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Mozart_ein Anfang

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    Mozart_ein Anfang

    Hallo Ihr Hörenden,

    da ich immer wieder die Klaviersonaten von Mozart höre, möchte ich spontan damit beginnen.

    Meine ganz persönliche Lieblingsaufnahme ist:

    Die, die ich immer und immer wieder höre. In ihrer Schlichtheit und dem Binnenleben an Zwischentönen, Mikrospannung, unterschwelligem 'Mozartismus', Feinheit nicht zu vergessen. Die Aufnahme stimmt, one point Denon. Manche mag stören, dass zwei, drei Grifffehler drauf sind, mich stört das im Gesamt nicht. (War übrigens die erste Digitalaufnahme überhaupt (Jan/Feb 1974, Tokyo)


    #2
    AW: Mozart_ein Anfang

    Diese Denon PCM One Point Aufnahmen finde ich ja etwas Besonderes. kenne zwar nicht diese hier, aber habe auch einige im Besitz und habe jedesmal das Gefühl dabei, ich wäre im Aufnahmesaal dabei. Schade, daß es sie kaum noch gibt.

    Hier dazu mal ein interessantes Interview:

    http://www.nishimura-music.com/dvd4.htm

    Gruß
    Franz

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      #3
      AW: Mozart_ein Anfang

      Es folgen noch meine weiteren Highlights:

      Fehlen darf natürlich nicht Gulda.

      Doch mir derzeit die beiden wichtigsten Alternativen, zudem auf dem von mir hochgeschätzten Piano forte:

      Die vor kurzem seit langem wieder veröffentlichte Aufnahme des Wahlsalzburgers Alexei Lubimov. Klang, Durchzeichnung und Pianistik - ich habe das Gefühl, Augen zu und ich sitze in einem Kammerkonzert vom Meister selbst (mit viel Augenzwinkern).


      Die Alternative auf Piano forte, schön gespielt und mir sehr gut klingend, zudem alle Klavierwerke solo und zu zweien, Bart van Oort (mit Frau Dütschler)



      Drei Projekte möchte ich noch erwähnen:

      1. Phantastisch gespielt und aufgenommen, sehr eigener Weg:



      Die beiden Folgen von Christoph Ullrich auf EigenArt, echte Leckerchen.

      2. Die Besondere, gehört zu meinem Teststamm, liegt oft in der Musikmaschine: Der Stein-vis-a-vis von 1771 gespielt von Frau Schornsheim und Herrn Staier, anhören, freuen, wundern.


      3. Das hochinteressante Projekt von Siegbert Rampe. Er hat ein Buch geschrieben über die Klavierinstrumente Mozarts und spielt jedes Werk auf dem dafür vorgesehenen Instrument. Ist geplant auf 17 CDs, bis jetzt auf 8 angewachsen und herausgekommen auf dem Audiophil-Label MDG:


      Himmlische Mozartgrüße für eine schlummerreiche Nacht vom Amadé

      Wie immer ohne Gewähr und Anspruch auf Vollkommenheit

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        #4
        AW: Mozart_ein Anfang

        Hallo Markus,

        kann sein. Mir wurde das von einem Musikmann hier in München erzählt, muß also nicht stimmen. '74 ist zumindest sehr früh.

        Danke für den Hinweis Amadé

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          #5
          AW: Mozart_ein Anfang

          Danke für das sehr interessante Interview.
          Amadé

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            #6
            AW: Mozart_ein Anfang

            Meine Lieblingsaufnahme der Klaviersonaten von Mozart ist die von Christian Zacharias, die er in den 80er Jahren für EMI eingespielt hat.

            Ein gradliniger, schnörkelloser Mozart mit feinem Gespür für große Linien und dramatische Elemente. Zacharias spielt äußerst genau und lebendig.
            Ich mag es immer, wenn Pianisten ein gutes Zeitgefühl haben.

            Der KLang ist klar und kernig.

            Im berühmten Alla Turca der A-Dur-Sonate KV 331 spielt er ein Klavier mit "Janitscharenzug", dessen Schellen und Glöckchen dann ordentlich scheppern.

            Die Gesamtaufnahme gibt es wohl nicht mehr.
            Ich fand aber diese sehr preiswerte Wiederveröffentlichung, die auch besagte A-Dur-Sonate enthält.
            Bei jpc gibts die Scheibe gerade für 6,99. Alla Turca ist übrigens der Track Nr. 6 auf der jpc-Seite (allerdings noch ohne Janitscharenzug, da der erst in den letzten Takten des Satzes dazu kommt.)

            http://www.jpc.de/jpcng/classic/deta...me&rsk=hitlist
            Angehängte Dateien
            Zuletzt geändert von Replace E; 10.07.2008, 14:10.

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              #7
              AW: Mozart_ein Anfang

              Kann ich gut verstehen, Eusebius, dass es Deine Lieblingsaufnahme ist, finde ich auch großartig. Die Gesamtausgabe auf CD gibt es beim französischen amazon:

              http://www.amazon.fr/Les-Sonates-pou...5700853&sr=8-5




              Danke für Deinen Beschrieb, bringt super rüber was die Aufnahme auszeichnet.

              Gruß Amadé

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                #8
                AW: Mozart_ein Anfang

                Servus und Hallo,

                zwei Scheibchen vom Meister seien dicke ans Herz gelegt.



                Ein Muss! So wie die aufgenommen ist, gespielt ist, ein Ereignis. Es gab einigen Spitzenmozart die letzten Jahre, doch das ist ein Gipfelerlebnis.



                Ein herrlich witziges Programm auf zwei CDs. Für seinen Freund und Mäzen Freiherr von Jacquin (für dessen Sohn er sogar zwei Liebeslieder verfaßte, die hier u. a. zu hören sind) von wunderbaren Musikern famos und enorm humorvoll vorgetragen.

                (PS: Aufpassen, nur die weiße Ausgabe kaufen, die rote kostet viel mehr und ist identisch.)

                Beide historisch (Aufführungspraxis und Instrumente)

                Baba vom Amadé, aha!

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                  #9
                  AW: Mozart_ein Anfang

                  Hallo zusammen,

                  mal wieder eine kleine Mozart-Empfehlung.

                  Gerade höre ich, wie des öfteren, LUCIO SILLA, dieses im Karneval 1772/73 uraufgeführte Dramma per musica, das der 15-Jährige für Mailand schrieb ist ein Ereignis. Es war nichts reformerisches daran und doch die innere Textur der Gestaltung, die klangliche Entwicklung und Flexibilität könnte man als den Durchbruch zur Persönlichkeit begreifen und als einen Meilenstein für die Entwicklung der 'Klassik'. Dieser Live-Mitschnitt unter Nikolaus Harnoncourt mit Concentus musicus Wien und einer wunderbaren Sängerschar, allen voran die junge Cecilia Bartoli, Edita Gruberova und Dawn Upshaw, begeistert, klingt so lebendig, seidig und oft zum Versinken einfach nur schön.



                  Dazu kann man, die von mir an anderer Stelle bereits angesprochene Einspielung, von Tommaso Traetta 'Antigona' vergleichen. Sie wurde im gleichen Jahr in St. Petersburg uraufgeführt. Auch Traetta versucht eine Entwicklung, die ihm für sich herrlich gelingt. Diese famose Aufnahme, sie gehört zu meinen Lieblingen des 18. Jhd., zeigt im direkten Vergleich einfach den genial-eklatanten Unterschied Mozarts 'nur' durch die musikalische Textur und Binnengestaltung.



                  Beide UNBEDINGT anhören, genießen und wenn es Spaß macht vergleichen.

                  Viel Spaß vom Amadé
                  Zuletzt geändert von Amadé-Franz; 15.07.2008, 06:22.

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