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Musik und Text

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    Musik und Text

    Moin, moin.....

    gibt es für euch Musik, die den Text untermalt - gibt es für euch Texte, die die Musik unterstreichen?

    LG
    Tanja

    #2
    AW: Musik und Text

    Klar gibt es das für mich. Kennst du die "Lamb lies down on Broadway" von Genesis aus den Siebziger Jahren? Da ist die Musik eine geradezu geniale Umsetzung des Textes bzw. umgekehrt.:zustimm: Ich mag ohnehin sehr gerne sog. "Konzeptalben", auf denen eine Geschichte musikalisch umgesetzt wird. Und davon gibt es unzählige.

    Gruß
    Franz

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      #3
      AW: Musik und Text

      Hallo Tanja,

      da habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Über viele Texte höre ich einfach hinweg und betrachte den Gesang nur als Instrumentaldarbietung. Manche Texte sind einfach so banal.
      So geht es mir übrigens auch in Opern. Die Handlungen sind teilweise derartig dürftig, dass rein der Genuss der Stimmen und der Instrumente angesagt ist.

      Die Texte von Ramstein höre ich gerne, die Musik unterstreicht durchaus den Sinn der Texte. eitsch:

      Grüßle vom Charly
      Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
      Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

      Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
      https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

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        #4
        AW: Musik und Text

        Hallo Tanja,

        es gibt ein Lied von Spliff, das mich immer wieder fasziniert. Leider verstehe ich den Text nur bruchstückhaft und finde ihn im www. auch nicht wieder.

        Doch, das gibt es oftmals, dass Text und Musik "zusammenpassen".

        Meistens geht es mir aber wie Charly - ich höre die Stimme im Zusammenhang mit der Musik.
        Grüßle von der Audiohexe

        sigpic


        Und nun verstand ich es, das Geheimnis der Musik, ich verstand, warum sie allen anderen Künsten so turmhoch überlegen ist: Es ist ihre Körperlosigkeit.
        Wenn sie sich einmal von ihrem Instrument gelöst hat, dann gehört sie wieder ganz sich selbst, ist ein eigenständiges freies Geschöpf aus Schall, schwerelos, körperlos, vollkommen rein und in völligem Einklang mit dem Universum.
        (von Walter Moers)

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          #5
          AW: Musik und Text

          Manche Texte sind einfach so banal.
          Sicher gibt es das zuhauf. Es gibt aber auch ganz tolle Texte, finde ich, die es wert sind, gelesen zu werden. Hör dir mal James Taylor, Jim Croce, Leonard Cohen, Nina Simone, Bob Dylan...........tausend weitere:grinser: an.

          Bei den reinen Pop-Sternchen ist der Text meist ohnehin nur Füllmaterial für eine eingängige Melodie.

          Gerade bei den sog. "Liedermachern" finde ich immer wieder sehr nachdenklich machende Texte.

          Gruß
          Franz

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            #6
            AW: Musik und Text

            Hallo Franz,

            dass es haufenweise gute Texte gibt, bezweifelt wohl niemand. Ich denke, dass Tanja nach Texten fragt, die von der Instrumentierung richtig unterstützt werden. Ein Ulrich Roski könnte seine Jokes auch vortragen, ohne dabei eine Gitarre standardmäßig zu zupfen.

            Wo unterstreicht die Instrumentierung die Texte?

            Grüßle vom Charly
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            https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

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              #7
              AW: Musik und Text

              Ohne andere Musikrichtungen in irgendeiner Form geringschätzen zu wollen, denke ich doch, dass besonders in der klassischen Musik die Beziehungen zwischen Text und Musik ebenso eng wie vielfältig sind.

              Beispiele gibt es in beinahe unendlicher Zahl:
              - Kirchenmusik: Wie Bach z.B. in seinen Kantaten oder den Passionen, der h-Moll-Messe oder wo auch immer Text und Ton aufeinandner bezieht - schon dies zu entdecken und zu genießen, kann einen ein Leben Lang beschäftigen.
              Dasselbe gilt z.B. für die Vertonungen des klassischen Requiem-Textes durch die verschiedenen Komponisten von Mozart bis Fauré.
              Wie sie z.B. ein "dies irae" , den Tag des Zornes, des Jüngsten Gerichts also, in Töne umsetzen, ist eine äußerst spannende Geschichte.

              - Kunstlied: die vielen hundert Lieder von Schubert, die großen Zyklen von Schumann oder Mahler! Was da an kunstfertigen und spannenden Bezügen zwischen Text und Musik stattfindet, ist schier unglaublich.
              Man höre nur einmal die "Lieder eines fahrenden Gesellen" von Mahler, die "Winterreise" von Schubert oder die "Dichterliebe" von Schumann.

              - Oper: unbestritten, dass es in vielen Opern "Leerlauf"-Passsagen und Füllmaterial in Mengen gibt. Dennoch bersten die großen Werke der Opernliteratur vor prallen Szenen, in dene Text und Musik eine überwältigende Verbindung eingehen.

              Entscheidend ist natürlich, dass man auch versteht, was gesungen wird.
              Bei manchen Künstlern hapert es da etwas. Von Natur aus haben Frauen es da auch etwas schwerer, da ihre höhere Stimmlage leichter unverständlich wird als die tieferen Lagen der Männer.

              Eine gute Aufnahmetechnik kann da unter Umständen mehr herausholen, als bei einer Live-Aufführung möglich ist.

              Dass schon eine schöne Stimme nur durch ihren Klang betören kann, bleibt unbestritten. Aber wenn man dann auch noch versteht, was sie singt, bleibt kein Wunsch mehr offen.

              Gruß!

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                #8
                AW: Musik und Text

                Wo unterstreicht die Instrumentierung die Texte?
                Ein Beispiel hatte ich ja schon gebracht. Bei allen "Konzeptalben" ist das im Grunde genommen so.

                Ein schönes Beispiel ist auch das hier:



                Das Konzept, das über eine Strecke des Albums führt, basiert auf einen Roman von Peter Currell-Brown. Es handelt von einem gealterten Fabrikarbeiter, der plötzlich beschliesst, mental mehr in die Tiefe seiner Arbeit zu gelangen und mehr darüber herauszufinden. Gesungen werden die einzelnen Stücke wird von Noel McCallas, der die feinsinnigen Texte mit seiner verletzlichen Stimme kongenial umsetzt. Da läuft einem manchmal ein Schauer über den Rücken.

                Oder auch diese hier ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich Text und Musik gegenseitig bedingen und durchdringen:



                Im Oktober 1979 war es dann soweit. Tony veröffentlichte sein erstes Soloalbum, A Curious Feeling Es kam immerhin bis auf Platz 21 der britischen Charts. Tony spielte bei diesem Album, dass stilistisch an die Genesis-Musik der späten 1970er Jahre angelehnt war, alle Parts selbst ein, mit Ausnahme von Schlagzeug und Percussions (Chester Thompson) und Gesang (Kim Beacon). Ursprünglich sollte sich der Text des Albums um die Science-Fiction-Story Flowers For Algernon drehen. Doch aufgrund eines zeitgleich in London aufgeführten Musicals, das ebenfalls auf dieser Geschichte aufgebaut war, änderte Tony einige Texte um, so dass ein Zusammenhang nicht mehr erkennbar war. Bereits ein Jahr zuvor, 1978, hatte er übrigens zusammen mit Mike Rutherford für den Film The Shout (in Deutschland: Der Todesschrei) die Musik geschrieben. Diese wurde zwar nie als Album veröffentlicht, aber das prägnante Haupt-Thema der Komposition verwendete Tony für From The Undertow auf A Curious Feeling. Tony war trotz der recht guten Charts-Platzierung enttäuscht über den Erfolg des Albums, denn er war der Überzeugung, A Curious Feeling sei "in kompositorischer Hinsicht besser als die drei Genesis-Alben zuvor".
                http://64.233.183.104/search?q=cache...=de&lr=lang_de

                Gruß
                Franz

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                  #9
                  AW: Musik und Text

                  Es erschreckt mich ja nahezu,

                  höre ich Musik, deren Beats und Sounds, ein einheitliches "Gestampfe" darstellen, für mich dann so 'ne Richtung> Lala- Hintergrundgedusel...

                  Allerdings ist für mich die "Beziehung" zwischen Instrument/en und Gesang/ Text, ein ganz wichtiges Attribut...

                  "Shane MacGowan" und "Nick Cave" , beispielweise> "Louis Armstrongs"> What A Wonderful World, interpretierend< "lebt" einfach nur auf> in einem Szenario, welches mich immer wieder zum Nachdenken anregt...

                  Untermalt wird das Ganze dann noch durch ein Bild> geben sich Nick und der betrunkene Shane die Hand.

                  Eine Visualisierung, durch Instrument und Gesang, in einer Art, der des eigenen Wiederfindens, gestaltet sehr oft mein "Hörleben".

                  Allerdings gibt es auch Stücke wie> "Pat Metheny" und "Charly Haden", deren Gitarre und Kontra- Bass in eine Harmonie verfallen, der auch ich mich nur schwer entziehen kann...

                  Musik "transportieren" zu können, dem "Empfänger" diese schönen Atttribute aufzuerlegen, zwanglos, um sich dann damit auseinanderzusetzen, in welcher Richtung auch immer, bringt mir das Musikhören sehr nahe...


                  Volkhart:daumen:eitsch:

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                    #10
                    AW: Musik und Text

                    Hi Ihr Lieben,

                    da gibt es für mich einige:

                    Procol Harum: CD "Live in Concert with the Edmonton Symphony Orchestra and the Da Camera Singers"; CD "Grand Hotel"
                    E, L & P: "Tarkus"; "Karn Evil Nr. 9" (von "Brain Salad Surgery")
                    The Nice: "Five Brigdes Suite"
                    Rick Wakeman: "The Six Wives Of Henry VIII" (nur Musik, aber die Umstzung lässt eine Vorstellung erahnen); "Return To The Centre OOf The Earth"
                    Etliches von Pink Floyd, Jane, Frumpy, Loreena McKennitt
                    usw., usw.,....

                    Grüße

                    Joerg-Thomas

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                      #11
                      AW: Musik und Text

                      Jaaaaah....

                      da fällt mir gerade Moody Blues ein! Dass ich das vergessen konnte... feif:
                      Grüßle von der Audiohexe

                      sigpic


                      Und nun verstand ich es, das Geheimnis der Musik, ich verstand, warum sie allen anderen Künsten so turmhoch überlegen ist: Es ist ihre Körperlosigkeit.
                      Wenn sie sich einmal von ihrem Instrument gelöst hat, dann gehört sie wieder ganz sich selbst, ist ein eigenständiges freies Geschöpf aus Schall, schwerelos, körperlos, vollkommen rein und in völligem Einklang mit dem Universum.
                      (von Walter Moers)

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                        #12
                        AW: Musik und Text

                        Bei für mich neuer Musik ist der Gesang erstmal Instrument. Ist die Musik verarbeitet (kann Jahre dauern), dann kümmert mich auch der Text. Evtle. Booklets mit Text lese ich immer ohne Musik.

                        Ich bin mehr so der Instrumentalmusikermusikertyp, wenn ich den Text nicht kenne (oder nicht verstehe) ist das nicht so schlimm, auch muss ich nicht unbedingt wissen wie die Band oder die Stücke heißen (der Normalzustand bei etlichen alten Radioaufnahmen). Wenn ich es rauskriegen kann, ist es natürlich auch nicht verkehrt.

                        Grüße, Klaus
                        Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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                          #13
                          AW: Musik und Text

                          Hallo Tanja,

                          man muss doch nur mal drauf achten...

                          Soeben gehört: Puhdys "Bis ans Ende der Welt"

                          :daumen:

                          Da unterstreicht die Gitarre den Satz!

                          Sie war kaum 16, da war ein Mann,
                          Als sie das erste Mal verlor.
                          Und was er sagte, sie glaubte daran
                          An seine Sprüche, die er schwor,
                          An seine Sprüche, die er schwor.
                          Quelle: lyrics.de
                          Grüßle von der Audiohexe

                          sigpic


                          Und nun verstand ich es, das Geheimnis der Musik, ich verstand, warum sie allen anderen Künsten so turmhoch überlegen ist: Es ist ihre Körperlosigkeit.
                          Wenn sie sich einmal von ihrem Instrument gelöst hat, dann gehört sie wieder ganz sich selbst, ist ein eigenständiges freies Geschöpf aus Schall, schwerelos, körperlos, vollkommen rein und in völligem Einklang mit dem Universum.
                          (von Walter Moers)

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