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Marilyn Mazur & Jan Garbarek - Elixir (Jazz/Percussion)

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    Marilyn Mazur & Jan Garbarek - Elixir (Jazz/Percussion)


    Marilyn Mazur ist seit rund 20 Jahren in der ganzen Welt als einzigartig innovative Perkussionistin bekannt. Diesen Ruf verdankt sie vor allem ihrer Zusammenarbeit mit Miles Davis. Kennengelernt hatten sich die beiden 1985 bei den Aufnahmen für Palle Mikkelborgs Album "Aura". Miles war von der damals 30jährigen Perkussionistin so begeistert, daß er sie in den folgenden drei Jahren immer wieder mit auf Tournee nahm. Dabei entstanden auch gemeinsame Aufnahmen für das erst fünf Jahre nach dem Tod des Trompeters veröffentlichte Album "Live Around The World". Darüber hinaus war Marilyn Mazur 1987 ein Jahr lang mit Wayne Shorter und dessen Band auf Tournee und absolvierte außerdem Auftritte und Aufnahmen mit Gil Evans. Auch in der europäischen Jazz- und Improvisations- szene, in der sie mit zahllosen namhaften Musikern (darunter Jon Balke, Charlie Mariano, Laurent Cugny und Lindsay Cooper) zusammenarbeitete, ist sie bestens bekannt. Marilyn Mazur kam 1955 in New York zur Welt, zog mit ihrem polnischen Vater und ihrer afroamerikanischen Mutter aber nach Dänemark, als sie sechs Jahre alt war. Nachdem sie in ihrer Kindheit zunächst Geigen- und dann Klavierunterricht erhalten hatte, beschloß sie mit 20 Jahren aufs Schlagzeug umzusteigen.




    Wahrend sie am Königlichen Konservatorium in Kopenhagen Musik studierte, wirkte sie als Schlagzeugerin, Perkussionistin und Sängerin an diversen Projekten im Bereich des Rock, der Theatermusik und des Jazz mit. Durch ihre Mitgliedschaft in Pierre Dørges New Jungle Orchestra, die sie 1982 begann und erst 1987 beendete, wurde sie zu einer Spezialistin in Sachen "Weltmusik". Auf ihren zahllosen Reisen und Tourneen durch die gesamte Welt sammelte sie ein immenses Arsenal von Perkussionsinstrumenten aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen an. Diese spielt sie heute nicht nur auf traditionelle Weise, sondern sucht auch immer wieder nach innovativen Einsatzmöglichkeiten.

    Miles Davis hatte sie seinerzeit ermuntert, seiner Musik Farbe und Atmosphäre zu verleihen. Marilyn selbst meinte einmal, sie hätte eine "malerische Rolle" innegehabt. Und diese Rolle der Farbgeberin hat sie in ihrer eigenen Musik meisterhaft fortentwickelt. Beispielsweise mit ihrer 1989 gegründeten Band Future Song, mit der sie 1994 für ECM das Album "Small Labyrinths" (ECM 1559) aufnahm, das allerdings erst drei Jahre später veröffentlicht wurde.

    Zum Zuge kommt ihr Gespür für Klangfarben und Atmosphäre aber natürlich auch auf "Elixir", ihrem neuen ECM-Album mit dem Saxophonisten Jan Garbarek. Garbarek hatte Mazur 1990 in seine Band geholt, kurz bevor er mit Rainer Brüninghaus, Bugge Wesseltoft, Eberhard Weber, Manu Katché, Naná Vasconcelos und Ingor Ántte Áilu Gaup ins Studio ging, um "I Took Up The Runes" (ECM 1419) aufzunehmen. Marilyn Mazur begleitete den Saxophonisten auf dessen Alben "Twelve Moons" (1992 / ECM 1500), "Visible World" (1995 / ECM 1585) und "Rites" (1998, ECM 1685).

    Von Garbarek sind folgende Worte über seine musikalische Partnerin überliefert: "Marilyn ist wie der Wind. Ständig in Bewegung, ohne Unterlaß." Über ihre eigene Musik meint die Künstlerin, daß sie keinen Wert darauf lege, diese zu "polieren und ihr den letzten Schliff zu geben". Sie betrachtet sie stattdessen als "einen lebenden Organismus. Sie steht für ein weites dynamisches Spektrum und setzt sich mit vielen Emotionen auseinander." Ein Ausgangspunkt für die Musik von "Elixir" waren die Klänge der Instrumente selbst. Marilyn erforscht Farben und Klangmöglichkeiten, während ihr Garbarek in einer Reihe von intimen Konversationen frei und kreativ antwortet. Mal am Tenor- oder Sopransaxophon, mal an der Flöte ist Garbarek in elf der 21 Stücke dieses Albums zu hören. Bei sieben Nummern stand er der komponierenden Perkussionistin auch als Koautor zur Seite.

    Es gibt nicht wenige, die behaupten, daß Jan Garbarek seine Stärken am besten in solchen "Produktionsprojekten" von ECM zur Geltung bringt. Auf "Elixir" trifft dies ganz sicher zu. Befreit von der Notwendigkeit eine Band zu leiten, kann er seine Aufmerksamkeit ganz auf seine Instrumente konzentrieren. So spielt er hier mit großartigem Einfühlungsvermögen und lyrischer Phantasie.

    Die Aufnahmesession wurde teilweise für die kürzlich vom Dänischen Filminstitut veröffentlichte DVD "Marilyn Mazur: Queen Of Percussion" mitgefilmt. Als diese Ausschnitte vor zwei Monaten im dänischen Fernsehen gezeigt wurden, wurde der Sender hinterher von Anfragen überflutet, ob es noch mehr Aufnahmen von Mazur und Garbarek gäbe. Mit der CD "Elixir" werden diese Wünsche nun wunderbar erfüllt.

    Am 26. Januar 2008 werden Marilyn Mazur und Jan Garbarek anläßlich der Veröffentlichung von "Elixir" ein außergewöhnliches Konzert im "Den Sorte Diamant", einem atemberaubenden, tiefschwarzen Granitbau in Kopenhagen geben. Es wird ganz sicher ein Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

    http://www.jazzecho.de/marilyn_mazur...xir_132586.jsp

    Diese CD ist für mich nun defintiv die "Vorführ-Referenz".:daumen:

    Gruß
    Franz

    #2
    AW: Marilyn Mazur & Jan Garbarek - Elixir (Jazz/Percussion)

    Hallo, Franz K.

    Diese CD habe ich mir schon kurz nach der Veröffentlichung angehört - allerdings über einen Kopfhörer.

    Musikalisch hat sie mich sehr angesprochen, ja sowas von:zustimm:

    Die "Wirkung" - über mein Equipment - muss allerdings noch ein wenig warten, macht nix...

    Grundsätzlich mag ich Garbarek und Mazur - immer wieder eine Bereicherung, nicht nur für`s Gehör...


    ...der Volkhart

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      #3
      AW: Marilyn Mazur & Jan Garbarek - Elixir (Jazz/Percussion)

      Hier mal eine Rezension, die ich im net gefunden habe und die meine eigene Meinung voll trifft:

      "Eine Stunde lang nichts als Saxophon und Percussion – das geht wunderbar zusammen, wenn Jan Garbarek und Marilyn Mazur die Instrumente führen. Das Schema der Aufnahme ist natürlich begrenzt: Die Geräuschkulisse von Marimba, Vibraphon, Gongs, Trommeln, Schellen und indischen Kuhglocken baut sich entweder rhythmisch auf („Dunun Song") oder als „cineastischer" Klangeffekt, der allerlei Kopfbilder weckt. Darüber legt Garbarek seine gewohnt gefühlsechten Saxophon- (und Flöten-)Linien und lässt es schwingen und singen, bis die letzte Seele baumelt. (ECM)"
      Wertung (maximal fünf Sterne): * * * *
      Weitere Informationen unter www.ecmrecords.com

      Gruß
      Franz

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