigsten New Yorker Improvisationsmusiker, die miteinander schon so einige Klanggipfel gestürmt haben (z.B. beim Auftritt mit Drew Gress vor zwei Jahren beim JOE Jazzfestival), live auf die Bühne eingeladen: den Altsaxophonisten Time Berne, den Keyboarder Craig Taborn und den Schlagzeuger Tom Rainey.

      quelle http://www.jazzpages.com/jazznews-ja...eiten-d-fr.htm

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        #4
        AW: Neues aus der Jazzszene

        TAGESKARTE JAZZ Sessions in der Pony Bar

        Ein schlechtes Jahr, ein gutes Jahr: Mit Max Roach, Joe Zawinul, Michael Brecker und Oscar Peterson starben 2007 vier Jazz-Giganten. Doch Herbie Hancock produzierte ein fulminantes Album, das hoffen lässt - auch für 2008.
        Seit einigen Jahren beunruhigen schrumpfende Umsätze die Tonträger-Industrie. Statt CDs zu erwerben, laden sich immer mehr Menschen ihre Lieblingsmusik im Netz herunter und kopieren Neuerscheinungen – dieser Trend hat sich auch 2007 fortgesetzt. Glücklicherweise ist die Jazz-Branche davon kaum betroffen. Denn anders als die Schnellkonsumenten des Pop suchen Jazz-Liebhaber Qualität. Sie mögen geschmackvoll gestaltete CD-Hüllen, schätzen Begleithefte mit Fotos und Informationen. Dafür Geld auszugeben, ist für sie selbstverständlich. Indem die Jazz-Gemeinde Alben kauft und Konzerte besucht, hält sie ihre Musik am Leben. Das soll auch im neuen Jahr so sein.
        2007 beklagte die Jazz-Welt den Tod von vier Giganten: Michael Brecker war der vielseitigste Saxofonist unserer Tage, Max Roach revolutionierte das Schlagzeugspiel, Oscar Peterson übertraf mit seiner Klaviertechnik klassische Pianisten und Joe Zawinul fusionierte Jazz und Rock zu einer Musik, die Millionen begeisterte. Der aus Wien stammende Keyboarder tourte noch als 74-Jähriger durch die Welt und erklärte, "für Zukunftspläne noch zu jung" zu sein. Ihn halten die meisten amerikanischen Jazzmusiker für den bedeutendsten Kollegen aus Europa.

        Herbie Hancock sagte jedenfalls sofort "Joe Zawinul", als wir den US-Star im Oktober zu seinen europäischen Helden befragten. Anlass für die Unterhaltung war das Album "River: The Joni Letters". Hancocks Quintett mit ihm selbst am Klavier und dem Saxofonisten Wayne Shorter spielt Kompositionen von Joni Mitchell. Als Gäste kommen Sängerinnen wie Norah Jones, Tina Turner (!) und die geehrte Joni Mitchell. Die CD gehört definitiv zu den besten des Jahres 2007.

        Einen German Jazz Award gewann wieder einmal Nils Landgren (für das Album "License To Funk"). Der in Hamburg lebende schwedische Posaunist wird 2008 künstlerischer Leiter beim JazzFest Berlin. Dorthin einladen sollte er einen Musiker, der am 25. Dezember 75 Jahre alt geworden ist: Heinz Sauer. "Er erschüttert und tröstet, ist wütend und liebevoll in einer einziger Phrase", schreibt Michael Wollny über den Saxofonisten. Der Pianist, der Sauers Enkel sein könnte, spielt immer wieder im Duo mit dem musikalisch jung gebliebenen Veteranen. Die beiden sind natürlich auf der Platte "The Journey" zu hören, die Sauers Schaffen von 1964 bis heute würdigt. Weltklasse-Jazz aus Deutschland.
        Wie lebendig diese Musik hier zu Lande sein kann, ist jeden Mittwochabend in Hamburg in der von Studenten betriebenen "Pony Bar" am Allende Platz gleich neben dem Abaton-Kino zu erleben. Da jammt und experimentiert ab 22 Uhr die Jazz-Elite der Stadt in wechselnden Formationen, die der Bassist Phillip Steen zusammen telefoniert. Oft sind Mitglieder der NDR Bigband dabei, etwa die Saxofonisten Lutz Büchner oder Fiete Feltsch; manchmal steigt sogar ein in Hamburg weilender Stargast ein, wie kürzlich der Drummer Danny Gottlieb aus New York. Die anregenden Sessions werden 2008 fortgesetzt. Es lohnt sich, einmal vorbei zu kommen
        .

        quelle http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...525719,00.html

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          #5
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          Hellmut Hattler ist Star der Jazztage

          Calw-Hirsau - Mit Hellmut Hattler präsentieren die Organisatoren Lothar Hudy und Rainer Valeske zur Eröffnung der vierten Calwer Jazztage am 18. Januar ab 20 Uhr im Klosterkeller Hirsau einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen. Hattler, Bassgitarrist der Extraklasse, ist Komponist und Produzent und gilt als lebende Legende.

          Lebende Legende auf der Bühne

          Schon Anfang der 70-er Jahre schrieb Hattler mit der deutschen Rock-Jazz-Formation Kraan Musikgeschichte. Danach arbeitete der Musiker mit dem Schlagzeuger Billy Cobham, der Sängerin Tina Turner, dem Schlagzeuger, Komponisten und Produzenten Alphonse Mouzon sowie mit vielen anderen bekannten Namen.

          Mit dem Multiinstrumentalisten Jo Krauß gründete Hattler 1990 das Duo »Tab Two« und bereiste mit diesem die ganze Welt. Sieben Jahre hielt diese musikalische Verbindung. In dieser Zeit entstanden sieben Studioalben und die Doppel-CD ZZZipp!, die live in der Stuttgarter Villa Berg eingespielt wurde. Hattler machte sich nach der Trennung auf die Suche und fand junge talentierte Musiker, mit denen er heute unter dem Bandnamen Hattler seine Kompositionen umsetzt.

          Hunderte von Live-Konzerte

          Schon für das Erstlingswerk »No Eats Yes« erhielt die Formation den Echo für die beste Produktion in der Kategorie Jazz 2002. Es folgten vier weitere Studioalben und Hunderte von Live-Konzerten. Die aktuelle Besetzung: Hellmut Hattler (Bass), Thorsten De Winkel (Gitarre, Sitarguitar), Fola Dada (Gesang) und Oli Rubow (Schlagzeug).

          Am Samstagabend, 19. Januar, ab 20 werden zwei Formationen im Klosterkeller zu hören sein. »Vibra Jazz« in der Besetzung Rehan Syed (Schlagzeug), Anton Khananayev (Vibraphon) und Johannes Böhm (Bass) spielen vor allem lateinamerikanische Grooves. »Jazz vom Feinsten« verspricht die Modern-Jazz- Formation DOCG mit Achim Olbrich (Posaune), Stefan Klinck (Trompete), Alexander Wienand (Piano), Andreas Pfeiffer (Gitarre) und Martin Greule (Schlagzeug).

          Performance der Extraklasse

          Den Jazz-Frühschoppen am Sonntag wird es in diesem Jahr nicht geben. Unter dem Titel »Szenen & Rhythmen« wird ab 16 Uhr eine »Jazz-Performance der besonderen Art« zu sehen sein. »Das wird eine ganz spannende Geschichte«, verspricht Lothar Hudy.

          Der Calwer Künstler wird sich mit kinetischen Objekten beteiligen, die sich bewegen und auch Geräusche machen. Weiter sind dabei: Sylvie Vogel-Bergeron (Tanz), Lea Ammertal (Wort) und Rainer Valeske (Videoinstallationen). Die musikalische Leitung hat Achim Olbrich. Es spielen Mitglieder der Festival Bands.av

          Weitere Informationen: Karten gibt es im Café Kult, Lederstraße 46; Stadtinformation Calw, Marktbrücke; Häussler, Hermann-Hesse- Platz 8. Bei allen Veranstaltungen bewirten die Narrenfreunde Ostelsheim
          .

          quelle http://www.sw-online.de/wm?catId=79044&amp...66&offset=1

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            #6
            AW: Neues aus der Jazzszene

            Traunreut: Smooth Jazz von Aurel




            Traunreut (geg). "Aurels One" lautet der Titel der aktuellen CD, die der Traunreuter Kunstmaler und Musiker Aurelius Spallek produziert hat. Mit dem Ergebnis ist der 41-jährige "Aurel" - so sein inzwischen über die heimische Region hinaus bekannter Künstlername - vollauf zufrieden.

            In einem launigen Mix von zeitlosem Jazz mit Funk-Elementen aus den 70er Jahren und Dancefloor aus den 80ern ist eine CD entstanden, die man immer hören kann, in erster Linie jedoch für Entspannung sorgt. "Egal, ob beim Kochen oder bei einem heimeligen Abend zu Hause, meine Musik passt immer." Aurel selbst muss sofort mittanzen, wenn er sich länger auf die 19 Instrumentaltitel seiner neuen CD konzentriert.

            Smooth Jazz, so nennt sich das produzierte Musikgenre, ist tatsächlich sehr eingängig. Der Groove geht hemmungslos ins Ohr und fährt in die Beine. Oder lässt zumindest die Finger schnippen. Der Musiker Aurel hat für sein Werk selbst Bassgitarre und Keybord gespielt. Die Klänge dieser Instrumente hat Aurel mit "Waves" verschmelzen lassen - das sind digitalisierte Sequenzen, die legal aus dem Internet heruntergeladen und dann vom Arrangeur in Tempo, Tonhöhe und Dauer modifiziert werden. Vor einigen Jahren bereits hat Aurel die CD "Aurel's Golden Touches" produziert. Warum nun eine neue CD? "Es muss einfach raus. Es ist soviel in mir gefangen", offenbart sich das Künstlerherz in Aurel. "Musik macht mich relaxed. Ich mag mich selbst, bin eins mit mir. Das will ich raustragen." Und wenn's anderen auch gefällt, dann freut's ihn.

            Aber: Aurel erwartet nichts. "Es macht mir einfach Spaß", sagt er glaubhaft. Natürlich sei Geld wichtig, aber was bedeute Reichtum wirklich? "Ich will geistig reich sein. Ich mache mir Gedanken über das Wieso und Warum." Einer seiner selbst kreierten Leitsätze: "Ich spüre, also bin ich!" Frei nach Frankreichs Sonnenkönig, allerdings in abgewandelter Form, was die Sinne und die Wahrnehmung betrifft. Ludwig XIV. hat sich ja über sein Denken definiert. Im Zeitalter der Intuitionsforschung ist es wohl erlaubt, dem Denken eine "Bauchgefühl"- Komponente anzufügen.


            quelle http://www.chiemgau-online.de/lokalnachric....php?satz=17564

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              #7
              AW: Neues aus der Jazzszene

              CD Kritik: Stanley Music von Paolo Fresu Devil Quartet

              Das Paolo Fresu Devil Quartet bietet - hier bitte hören und staunen - Jazz aus Italien. Was dem Ohr so fremd scheint wie 'HipHop aus dem Himalaya' oder 'Tango von den Innuit' ist wahr. Denn der Jazztrompeter Paolo Fresu stammt tatsächlich aus Italien, genau gesagt aus Sardinien. Mit 'Stanley Music' startet der auch über Italiens Grenzen hinaus gefeierte Hornmann mit dem sensiblen Ton ins neue Jahr.

              'In Italien war Jazz ebenso unbekannt wie der Originalton von Shakespeare-Theaterstücken' frotzelt Blue Note, Fresus Labelhome, zu Recht. Aber Fresu war einer derjenigen, die diesen unseligen Zustand verändert haben. Zwar könnten immer noch nicht viele Italiener Shakespeare im Original zitieren, aber wer Fresu ist, wissen inzwischen selbst die, für die vorher das San Remo Festival das intellektuelle Highlight ihres Musikjahres war. 1984 wurde Fresu als bestes italienisches Jazz-Talent ausgezeichnet, 1990 als bester Einzelmusiker. Es folgten weitere Preise als bester Musiker, beste Gruppe und bestes Album ('Live In Montpellier'), dann der Preis der Pariser Academie du Jazz für das Album 'Night On The City' (1995) und schließlich der Django d'Or. Fresu konzertiert weltweit, bis nach Australien, wo im 'Stanley Hotel' in New Caledonia auch der Titel für dieses Album entstand.

              Dass er bei Hinz und Kunz so beliebt ist, kostet Fresu natürlich ein Stück künstlerische Freiheit. Er wirkt vorsichtig, hangelt sich gerne am Miles Davis'schen Grundwissen entlang, streift Chet Baker und kann froh sein, dass sein Gitarrist Bebo Ferra immer mal wieder frech versucht, Fresu aus dem Miles-Mausoleum zu zerren. Fresu will nach eigenem Bekunden Rock, Pop, Tango und Ethno in seine Kompositionen mit einbeziehen.

              Oft merkt man hingegen, dass Fresu auch anders als brav könnte. Es juckt ihn, und er bricht immer wieder aus. 'Devil's Game / Labbra Bianche' stellt das Schlagzeug von Stefano Bagnoli ins Rampenlicht, nur unterbrochen von einem herrlich poppigen Zweiersatz von Gitarre und Trompete, die hier unisono durch den wilden Track hetzen. Aber schon gleich wird's wieder schmusig und getragen, regelrecht weihnachtlich, wenn 'L'Afflato Prodromo Del Misantropo' oder 'Dou Dou' erklingen. Fresu bleibt die meiste Zeit trotz der Modern-Jazz-Attitüde vorsichtig und konventionell, sonst würde man ihm im Land des Fußballs und der Oper auch nicht so huldigen. Ein Lob gilt trotzdem dem sensiblen Kontrabass von Paolino Dalla Porta. Es lohnt sich schon deshalb, dabei zu bleiben, um in den Genuss des witzigen hidden Tracks zu kommen - zweifelsfrei eines der originellsten Stücke auf der CD.


              quelle http://www.monstersandcritics.de/artikel/2...u-Devil-Quartet

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                #8
                AW: Neues aus der Jazzszene

                Herbert,

                Dankeschön, schon einmal, für die ganzen Vorstellungen...

                Kannst du mir eventuell mal ein paar musikalische Vorschläge propagieren> die Richtung DUB- JAZZ gehen...

                Volkhartrost:

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                  #9
                  AW: Neues aus der Jazzszene

                  Hallo Volkhart

                  Ich kenne mich in dieser Jazz richtung nicht so gut aus habe aber vielleicht einen Link für dich hier noch einen Link

                  Zitat von wirbeide Beitrag anzeigen
                  Herbert,

                  Dankeschön, schon einmal, für die ganzen Vorstellungen...

                  Kannst du mir eventuell mal ein paar musikalische Vorschläge propagieren> die Richtung DUB- JAZZ gehen...

                  Volkhartrost:

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                    #10
                    AW: Neues aus der Jazzszene

                    Max Greger: Ich war ein total verrückter Hund

                    MT-Interview: Am 13. Februar gastieren der Bandleader, Paul Kuhn und Hugo Strasser in der Kampa-Halle
                    Minden (ic). Max Greger (79), der König des Swing, Entertainer der alten Schule, mit den Fingern schnippender Bigband-Boss im eleganten Jackett, kommt nach Minden, aber nicht allein, sondern mit seinen langjährigen Weggefährten Paul Kuhn (79, 2005 Herzoperation in Bern) und Hugo Strasser (85).
                    Von Inge Czygan
                    Am Mittwoch, 13. Februar 2008, treten die drei Legenden mit ihrem Programm "Best of Swing" in der Mindener Kampa-Halle auf. Ein musikalischer Leckerbissen für alle Swing-Fans. Im MT-Interview plaudert der charmante Jazz-Musiker, Saxophonist und Dirigent, der am 2. April 1926 in München-Giesing geboren wurde, über sein Leben . . .

                    Grüß Gott, Herr Greger, wir freuen uns auf Sie. Was erwartet uns denn in Ihrer Show?



                    Paul Kuhn, Hugo Strasser und ich werden gemeinsam mit der SWR-Bigband, 17 Musiker unter Konzertmeister Klaus Wagenleiter, zweieinhalb Stunden lang alles spielen, was man heutzutage im Rundfunk und im Fernsehen nur noch selten hört. Alle Hits. Das heißt, die Gäste werden durch unsere Musik wieder jung. Jeder Ton ist live gesungen.

                    Apropos jung - wie halten Sie sich fit?

                    Ich gehe viel spazieren, war immer Nichtraucher, und ich versuche, gesund zu leben. Paul genehmigt sich gern mal ein Gläschen Rotwein, aber niemals vor der Show. Das Auftreten hält uns jung, nur das Reisen wird zunehmend zur Strapaze.

                    Wir lassen uns von einem Fahrer im Auto von Stadt zu Stadt chauffieren. Paul sitzt immer vorn, Hugo und ich sitzen hinten. Wenn wir dann nach sechs Stunden Fahrt, zum Beispiel von München nach Minden, aussteigen, dann müssen wir erst mal unsere Knochen sortieren.

                    Hugo zwickt und zwackt es zwei Minuten vor dem Auftritt überall, und das Kreuz tut ihm weh, aber sobald er auf der Bühne steht, sind alle Wehwehchen vergessen.

                    Wie haben Sie sich eigentlich kennen gelernt?

                    Hugo habe ich schon 1949 als Altsaxophonist und Klarinettist für mein Max-Greger-Sextett engagiert, nachdem er im Krieg eine musikalische Ausbildung an der Heeresmusikschule in Bückeburg erhalten und später in amerikanischen Jazzclubs gespielt hatte. Er war bis 1955 dabei. Dann machte er sich selbstständig. Das Gute, das er von mir gelernt hat, nahm er mit, die Fehler hat er weggelassen.

                    Paul lernte ich 1953 durch eine Anzeige in der Illustrierten "Gondel" kennen, die einen Jazz-Wettbewerb ausgeschrieben hatte. Wir nahmen beide gemeinsam daran teil, er am Klavier, und wir gewannen den ersten Preis. Danach trennten sich unsere Wege.

                    Er machte später nicht nur als Jazzpianist, sondern auch als Schlagersänger von sich reden, mit Hits wie "Der Mann am Klavier" (1954) und "Es gibt kein Bier auf Hawaii" (1963), und als Orchester-Begleiter von Peter Alexander.

                    Ich war zunächst mit der SWR-Bigband allein unterwegs, als unser Manager Ulrich de Veer eines Tages fragte: "Warum trittst du nicht mit den anderen Legenden auf?" Daraufhin habe ich Hugo und Paul angerufen, und sie waren sofort dabei. Seit sechs Jahren treten wir nun schon gemeinsam auf.

                    Verstehen Sie sich gut?

                    Ja, zum Glück ist keiner von uns neidisch auf den Applaus des anderen. Wir passen wirklich gut zusammen. Paul erzählt immer Storys von früher, weiß der Teufel, wo er die her hat. Er hat ständig neue Gags auf Lager, zum Beispiel hat er mal auf die Frage "Spielen Sie auch klassisch?" geantwortet: "Freilich, erstklassisch!"

                    Außerdem bringt er uns mit seinen Parodien zum Lachen. Er kann den Kabarettisten Jürgen von Manger in der Rolle des Ruhrpott-Kleinbürgers Adolf Tegtmeier perfekt nachmachen.

                    Kommt Ihr Sohn Max, der ebenfalls Musiker ist, mit auf Tour?

                    Nein, diesmal nicht. Inzwischen gibt es ja schon drei Generationen Max Greger, die alle mit Musik zu tun haben. Mein Enkel Max (25), der Sohn meines Sohnes, singt auch und spielt Gitarre, aber nur als Hobby. Er studiert Jura und hat gerade zwei Semester in Padua/Italien absolviert, alles auf Italienisch. Jetzt bereitet er sich auf sein Examen im April vor.

                    Was macht Ihre Tochter Johanna?

                    Sie wurde 1956 geboren, spielte als Kind gut Klavier, aber dann ist sie nach Amerika ausgewandert. Sie lebt mit vier Katzen in Arizona, und ich weiß nicht, wie sie das aushält. Zum Glück will sie in diesem Jahr wieder zurück nach Deutschland kommen.

                    Wie lange sind Sie schon mit Ihrer Frau Johanna "Hannerl" zusammen?

                    Seit über 60 Jahren. Ich war 15, als ich sie 1941 auf einer Party kennen lernte, aber es hat erst langsam gefunkt, denn ich war ein total verrückter Hund und hatte viel mehr Interesse an meinem Kontrabass-Studium als an ihr. Mal waren wir zusammen, dann wieder auseinander. Als 1951 unser Sohn Max unterwegs war, haben wir sieben Monate nach seiner Geburt geheiratet.

                    Hatten Sie eine unbeschwerte Kindheit?

                    Ja. Ich wuchs als Einzelkind bei meinem Großvater Max Mühl auf, denn meine Eltern Max und Maria, eine adrette Frau mit schneeweißen Zähnen und pechschwarzem Haar, mussten sich von fünf Uhr morgens bis abends um unsere Metzgerei kümmern und gaben mich zu einer Pflegefamilie. Als mich mein Großvater dort eines Tages auf dem kalten Fußboden sitzen sah, nahm er mich zu sich, und von da an war jeden Tag Weihnachten für mich.

                    Welches Erlebnis hat Sie auf Ihren Konzertreisen am meisten beeindruckt?

                    Unsere Tournee 1959 durch die Sowjetunion, wo wir als erste westliche Band seit 35 Jahren auftreten durften. In fünfeinhalb Wochen spielten wir 36 Konzerte, eine Strapaze, aber ein Riesenerfolg. Damals galten strenge politische Regeln, und ich musste mich vertraglich verpflichten, keine aufregende Musik zu spielen. Selbst der Klassiker "In the Mood" wurde untersagt.


                    Vor der Tournee musste ich den Verantwortlichen unser komplettes Programm zweimal in München vorspielen. Wir studierten den russischen Schlager Nummer eins "Moskauer Nächte" auf Russisch ein, und das war dann der absolute Knaller, aber unsere Gags kamen nicht alle gut an.

                    Mein Trompeter Fredy Brock schnitt hinter meinem Rücken auf der Bühne immer seine Grimassen, aber da herrschte beim russischen Publikum Totenstille. Außerdem wurden wir jeden Tag im Bus abgezählt, und in Moskau erhielten wir sogar Ausgangsverbot.

                    Sie haben mit den Weltstars des Jazz und Swing zusammen gespielt. Welche Begegnung war für Sie die Wichtigste?

                    Von 1963 bis 1977 hatte ich mit meiner Bigband einen festen Vertrag mit dem ZDF, als musikalische Mainzelmännchen sozusagen, und da trat ich 1965 in der Show "Der goldene Schuss" mit Louis Armstrong auf, der "Hello, Dolly" sang. Die Leute haben getobt, und wir mussten es sogar noch mal spielen.

                    Obwohl er ein Weltstar ist, gab er sich bescheiden und schrieb geduldig Autogramme. Das habe ich von ihm gelernt, und auch in Minden wird jeder Fan von mir ein Autogramm bekommen.

                    Außerdem haben mich nach dem Krieg die Jam-Sessions mit Hugo Strasser und Ella Fitzgerald in dem amerikanischen "Orlando Club" in München sehr beeindruckt und natürlich die Europatournee mit Lionel Hampton, die ich als einziger Weißer begleitete. Wenn man bei Lionel dachte, die Show sei zu Ende, dann fing er erst richtig an. Das müssen viele deutsche Musiker noch lernen.

                    Wo leben Sie?

                    Seit 1956 wohnen wir in unserem Haus in München-Grünwald, in einem alten Haus mit Charme und einem großen Garten. Mein einziges und großes Hobby ist nach wie vor die Musik, am liebsten höre ich Klassik. Und ich liebe die Stimme von Maria Callas.


                    Kartenvorverkauf für das Mindener Konzert mit den drei Swing-Legenden bei "Express - Reisen / Tickets / Zeitschriften", Obermarktstraße 28-30, Telefon (05 71) 8 82 77. Das MT verlost außerdem drei CDs "Best of Swing-Legenden". Postkarte oder E-Mail mit dem Stichwort "Swing" an Mindener Tageblatt, Lokalredaktion, Obermarktstraße 26-30, 32423 Minden, E-Mail: [email protected]


                    quelle http://mt-online.de/mt/lokales/minden/?sid...amp;cnt=2069280

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                      #11
                      AW: Neues aus der Jazzszene

                      Charlie Hunter Trio - Mistico

                      Mit einer neuen Besetzung ging Gitarrist Charlie Hunter an den Start, um sein jüngstes Trio-Album "Mistico" für Fantasy Records einzuspielen. Für den Saxophonisten John Ellis holte er den Keyboarder Erik Deutsch an Bord, am Schlagzeug sitzt nun Simon Lott. Gemeinsam setzen die drei die stilistische Auflockerung fort, die das Charlie Hunter Trio 2006 auf "Copperopolis" begonnen hatte. "Mistico" bewegt sich virtuos im hochinteressanten Grenzbereich von Jazz, Funk und Rock. Produziert und abgemischt wurde das Album von niemand Geringerem als Scott Harding a.k.a. Scotty Hard (Stereo MC's, The Brand New Heavies, Jungle Brothers, Wu-Tang-Clan, Sex Mob, Medeski, Martin & Wood, DJ Logic, etc.).

                      Der Gitarrist Charlie Hunter hat bereits einen in vielerlei Hinsicht erstaunlichen Karriereweg zurückgelegt. Als Kind eines Hippiepärchens 1968 in Rhode Island geboren, wuchs Hunter während der Flower-Power-Zeit in äußerst bescheidenen Verhältnissen in der Gegend von San Francisco und in der kalifornischen Universitätsstadt Berkeley auf. Zur Musik fand er vor allem dank seiner Mutter, die in Berkeley in dem Musikgeschäft Subway Guitars arbeitete und Instrumente reparierte. Einer der Gitarrenlehrer dieses Ladens war ein gewisser Joe Satriani, bei dem Charlie ab seinem 14. Lebensjahr Unterricht nahm. Bei Subway Guitars lernte er 1991 auch Michael Franti kennen, als dieser dort nach der Auflösung seiner Band The Beatnigs eine zeitlang jobbte. Als sich die beiden Ex-Beatnigs Franti und Rono Tse 1992 unter dem Namen The Disposable Heroes Of Hiphoprisy erneut zusammentaten, um den HipHop-Klassiker "Hipocrisy Is The Greatest Luxury" einzuspielen, verstärkte Charlie Hunter die Band.

                      Mit seinen dezidiert jazzigen Gitarreneinlagen rückte er schlagartig selbst ins Rampenlicht und bekam postwendend von Blue Note einen Plattenvertrag angeboten. 1993 konnt er dort mit seinem außergewöhnlichen Trio (mit Saxophonist Dave Ellis und Schlagzeuger Jay Lane) sein titelloses Debütalbum veröffentlichen, das nicht nur in der Jazzszene für einige Furore sorgte. Aufmerksamkeit zog Hunter nicht zuletzt durch sein technisch ausgefeiltes Spiel auf einer achtsaitigen Gitarre auf sich. Gemeinsam mit Ben Harper, Tom Morello von Rage Against The Machine, der Brasilianerin Badi Assad, dem exzentrischen Buckethead und David Fiuczynski wurde Charlie Hunter 1994 vom amerikanischen Fachblatt "Guitar Player" zu deinem der zehn aufregendsten und innovativsten Gitarristen der weltweiten Szene gekürt.

                      Auf seinen Blue-Note-Alben wurden Charlie Hunter diesem Ruf mehr als gerecht. 1995 legte er mit der gleichen Besetzung sein zweites Trio-Album "Bing! Bing Bing!" vor, dem 1996 das Quartett-Album "Ready... Set... Shango!" folgte (neben Tenorsaxophonist Ellis war hier auch Altsaxophonist Calder Spanier zu hören, Schlagzeuger Jay Lane war durch Scott Amendola ersetzt worden). Ein Novum bot Hunter 1997, als er mit seinem Quartett (mittlerweile war Kenny Brooks für Ellis in die Band gekommen) auf "Natty Dread" ein komplettes Bob Marley Album aus dem Jahr 1974 neuinterpretierte. Kurz nach Veröffentlichung des Albums kam Bandmitglied Calder Spanier bei einem Autounfall ums Leben.

                      Hunter verabschiedete sich daraufhin erst einmal von seiner gewohnten Besetzung und probierte auf den kommenden Alben neue Instrumentalkombinationen aus: mit Vibraphonist Stefon Harris, Schlagzeuger Amendola und Perkussionist John Santos entstand 1998 "Return Of The Candyman", mit Schlagzeuger Leon Parker 1999 "Duo" und im Alleingang nahm er 2000 "Solo Eight String Guitar" auf. Erst sein letztes Blue-Note-Album "Songs From The Analog Playground" spielte er 2001 wieder im Quartett (mit Saxophonist John Ellis sowie den beiden Schlagzeugern/Perkussionisten Stephen Chopek und Chris Lovejoy) ein. Mit von der Partie waren auf ihm als Gäste auch die Vokalisten Kurt Elling, Norah Jones und Theryl DeClouet sowie der Rapper Mos Def.

                      Seit 2003 nahm der Gitarrist für das Label Rope-A-Dope mit wechselnden Besetzungen die Alben "Right Now Move" (2003), "Come In Red Dog, This Is Tango Leader" (2003) und "Copperopolis" (2006) auf. Zusammen mit dem Schlagzeuger Bobby Previte, mit dem er schon "Come In Red Dog, This Is Tango Leader" eingespielt hatte, unterhält Charlie Hunter seit 2004 auch das Projekt Groundtruther, das bislang die drei Alben "Latitude" (2004), "Longitude/Live" (2005) und "Altitude" (2007) veröffentlichte. Ein hochinteressantes Projekt präsentierte Hunter 2005 außerdem an der Seite der beiden jamaikanischen Gitarristen Ernest Ranglin und Earl "Chinna" Smith: das Album erschien zunächst unter dem Titel "Earth Tones" und später mit einem Bonus-Track erneut als "Innovation!". Darüber hinaus machte er in den letzten rund 15 Jahren unter anderem noch Alben mit den Bands T.J. Kirk und Garage A Trois und begleitete Größen wie D'Angelo und John Mayer.

                      quelle http://www.jazzecho.de/charlie_hunter_trio...tico_132288.jsp

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                        #12
                        AW: Neues aus der Jazzszene

                        Marc Antoine - Hi-Lo Split

                        Der aus Paris stammende und derzeit in Madrid lebende Gitarrist Marc Antoine wird zwar allgemein der Smooth-Jazz-Szene zugeordnet, unterscheidet sich aber - ähnlich wie sein amerikanischer Kollege Lee Ritenour - deutlich von der Mehrzahl der Protagonisten dieses Genres. Das musikalische Erbe seiner frühen Mentoren Andrés Segovia und John Williams kann und will er bis heute nicht verleugnen. Der Einfluß der klassischen (spanischen) Gitarrenschule ist es gerade, der Antoines Musik weit aus dem Smooth-Jazz-Einerlei heraushebt. Auf "Hi-Lo-Split" mischt und konfrontiert er dieses Erbe geschickt mit modernen lateinamerikanischen und spanischen Klängen, Jazz, Funk, Pop und sogar ein wenig HipHop.Der klassisch geschulte Marc Antoine spielte zunächst in Pariser Clubs mit Jazz- und Afro-Pop-Bands. Nachdem er von Paris nach London umgezogen war, wurde er dort Mitglied des Reggae Philharmonic Orchestra. Die großen Bühnen der Welt lernte Antoine kennen, als er 1988 mit der Sängerin Basia auf eine ausgedehnte Tournee ging. Durch seine Mitwirkung an der Einspielung des ersten Soul II Soul-Albums rückte der französische Gitarrist dann in den inneren Zirkel der Londoner Acid Jazz-Szene vor. Doch schon bald zog es ihn in die USA, genauer nach Los Angeles, wo er beim Zusammenspiel mit Guru's Jazzmatazz, den Solsonics, Queen Latifah, DJ Greyboy, Sting, Selena, Maya, Rod Stewart, Alannah Miles, Aaliyah, George Benson, Cher und anderen seine Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Auch bei einer Reihe von Smooth-Jazz-Projekten unter Federführung von David Benoit, Dave Koz, Jeff Golub, Peter White und Rick Braun wirkte Marc Antoine mit. Außerdem steuerte er Kompositionen zu den Soundtracks von Filmen wie "Get Shorty", "The Fan", "Celtic Pride" und "Midnight In The Garden Of Good And Evil" bei.

                        Nachdem er auf seinem letzten, 2005 erschienenen Album "Modern Times" etwas stärker mit dem HipHop geflirtet hatte, kehrte Antoine nun mit "Hi-Lo-Split" wieder zu den entspannten (aber eben nie beliebigen) Klängen zurück, für die er so bekannt ist. Aufgenommen hat er das neue Album zusammen mit dem französischen Keyboarder Frédéric Gaillardet, dem aus Kameruun stammenden Bassisten André Manga, Perkussionist Luis Conte, dem in Spanien lebenden amerikanischen Saxophonisten/Flötisten Bobby Martínez und dem kubanischen Trompeter Manuel Machado.

                        quelle http://www.jazzecho.de/marc_antoine_...lit_132300.jsp

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                          #13
                          AW: Neues aus der Jazzszene

                          „Es fehlt uns an jungen Mitgliedern“

                          Der Vorsitzende Manni Gruse versichert: Die traditionellen Konzert wie der Wupsi-Dixie und der „Christmas-Dixie“ werden weitergehen.

                          Jazz ist in Leverkusen ein großes Thema: Es gibt die Jazztage als mehrtägiges Festival von internationalem Ruf. Es gibt den Verein „Jazz-Lev“, der sich der „Förderung der Jazzmusik“ verschrieben hat und dessen Keimzelle sich im „topos“ befindet - dem wohl aktivsten Livemusik-Club der Stadt. Und bis zuletzt gab es auch noch die „Jazzfreunde Opladen“, beheimatet im Bistro „La Baguette“ an der Kölner Straße im Veedel. Wie gesagt: bis zuletzt. Denn jetzt haben sich die „Jazzfreunde“ aufgelöst. „Es fehlt einfach an Nachwuchs“, begründet Bistrobesitzer und Vereinsoberhaupt Manfred Gruse diesen Schritt, der ausgerechnet zu Beginn des 20. Vereinsjahres vollzogen wurde. Nachwuchsmangel also - ist die Jazzszene in Leverkusen allgemein davon betroffen? Hat die Vereinsauflösung in Opladen gar ernste Auswirkungen auf den Ruf der „Jazzstadt“?

                          Als solche wird Leverkusen jedenfalls immer wieder bezeichnet. In seiner Radiosendung „Jazz-Twenty 5“ widmete der WDR Leverkusen vor zwei Jahren sogar eine eigene Folge. Die Veranstaltungen der Jazztage und die alljährlich gut 200 Konzerte im „topos“ ziehen auch zahlreiche Nicht-Leverkusener an. Und selbst Gruse sagt: „Unsere Konzerte waren bestens besucht.“ Erst vor gut einer Woche sei das „La Baguette“ beim „Christmas-Dixie“ „aus allen Nähten geplatzt“. Viel anders habe es bei den weiteren großen Veranstaltungen wie etwa dem „Wupsi-Dixie“ oder dem „Jazz in den Mai“ auch nicht ausgesehen.

                          Trotzdem: „Unsere Mitgliederzahl ist von seinerzeit über 130 auf mittlerweile nicht einmal mehr 70 gesunken“, klagt Gruse. Und der Altersdurchschnitt der Vereinsaktiven bewege sich „irgendwo zwischen 55 und 80 Jahren“. Da habe Weitermachen keinen Sinn - auch wenn die gerade angesprochenen traditionellen Konzerte auch weiterhin stattfinden sollen. Gruse: „Die jungen Leute interessieren sich eben nicht mehr für Jazz.“

                          Jedenfalls nicht für die Art, die im „La Baguette“ den Ton angibt, wie Eckhard Meszelinsky als Organisator der Jazztage zu bedenken gibt: „Dort hat immer der Dixieland- und New-Orleans-Jazz im Vordergrund gestanden.“ Nichts gegen diese vielleicht ursprünglichste aller Jazz-Stilrichtungen. Aber: „Das ist eben eine »alte« Musik für ein älteres Publikum. Eine Musik, die sich nicht weiterentwickelt hat. Eine reine Unterhaltungsmusik ohne tiefere Bedeutung.“ Ihn selbst habe der Dixieland nie „berührt.“ Nicht umsonst sei das Erfolgsrezept der Jazztage zum einen die Konzentration auf modernere Spielarten wie Free-Jazz und den mit Rockelementen versehenen Fusion - und zum anderen der Blick über den musikalischen Tellerrand hinaus, sprich: die Verpflichtung von Künstlern aus den Genres Blues, Soul, Weltmusik oder Latin. Hinzu komme, dass sich Nachwuchsjazzer heutzutage eher der großen Kölner Jazzszene anschließen würden.

                          Wolfgang Orth, „Jazz-Lev“-Vorsitzender und Betreiber des „topos“, gibt Meszelinsky recht. Auch er sagt: „Wir haben wohlweislich auch andere Musikrichtungen bis hin zu Funk und Reggae im Angebot.“ Es sei mitunter dieser Umstand, der dazu geführt habe, dass „Jazz-Lev“ mittlerweile rund 300 Mitglieder zähle. „Und da sind jede Menge junger Leute um die 20 Jahre mit dabei.“

                          Indes: Auswirkungen auf die Jazzszene - oder gar die Musikszene in Leverkusen generell - wird die Auflösung der „Opladener Jazzfreunde“ weder nach Meszelinskys noch nach Orths Auffassung haben. „So bedauernswert das Ende des Vereines auch ist“, wie beide betonen. Der Erfolg der Jazztage, die zahlreichen Clubkonzerte im „topos“ oder den anderen Clubs und Kneipen der Stadt sowie die Vielzahl an Nachwuchsbands aus Rock und Pop seien der beste Gegenbeweis. „Und schließlich“, sagt Wolfgang Orth ein wenig stolz, „gibt es »Jazz-Lev« seit nunmehr 30 Jahren.“ Soll heißen: Da verbietet sich Aufhören per se.

                          quelle http://www.ksta.de/html/artikel/1195817009202.shtml

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                            #14
                            AW: Neues aus der Jazzszene

                            Neuen Deutschen Jazzpreis 2008

                            Die IG-Jazz Mannheim hat am 2.1.2008 die Vorauswahl zum Neuen Deutschen Jazzpreis 2008 bekannt gegeben.
                            175 Bands hatten sich um den Preis beworben, 12 davon wurden von einer Jury dem Kurator vorgeschlagen.
                            Die für den Preis vorgeschlagenen Bands sind:

                            Anke Helfrich Trio

                            Benjamin Schäfer Trio
                            Klima Kalima
                            KnoM.T
                            Lars Duppler „Alliance Urbaine“
                            NO TANGO!
                            OLAF TON
                            SPANIOL 4
                            Studnitzky Trio
                            The North Trio
                            TIM RODIG 5
                            UNDERKARL

                            Am 15. und 16. Februar 2008 wird in Mannheim zum dritten Mal der „Neue Deutsche Jazzpreis Mannheim“ vergeben. Der mit 10.000 Euro dotierte - das ist der höchstdotierte Jazzpreis für professionelle Jazzbands in Deutschland - wird von der MVV Energie gestiftet. Der Neue Deutsche Jazzpreis ist außerdem der Einzige, der direkt vom Publikum per Abstimmung vergeben wird.
                            Am zweiten Abend des Festivals wird das Publikum eine der drei Bands als Sieger des „Neuen Deutschen Jazzpreis“ küren. Einen Sonderpreis gibt es für den besten - ebenfalls vom Publikum gewählten - Solisten. Er - oder sie - erhält einen Scheck über 1.000 Euro vom Maritim Hotel Mannheim.
                            Kurator des diesjährigen Jazzpreises ist Charlie Mariano. Er wird aus der Auswahl der Fachjury die drei Bands auswählen, die Anfang Februar in der Alten Feuerwache in Mannheim auftreten werden. Bekannt gegeben werden die drei Bands Mitte Januar.
                            Am 15. Februar wird zur Erföffnung des Jazzpreis-Festivals Charlie Mariano mit Philip Catherine und Jasper vant’Hof auftreten. Eröffnet wird das Jazzfestival am gleichen Abend vom Steffen Weber Quartett.
                            Die bisherigen Preisträger waren „Der Rote Bereich“ und als Solist Michael Griener (2006, Kurator Alexander von Schlippenbach)) und 2007 als Band das Johannes Enders Quartett und als Solisten Henning Sieverts und Johannes Enders ( Kurator Wolfgang Muthspiel).


                            quelle http://jazzblogger.de/index.php/neue...ie-vorauswahl/

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                              #15
                              AW: Neues aus der Jazzszene

                              Der Jazz ist nicht tot, er riecht sogar ganz schön verführerisch


                              NDR-Konzertreihe: Modernisten ziehen den Hut vor der Tradition - Bigband-Chef Dieter Glawischnig nimmt seinen Abschied

                              Die gute Nachricht vorweg: Auch im gerade begonnenen Jahr erwartet die Abonnenten und Besucher der Konzertreihe der NDR-Jazzredaktion ein hochkarätiges Programm. An sieben Terminen treten jeweils zwei Formationen an zwei aufeinander folgenden Abenden auf. Für viele Musiker ist so Doppelkonzert eine kleine Oase im ruhelosen Tourbetrieb, und das danken sie mit zuweilen außerordentlich intensiven Konzerten. Die weniger gute Nachricht: Tickets sind weiterhin knapp.
                              Meilensteine der Jazzgeschichte und ihre Rolle für den aktuellen Jazz bilden den thematischen Rahmen der Reihe. Wenn sich die in Berlin lebende japanische Pianistin Aki Takase mit ihrem Quintett der Musik Fats Wallers annimmt, dann wird der "Honeysuckle Rose" alle falsche Süße ausgetrieben sein. Übrig bleibt eine Musik, deren Glanz und Schönheit auch im zweiten Jahrhundert des Jazz zu strahlen vermag.
                              Anschließend wird sich Colin Towns mit der NDR Bigband im zweiten Teil des Abends eingehender mit den melodischen Feldern auf den Britischen Inseln beschäftigen (21./22. Februar). Den Abschluss der Serie markiert ein zarterer Umgang mit dem Erbe: während der einstige Django-Wiedergänger Biréli Lagrène im Duett mit Sylvain Luc mit hochvirtuosen Arabesken auf der Gitarre das Erbe des Zigano-Jazz verwaltet, präsentiert sich Jörg Achim Keller als neuer Leiter der NDR-Bigband (4./5. Dezember).
                              Die fünf Doppel-Abende dazwischen bieten reichhaltige Musik zwischen den Polen: Das neue Solopiano-Programm von Vladylsav Sendecki trifft auf das Quartett des aus Vietnam stammenden Gitarristen Nguyen Lê (6./7. März); die Berliner Pianistin Julia Hülsmann, die zuletzt vor allem mit ihren Lyrikbearbeitungen (u.a. mit Roger Cicero) auf sich aufmerksam machte, auf das schon zweimal verschobene Gastspiel des Posaunisten Ray Anderson (5./6. Juni); Christof Lauer spielt sein Trio-Bluesprogramm vor den altgedienten Kammer-Improvisatoren von Oregon (10./11. Juli), und während das Quartett von Archie Shepp die schwarzen Wurzeln des Jazz freilegt, huldigt die Bohuslän Big Band der Musik des großen Gil Evans (18./19 September). Das Novemberprogramm schließlich präsentiert "maximal music", ein wuchtiges Klaviertrio neben dem NDR-Jazzworkshop, der im Zeichen der Musik des Hardbop-Trompeters Lee Morgan den Saxophonisten Billy Harper, den Trompeter Keyon Harrold und den Tubaspieler Howard Johnson mit einer Hamburger Rhythmusgruppe zusammenbringt (13./14. November).
                              Zuhörern, die für die Konzertreihe keine Tickets mehr bekommen können, bietet der NDR zwei tröstende Bonbons: am 25. Januar spielt die NDR-Bigband Kompositionen von Nils Wogram, dem neuen Stern am Himmel des europäischen Jazz. Den zweiten Teil des Abends bestreiten der Pianist Michael Wollny und der Tenorsaxofonist Heinz Sauer im Duett. Und der 27. März ist der Verabschiedung von Dieter Glawischnig gewidmet, der die NDR-Bigband in den 27 Jahren seines Wirkens in Hamburg zu einer Band von Weltrang formte. Ohne ihn wäre von dem, was heute die Jazzszene in Hamburg bildet, wohl kaum etwas entstanden. Nicht ohne Wehmut wird Glawischnig im ersten Teil des Abends sein Solo-Programm "winged by distance" aufführen, bevor dann die Bigband eine Suite über Motive aus Grimms Märchen spielt.

                              quelle http://www.welt.de/welt_print/articl...fhrerisch.html

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