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Johann Sebastian Bach

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    Johann Sebastian Bach

    Da die wilde Jags für mich zunächst mal zuende ist, stell' ich die Scheiben die mir in der Bucht zugefallen sind hier vor.

    Diese BASF harmonia mundi Platte hat eine aussergewöhnlich gute Klangqualität.



    Da glaubt man dauernd, daß Platten ganz gut klingen können und man selbst sogar gut klingende hat und dann kommt eine dazwischen, die dem noch einen drauf setzt.

    Ein
    Collegium Aureum spielt hier
    Four Suites - vier Overtüren
    auf Originalinstrumenten

    Das mit den Originalinstrumenten erschliesst sich mir nicht unbedingt, denn der Klang ist so gut eingefangen, das hört sich in meinen Ohren überhaupt nicht historisch an, diese Instrumente klingen alle sehr sehr fein.

    Die Musik ist unaufdrininglich aber beschwingt. Sie könnte gut passen, um aufgeregten Menschen zu helfen, wieder runter_zu_kommen.

    .
    Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

    #2
    AW: Johann Sebastian Bach

    Hallo Höhlenmahler,

    tolle Beute, die Du an Land gezogen hast. Die wenigen BASF-Aufnahmen finde ich durchweg grandios. Die BASF und dann zusammen mit der DHM hatten sich zum Ziel gesetzt Aufnahmen mit dem 'gerechten'(also richtigen, möglichst naturgetreuen) Klang zu produzieren.

    Auf Bestreben der DHM hin gründete sich bereits 1962 das Collegium aureum als erstes deutsches Originalklangensemble. Hier wurde viel probiert, man versuchte nicht unbedingt den, zwischenzeitlich, harschen Klang sondern die vielen Faktoren historischer Information einfließen zu lassen. Dazu gehört die Räumlichkeit, daher auch der Name des Ensembles, man hatte sich als Probenort den Fuggersaal zu Kirchheim auserkoren. Das ist Renaissancearchitektur auf der Basis des goldenen Schnitts, der auch beim Instrumentenbau eine große Rolle spielt, und von dem sich das aureum ableitet. Dazu kamen Instrumente aus der Zeit, möglichst frei von den Umbauten des 19. Jhd., lies diese oft zurückbauen, mit Saiten wurde experimentiert, mit den Spieltechniken der damaligen Zeit, Bsp. Geige liegt auf der Schulter auf und wird nicht geklemmt, was wiederum zu anderer, also der damaligen Grifftechnik führt, usw.

    Wichtig auch die Besetzungsstärke, noch mehr als heute, da Bach fast, zurecht in meinen Augen, nur noch solisitsch besetzt gespielt wird. Man höre sich Aufnahmen aus den zehn Jahren bis 1969, als die Aufnahme entstand an. Die Tempowahl, die Artikulation, das Quellenstudium, usw.

    Klanglich ist das alles sehr fein, transparent, geradezu seidig. Da nahezu ohne Vibrato gespielt wird, das zu dieser Zeit nur seltenes Ausdrucksmittel war, kommen viele Feinheiten und Strukturen erst zur Kenntnis. Und jetzt 40 Jahre danach gibt es kein gutes Kammerorchester, das nicht zumindest historisch informiert spielt.

    In der kürze sind das denke ich genug Infos, vielleicht machen Sie Dir und anderen Spaß oder regen zur Diskussion an.


    Kurz genieße diese herrliche Platte einfach.

    Grüße vom begeisterten Amadé

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      #3
      AW: Johann Sebastian Bach

      Hallo,

      ich stimme Markus aus ganzem Herzen zu, Bach ist mein zweiter Gott nach dem göttlichen Wolferl!

      Eine kleine Bachempfehlung. Seit Jahrzehnten begleiten mich die Brandenburgischen Konzerte, ich sammle alles, was mir an Interpretation lohnend erscheint, höre nahezu täglich einige Konzerte. Eine Aufnahme, die leider ziemlich unbeachtet blieb (dafür wurden die audiophilen Ouvertüren in Frühfassung auf MDG ausgezeichnet). Sie ist virgin-üblich nicht gerade audiophil zu nennen, kompakt, Staffelung nicht so wie ich es gerne hätte, Klangbild für eine historisierende Aufnahme etwas verhangen und tonal glaube ich nicht ganz idiomatisch.

      Doch die Interpretation, echt neu, grandios, virtuos; alleine das Begleitheft in der Box mit den wissenschaftlich neuesten Erkenntnissen zu den Werken und wie es umgesetzt wurde, lohnt die Anschaffung. Geleitet und das Cembalo gespielt wird von Siegbert Rampe, der auch die Forschungen leistete und das Büchlein schrieb.

      Mein orchestraler Bachfavorit.


      Grüße vom Amadé

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        #4
        AW: Johann Sebastian Bach

        Hallo Markus,

        da ich ein Empfindungshörer bin, mag es mir an dem Punkt leichterfallen.

        Doch tat ich mir sowohl mit Bach als auch mit Mozart unheimlich schwer und mit Ausnahme der daPonte-Opern, wußte ich bis mitte meiner 20er nichts sonderlich damit anzufangen.

        Für mich war die Entdeckung die 'historische Aufführungspraxis', mit Aufnahmen ab Anfang der 70er Jahre. Bei Bach war die Initialzündung die erste Marrineraufnahme von 71/72 auf Philips in den musikwissenschaftlichen Bearbeitungen von Thurston Dart, ua. mit David Munrow an der Flöte. Und bei Mozart öffnete mir Harnoncourt die Tore.

        Und als ich dann anfing alles zu hören und zu lesen, was mit Mozart zu tun hat, erschloß sich nach einer Krise auf einmal alles für mich. Jetzt beflügelt mich nahezu jeder Ton von ihm.

        So überhaupt nichts rechtes anfangen, trotz regelmäßiger Beschäftigung, kann ich mit Beethoven, ist bis jetzt einfach nicht meine Wellenlänge.

        Fürs Erste Grüße vom Amadé

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          #5
          AW: Johann Sebastian Bach

          Mallo Markus, hallo Amadé-Franz!

          Meine persönliche Reihenfolge bei Beethoven: zuerst die Streichquartette, dann Klavier, dann die Sinfonien.

          Das allgemeine Getue um die Neunte Sinfonie z.B. kann ich nicht nachvollziehen. Nicht erst seit ich das Finale mitgesungen habe, ist mir die weltweite hymnische Verehrung der Ode an die Freude ein Rätsel.

          Auch bei Mozart sehe ich es ähnlich wie Markus: Gerade unter den frühen Sinfonien oder den Serenaden gibt es manche Werke, die mich relativ kalt lassen.
          Anderes trifft voll ins Herz und in die Seele.

          Werke wie Bachs Goldbergvariationen, die Kunst der Fuge, das Wohltemperierte Klavier, die Passionen und und und...
          die stehen ganz weit oben, obwohl ich nicht immer in der Stimmugn und in der Verfassung bin, sie zu hören.

          Gruß!
          Rainer

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            #6
            AW: Johann Sebastian Bach

            Hallo Eusebius, hallo Markus,

            vielleicht kam die Beethovenproblematik bei mir ein wenig stark rüber, muss ich differenzieren.

            Streichquartette super, Klavier nach und nach, Klavierkonzerte immer mehr und Symphonik eigentlich nur historisierend, hist-informiert, da beginnt mir einiges klar zu werden. Die Ode halte ich jetzt auch nicht gerade für das Glanzstück, wie überhaupt dieser emotionale Überdruck mich oft überfordert. Ah ja, da ist noch Fidelio das war so der erste Beethoven mit dem ich klar kam.

            Mozart erlebe ich bei vielen als schwierig, die Erklärung von Markus ist einleuchtend. Nach viel Beschäftigung ist Mozart für mich ein Sog mit sovielen Facetten und Möglichkeiten. Die frühen Symphonien unter Harnoncourt sind für mich ein Ereignis, das zu einer Entdeckungsreise wird je mehr ich Zeitgenossen und ihre Werke mit einbeziehe.

            Auf einen fruchtbaren Austausch freut sich Amadé

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              #7
              AW: Johann Sebastian Bach

              Hallo Amadé!

              Hier schon mal das Beethoven-Programm, wenn du mich mal besuchen kommst:

              1) Schlusssatz des Streichquartetts op 59.3 mit dem Juilliard-Quartett.
              2) Adagio aus der Hammerklaviersonate mit Mauricio Pollini
              3) 1. Satz der Violinsonate op. 30.2 mit Askenazy/Perlman
              4) 1. Satz der Klaviersonate op 7 mit Gulda
              5) 3.+4.Satz der 2. Sinfonie mit Zinman

              Wie würde meine Söhne sagen: GEIL!

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                #8
                AW: Johann Sebastian Bach

                Hallo Markus!

                rost:

                Wünsche dir viel Spaß mit Stockhausen an meinem heutigen Geburtstag.
                Komm halt gerne auch mal vorbei!
                Zuletzt geändert von Replace E; 13.07.2008, 23:27.

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                  #9
                  AW: Johann Sebastian Bach

                  Hallo Eusebius,

                  als wenn Du mir ein solch tolles Programm anbietest, komme ich nicht drum rum Dich mal zu besuchen!

                  Dieses Programm halte ich genauso für Referenzverdächtig. Bringe neben anderem noch ein paar Beethovenkleinigkeiten mit, das wird wirklich ziemlich geil!

                  Herzliches Servus vom Amadé

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                    #10
                    AW: Johann Sebastian Bach

                    :dank::dank::dank::dank::dank::dank::dank::dank::d ank::dank::dank::dank:

                    Hallo Eusebius,

                    habe erst jetzt gelesen, dass Du gestern Geburtstag hattest!

                    Grandioses Jahr!

                    Herzlich vom Amadé

                    :dancer::dancer::dancer::dancer::dancer:

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                      #11
                      AW: Johann Sebastian Bach

                      Merci vielmals! :dank:

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