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Gestorbene Jazzmusiker

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    Gestorbene Jazzmusiker

    +++ Bassist Earl May gestorben +++

    Er stammte aus New York und war als Jahrgang 1927 gerade ein wenig zu jung, um noch zu den Pionieren des Bebops zu gehören. Trotzdem startete der Bassist anno 1949 seine Karriere im legendären "Minton's Playhouse", unter anderem als Begleiter von Carmen McRae und Lester Young. Als die Sounds erst cooler, dann hardboppiger wurden, schaffte es May, sich im Umkreis von Coleman Hawkins, Miles Davis, Buddy Rich und John Coltrane einen Namen zu machen.
    Fasziniert vom E-Bass konzentrierte er sich während der Sechziger und frühen Siebziger einen Zeitlang auf die Bassgitarre, leitete eigene Gruppen und wurde als Sideman von Kollegen wie Dizzy Gillespie und Jon Hendricks geholt. Sein singend voluminöser, bluesfundierter Ton orientierte sich am Sound von Kollegen wie Oscar Pettiford und Slam Stewart. Am 4.Januar starb Earl May im Alter von 80 Jahren überraschend an einem Herzinfarkt.

    quelle http://www.jazzecho.de/kurz_gemeldet_16._j...2008_132650.jsp

    #2
    AW: Gestorbene Jazzmusiker

    Gitarrist und Bandleader Jeff Healey stirbt im Krankenhaus in Toronto

    Kurz vor der Veröffentlichung seines neuen Bluesrock-Albums "Mess of Blues" verliert Healey seinen lang anhaltenden Kampf gegen den Krebs

    (lifepr) Lindewerra, 03.03.2008 - Jeff Healey, der zu den markantesten Gitarristen unserer Zeit gehörte, ist heute (am Sonntag, den 2. März) im St. Joseph s Krankenhaus von Toronto verstorben. Er war 41. Er hinterlässt seine Frau Cristie, seine Tochter Rachel (13) und Sohn Derek (3), seinen Vater und Stiefmutter Bud und Rose Healey und seine beiden Schwestern Laura und Linda.
    Details zur Trauerfeier und zum Begräbnis sind noch nicht bekannt.
    Nachdem er als Kleinkind durch eine seltene Krebsart (Retinoblastoma) sein Sehvermögen verlor, fing er schon im Alter von drei an, auf unkonventionelle Weise, die Gitarre zu spielen: Er hielt das Instrument flach auf seinem Schoss. Mit 17 gründete er seine erste Band und führte bald unter dem Namen Jeff Healey Band sein eigenes Trio.
    Nachdem er in dem Hollywood-Film Road House zu sehen war, wurde er von Arista Records unter Vertrag genommen. 1988 erschien sein Album See the Light, dass für den Grammy nominiert wurde. Mit "Angel Eyes" vom selben Album landete er einen großen Hit. 1990 wurde er mit einem Juno Award als "Entertainer des Jahres" ausgezeichnet.

    In den 90ern veröffentlichte er zwei weitere Alben auf Arista, die allerdings weniger erfolgreich waren. In den Jahren danach erschienen diverse "Best of"-Sammlungen und Livealben. Er nahm zwei weitere Rockalben auf, bevor er sich seiner wahren Leidenschaft, dem klassischen amerikanischen Jazz der 20er, 30er und 40er, widmete.

    Inzwischen war Healey ein international bekannter Star geworden, der zusammen mit unzähligen namhaften Künstlern, darunter auch B.B. King und Stevie Ray Vaughan, musiziert hatte und gemeinsam mit George Harrison, Mark Knopfler und der Blueslegende Jimmy Rogers ins Studio gegangen war.

    Als Vater eines dreijährigen Sohns und einer dreizehnjährigen Tochter zog Healey ein eher sesshaftes Leben vor. "Das großen Reisen habe ich schon hinter mir", sagte er. Lange, anstrengende Tourneen, die für seine jüngeren Jahre prägend waren, wollte er am liebsten vermeiden.

    Jahrelang arbeitete er für das CBC Radio als Diskjockey seine Sendung "My Kinda Jazz" verfügte über eine treue Hörerschaft. Neulich moderierte er ein ähnliches Musikformat für den Sender Jazz-FM in Toronto. Im Mittelpunkt seiner Sendungen präsentierte er seltene und selten gehörte Aufnahmen aus seiner Privatsammlung mit über 30.000 78er-Platten.

    Als das neue Millennium näherte, kehrte er vorübergehend der Rockmusik den Rücken und nahm drei klassische Jazzalben mit seiner Jazzkapelle Jeff Healey & the Jazz Wizards auf, bei der er neben Akustik-Gitarre auch Trompete spielte. Das letzte davon, It s Tight Like That, wurde 2005 im Hugh s Room in Toronto gemeinsam mit der britischen Jazzlegende Chris Barber aufgenommen.

    Zum Zeitpunkt seines Todes bereitete sich Healey auf die bevorstehende Veröffentlichung seines ersten Rock/Blues-Album seit acht Jahren. Mess of Blues erscheint am 20. März in Europa und am 22. April in Kanada und den USA. Das Album war aus der Zusammenarbeit zwischen zwei führenden Plattenfirmen entstanden, dem deutschen Blueslabel Ruf Records sowie der kanadischen Firma Stony Plain, die auch für Healeys Jazz CDs verantwortlich war.

    Mess of Blues entstand überwiegend in mehreren Tonstudios in Toronto. Zwei Tracks wurden in seinem eigenen Club Jeff Healey s Roadhouse live aufgenommen, zwei weitere sind Mitschnitte eines Londoner Konzerts. Seine Begleitband auf der neuen CD Healey s House Band spielte regelmäßig mit ihm im Roadhouse in Zentrum von Toronto und auch früher in einem anderem eigenen Musikclub in Stadtteil Queen-Bathurst.

    Im vergangenen Jahr wurde Healey operiert, um krebsartige Gewebe von seinen Beinen und später auch von seinen Lungen zu entfernen. Eine aggressive Behandlung mit Bestrahlung und Chemotherapie konnte die Ausbreitung der Krankheit jedoch nicht verhindern.

    Trotz seines Kampfs gegen den Krebs ging Healey häufig mit seiner Bluesband sowie mit seiner Jazzkapelle in Kanada auf Tour. Eine ausgedehnte Tournee durch Deutschland und Großbritannien stand kurv bevor. Geplant war ebenfalls ein Fernsehauftritt bei der beliebten Jools Holland TV Show der BBC.

    Healeys ironische Humor und musikalische Verspieltheit wird unter Musikern und unter seinen Fans in Erinnerung bleiben. Healey war ein einzigartiger Musiker, der es schaffte, mit Leichtigkeit und Selbstvertrauen die Kluft zwischen verschiedene Musikgenres zu überbrücken.

    quelle http://www.lifepr.de/pressemeldungen/ruf-r...oxid-33760.html

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