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    #16
    Zum einen kennen wir uns (glücklicherweise?) mit solchen Warnungen nicht mehr aus.
    Wenn hier die Sirene schallt denken doch alle erst mal an eine Übung oder die Feuerwehr zieht deren Leute ein.
    Klar, die Menschen in den Gebieten sind sensibilisiert.
    Aber mach das mal in Essen oder Köln, da interessiert das bestimmt 2/3 der Bewohner nicht.
    Wie viele Leute lassen sich nicht evakuieren und wehren sich mit Händen und Füßen und wettern dann danach, warum keiner was gemacht hat (alles hier leider zuhauf passiert!).
    Auch mal Nachrichten schauen hilft, anstatt Harz IV-TV!

    Aber auch hier fischen im Trüben.
    Es geht darum aktuell den Leuten zu helfen, der Rest ist eine andere Diskussion.

    Aus eigener Erfahrung: aktuell nur noch Geldspenden oder in die vorhanden Portale schauen, was/wer benötigt wird.
    Sachspenden, vor allem Kleidung, hält jetzt nur noch auf, THW rät davon ab, da hier schon EXTREM GROSSZÜGIG gespendet und organisiert wurde.
    Nur müssen die Klamotten jetzt alle sortiert und zugeordnet werden, womit viele beschäftigt sind.
    Auch werden überall noch tatkräftige Helfer gesucht.
    Wer also in der Nähe der Gebiete wohnt: anfragen wo eine freie Hand benötigt wird und entsprechend einsetzen lassen.

    Auch Mangelware: Baumaschinen, Traktoren, Hänger, schweres Gerät!

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      #17
      Gut, musste mir die ganze Zeit über verkneifen...wegen "politisch usw."

      Aber jetzt ja gestattet...

      Karsten Schwanke vom ARD Wetter hat das Wetterphänomen "West Deutschland" bis auf 50km genau, mehrere Tage zuvor, vorher gesagt.

      Thema Wechsel

      Am Samstag Abend, den 17.07.2021, kam ein Bericht im bayrischen Fernsehen, im Rundschau Magazin gegen 18.30uhr, Aussage dort von der Feuerwehr:

      "Vermutlich sind wir im Berchtesgadener Land Landkreis noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen... "

      ​​​​​​..."wir bleiben aber trotzdem die ganze Nacht wachsam..."

      So, so...

      Um so erstaunlicher, exakt 24 Stunden später, gleiche Sendung, gleiche Zeit...

      Extremste Verwüstungen exakt in diesem Gebiet. Und genau in dieser Nacht ❗

      Lg. Christoph
      Hifiman HE-4 * AKG 812 made in austria+Mesh * MEZE EMPYREAN * Naim Headline + Teddy Pardo PSU * Audeze Mobius + FIIO Q5s + Huawei M5Pro

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        #18
        Was bildlich zeigt, dass solche Dimensionen nicht unbedingt immer so zuverlässig vorhersehbar sind.
        Welcher Fluss/Bach tritt über, wie verlaufen die wasserführenden Schichten im Boden (gerade im Bergischen nicht unerheblich), wo genau kommt die Sintflut runter, etc.
        Selbst bei genauer Beobachtung kommt es zum Schlimmsten.
        Bei uns waren es u.a. Landstriche, die sonst problemlos mit "normalem" Hochwasser umgehen.
        Machen wir da nun einzelne Menschen für verantwortlich oder ist es doch ein größeres Ganzes?
        Ersteres finde ich ziemlich daneben...
        Aber die Presse hat nun wieder eine Sau, die sie durch die Straßen treiben kann, Sommerloch gefüllt!

        Galtür/Ischgl, Lawine `98 (ich war da gerade im Nachbartal/Montafon in einer Berghütte fest gesetzt)
        Klar, kann man einen suchen, der es schuld ist.
        Aber sie haben gelernt und entsprechend bauliche Maßnahmen getroffen.
        Anpacken, nicht diskutieren...hat dort funktioniert.

        Klar, wird jetzt auch über die vollen Talsperren vor dem Regen gewettert.
        Leute: lassen die ab und wir bekommen wieder paar Wochen NULL Regen wäre es auch wieder doof gewesen und jeder wettert rum, warum die das schöne Wasser abgelassen haben.
        Als das Unwetter angesagt wurde wäre es auch zu spät gewesen, weil diese Massen etliche Tage benötigen um geordnet abzufließen.
        Ist jetzt der schuld, der sein schönes Häuschen an der schönen Ahr gebaut hat, ist der Politiker schuld, der auf eine Info von Experten wartet, ist der Experte schuld, der einfach nicht diese Dimension im Auge haben KONNTE...
        Wer Schuldige sucht wird Schuldige finden.
        Ob sie wirklich was dafür kann entscheidet die Presse, welche die Person dann wieder schön zerreißen kann.
        Kirche im Dorf lassen, so schlimm das alles auch ist.
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          #19
          Hallo Guido,

          da müssen echte Wissenschaftler und Ingenieure ran, damit die Schutzmaßnahmen funktionieren.
          Den Kopf resigniert in den Sand zu setzen ist keine Lösung. Wir müssen an Lösungen arbeiten.

          Es geht mir dabei nicht um Klimapolitik, sondern darum, sich auf das Klima, welches wir erwarten können, einzustellen.

          Damit meine ich, dass Staumauern verbessert werden und Poldergebiete geschaffen werden.
          In Köln sind die Überschwemmungsmauern am Rhein verbessert worden. Gleiches in Regensburg.
          Wie man Altenahr schützen kann, weiß ich auch nicht.
          Warn-Apps auf den Handys und andere technische Warneinrichtungen müssen verbessert werden, damit wenigstens Leben gerettet werden können.

          Wir wollen nicht alle paar Jahre wieder solche Katastrophen erleben müssen.

          Im Moment hilft nur Geld spenden, wobei man nicht weiß, wo und wie es verteilt wird.

          Auf Dauer ist das keine Lösung.

          Gruß Charly
          Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
          Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

          Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
          https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

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            #20
            Geldspenden gezielt an die Einrichtungen, welche sich aktuell explizit mit diesem Thema beschäftigen, das kommt an.
            Im Zweifel an die Kommunen wenden, an die man spenden möchte, die helfen schnell weiter.

            Ich gebe Dir natürlich sofort Recht, es müssen die Köpfe eingesetzt werden, was künftig zu unternehmen ist, keine Frage.
            Nur ist es absolut falsch, aktuell "Schuldige" zu suchen, was nicht möglich ist aber nun anscheinend in aller Munde (Presse) ist.

            Unser VDG "Verband Deutscher Gartencenter" z.B. bittet aktuell die Gesellschafter mit einer Extraeinlage zu spenden, welche an die betroffenen Angestellten verteilt wird.
            Gezielte Spenden sind somit gut zu setzen.
            Baumärkte bieten Spenden oder Vergünstigungen an Flutopfer.
            Und noch mal: es gibt viele Portale, z.B. auf Regionalsendern/Radio, welche die Hilfen koordinieren.
            Dort nachschauen, was wo benötigt wird.
            Zielführender als alles andere und das kommt aktuell auch an.

            Wann staatliche Gelder fließen warten wir mal ab, hoffentlich hängt da nicht wieder der Wasserkopf dazwischen.
            ...mehr Senf...

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              #21
              In einigen Ländern ist es völlig normal, dass Warnmeldungen an alle Telefone der entsprechenden Region gesendet werden… Warum geht so etwas bei uns nicht?

              Fragende Grüße

              Christian

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                #22
                Den Mehrwert einer Warnung per Telefon muss einem mal erklärt werden. Ich kann mir nicht vorstellen das da die Brisanz rüberkommt. Soll da der Bürger entscheiden wie er das einzustufen hat?
                Vor was soll denn da gewarnt werde was nicht effektiver über andere Kommunikation besser funktioniert. Ohne klare Anweisungen zu evakuieren hätte sich an der Opferzahl wohl nicht viel geändert.

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                  #23
                  Das kommt ja darauf an, was man da schreibt, und wie man Menschen über die Zeit darauf sensibilisiert.

                  wenn in Japan eine Meldung käme, dass die Nordkorea angreift, würde das schon beachtet werden.

                  was will man denn im Vergleich dazu mit einer Sirene. Da weiß doch heutzutage niemand was das bedeutet… ich tue mich auch schwer mit sirenerisch… also anhand des Klanges zu entscheiden: ist das ein Test, kommt Wasser? Ist Krieg? Da fände ich einen schriftlichen Hinweis schon besser… wie gesagt: funktioniert ja in vielen Ländern.

                  nur weil etwas nicht perfekt ist, ist es ja nicht schlecht. Wär ja gut, wenn sich die Dinge ergänzen.

                  viele Grüße

                  Christian

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                    #24
                    Zitat von chriss0212 Beitrag anzeigen
                    Das kommt ja darauf an, was man da schreibt
                    Ja genau darum geht es mir. Wie soll der gewarnte Bürger auf die Warnung reagieren? Gibt es eine klare Risikoanalyse mit Evakuierung oder soll der Bürger selber entscheiden was er macht. Bei letzterem ist die SMS überflüssig weil die Warnenden bzw Experten selber nur eine Warnung ausgeben und somit die Gefährlichkeit gegenüber einer Evakuierung herabsetzt. Bei ersterem gibt es ja schon Evakuierungsszenario mit Sirene und Durchsage. Ich bin der Meinung das es ohne klaren Anweisungen die Opfer auch mit SMS Warnung gegeben hätte.

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                      #25
                      Das werden wir wohl sehen, wenn es endlich eingeführt wird. Ich kann noch immer keinen Nachteil an dem System entdecken.

                      Wissen wir denn bei einer Sirene mehr?

                      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Cell_Broadcast

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                        #26
                        Zitat von chriss0212 Beitrag anzeigen

                        Wissen wir denn bei einer Sirene mehr?

                        Ja, denn da gibt es parallel Durchsagen. Wenn dem nicht so ist muss vielleicht das erstmal behoben werden bevor man an SMS denkt.

                        Zitat von chriss0212 Beitrag anzeigen
                        Ich kann noch immer keinen Nachteil an dem System entdecken.
                        Dann nenn mir mal einen Vorteil um an der Situation was zu ändern. Eine Unwetterwarnung unterscheidet sich nun mal signifikant von einer Evakuierung im Bezug darauf wie sich die Betroffenen entscheiden. Das Unwetter selber war doch durchaus bekannt.

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                          #27
                          Der Vorteil liegt doch auf der Hand… jeder der ein Mobiltelefon besitzt könnte eine detaillierte Information bekommen, was er in seiner Region zu tun hat… und das bekommt er auch mit, wenn er im Keller ist oder auf Toilette sitzt. Das könnte je exakt der gleiche Text sein, den Du Dir von Durchsagen wünscht.
                          Des weitern habe ich ja auch geschrieben, dass die Warnmeldungen durchaus ergänzend eingesetzt werden sollten.
                          Und natürlich kann keine Warnmeldungen die Katastrophe verhindern… aber die Auswirkungen abmildern.
                          Natürlich wussten wir alle: es wird stark regnen… aber nur sehr wenige wahren sich der wirklichen Gefahr bewusst… denn die wurde ja leider oft nicht bis zum Ende kommuniziert. Das wurde ja nun auch schon von vielen Stellen zugegeben und eingeräumt.

                          Aber lange Rede kurzer Sinn… Cell Broadcasting wird zum Glück wohl kommen. Hoffen wir, dass man verantwortungsbewußt damit umgeht… von beiden Seiten. Also Sender und Empfänger!

                          Grüße

                          Christian

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                            #28
                            Moin
                            Ich denke eine Kombination aus möglichst vielen Informationsquellen wäre sinnig.
                            Nichts desto trotz waren viele Abläufe NICHT plan- und kommunizierbar.
                            Nachher sind grundsätzlich immer alle klüger.
                            Gruß
                            Guido
                            ...mehr Senf...

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                              #29
                              Zitat von shovelxl Beitrag anzeigen
                              Moin Charly
                              Dieses Ausmaß war nicht wirklich "vorwarnbar".
                              Gerade hier in unserer Gegend ist ein derartiges Desaster eher untypisch.

                              Ein winziger politischer Hieb muss aber gestattet sein:
                              Mit den Dämmen und Spundmaßnamen ist es wie mit unseren Autobahnbrücken, Jahrzehnte nichts investiert, weil das ganze Geld lieber in anderen Kanälen versickert.
                              Z.B. ist die Steinbachtalsperre recht klein aber sehr alt und liegt direkt vor einem Dorf.
                              An diesen "kleinen" Talsperren wird fast nichts investiert.
                              Ebenso werden Flüsse weiter brav begradigt.
                              Überall wo aber viel Geld in die Hand genommen wurde um diese Begradigungen wieder zu renaturieren konnte sich das Wasser umorientieren.
                              Auen neben großen Flüssen haben schon irgendwo ihre natürliche Bewandtnis.

                              In Inden ist ein Fluss (die Inde) aus seinem Bett geraten und hat binnen Minuten einen neuen Weg gefunden, wo er einen tiefen Canyon gebildet hat und endete in einem Tagebau.
                              Sowas KANN man nicht vorhersagen.
                              Der Boden in dieser Gegend ist sehr sandhaltig und somit schnell von Auswaschungen betroffen.
                              Hier konnte man nur mit Glaskugel vorwarnen.

                              Daher aufpassen vor Verallgemeinerungen.
                              Geographie, Bodenbeschaffenheit, bauliche Maßnahmen, Flussverläufe (auch natürliche) bieten ZU viele Variablen.

                              Gruß
                              Guido
                              Aus der Hochwasser Chronik des Ahrtal :

                              Das Charakteristikum der sommerlichen Hochwässer der Ahr ist ihr schnelles Ansteigen mit großer Strömungsgeschwindigkeit und ein schneller Rückgang. Winterhochwässer dagegen schwellen langsam an, haben zumeist eine Vorphase mit hohem Wasserstand und eine längere Dauer, um allmählich wieder auf mittleres Mittelwasser zu fallen.


                              1910, 12. und 13. Juni, Ahrgebiet: Dieses größte und folgenschwerste Hochwasser nach 1804 ist durch Ulrich19) ausführlich dargestellt worden. Grommes7) gibt für den Müscher Pegel einen Hochwasserscheitel von 5,0 m an, der jedoch durch Rückstau überhöht erscheint. Ulrich hat seinen Aufsatz durch zahlreiches Bildmaterial illustriert, weitere Aufnahmen finden sich in verschiedenen anderen Veröffentlichungen24). In Ursache und Wirkung war das Hochwasser von 1910 eine Wiederholung des von 1804. Wie damals tobten an den Unglückstagen nach vorhergehenden, anhaltenden Regenfällen heftige Wolkenbrüche zwischen Hoher Acht und Hochkelberg. Hohe Niederschläge fielen in kurzer Zeit in den Einzugsgebieten aller von hier zur Ahr entwässernden Bäche. Wie 1804 führten vor allem der Trierbach und Adenauerbach riesige Wassermengen — geschätzt wurden 33 000 000 cbm im gesamten Einzugsgebiet der Ahr — in einer gewaltigen Flutwelle zum Hauptfluß. Dieser schwoll ebenfalls sprunghaft an und trat alles mitreißend über seine Ufer. Durch Hölzer, Baugerät und anderes Material der gerade im Bau befindlichen Eisenbahnlinie Dümpelfeld - Lissendorf wurde das Hochwasser und seine Wirkung, vor allem im oberen und mittleren Ahrtal noch verstärkt. Das mitgeschwemmte Material staute sich an allen, den Abfluß hindernden Brücke und Bauwerken, die unter dem gewaltigen Wasserdruck zerbrachen und zerstört wurden.


                              Die Katastrophe forderte insgesamt 52 Menschenleben, zumeist Bahnarbeiter. Diese wurden teilweise mit ihren Baracken fortgerissen und ertranken. Alle Ortschaften im Tale des Trierbach, Adenauerbach und der oberen und mittleren Ahr erlitten erhebliche Schäden, nahezu alle Brücken wurden zerstört.




                              weiteres

                              Nimmt man als Kriterien für schwere Hochwässer weggerissene Brücken, zerstörte Gebäude und ertrunkene Menschen, ab dem 19. Jhdt.
                              auch Wasserstandsmarken und Pegelstände, so kann man 9 Hochwässer besonders herausstellen. Hiervon sind wiederum 5 Sommerhochwässer (1601, 1804, 1818, 1848, 1910) und 4 Winterhochwässer (1687, 1739, 1795, 1880).



                              Herausragende Katastrophenhochwässer sind aufgrund der überlieferten Schäden die von 1601, 1804 und 1910, allesamt durch Gewitter ausgelöste Sommerhochwässer. Nahezu immer sind der Trierbach und der Adenauerbach die Hauptabflußsysteme der die Hochwässer auslösenden Niederschläge.








                              Während über die Ufer gehende Hochwässer immer unerwünscht waren, wurden »normale« Hochwässer früher aber auch wirtschaftlich genutzt und mit ihnen Bäume die Ahr hinuntergeflößt. So wird für 1701 berichtet, daß ein Kaufmann ohne herrschaftliche Erlaubnis versuchte »etliche 1 000 Eichenbäume die Ahr hinunterzuschwemmen«. Mit Hilfe der Schützen hat dies der Bodendorfer Bote Jost gestoppt, bis die erforderliche Gebühr bezahlt war. 1784 kann dies von dem landskronischen Beamten zu Bodendorf jedoch nicht verhindert werden, da die Adenauer Holzhändler die Erlaubnis von Kurköln und Kurpfalz besaßen1 m). Schon früh beginnen Versuche die Ahr zu regulieren und die Schäden der Hochwässer zu mindern. So wird z. B. 1790 für Wadenheim, Hemmessen und Beul gefordert, daß die Ahr »in ihren Ufern eingeschränkt« werde. Ab 1791 wird dann mit »Wasserbauten« und »Ahrkrippenbauten« begonnen1 k). Die Regulierung der Ahr in ihrer heutigen Form beginnt jedoch ab 1880 und wird im wesentlichen vor dem 1. Weltkrieg vollendet.







                              In der Folgezeit werden für Abflußmessungen und Hochwasserwarnungen auch Pegel eingerichtet. Pegel befinden sich heute in Niederehe, Kirmutscheid, Müsch und Reimerzhoven26); letzterer ist ein Pegel l. Ordnung. Während der Pegel Müsch vermutlich nach dem Ahrhochwasser von 1910 eingerichtet wurde, erfolgtedie Installierung der anderen Stationen nach dem Hochwasser von 1920. Vergleicht man zum Abschluß auf Karten die heutige Tallandschaft der Ahr mit der von früher, so,kann man erhebliche Veränderungen durch die Flußregulierung und Uferverbauung erkennen. Die Tranchotkarten (Blätter 111 Ahrweiler, 112 Remagen, 119 Kreuzberg, 120 Kesseling), aufgenommen zwischen 1808 und 1810, zeigen das Bild eines frei in seinem Tal pendelnden, unverbauten Flusses. Vor allem im unteren Ahr-tal löst sich der Strom auf und fließt in zahlreiche Rinnen in einem breiten Hochwasserbett durchsetzt von Inseln und eingesäumt von Sand- und Kiesflächen zum Rhein. Die französischen Ingenieurgeographen haben hier das Ahrtal so kartiert, wie es das Hochwasser von 1804 hinterlassen hatte.
                              Diese Tranchotkarten zeigen im Vergleich mit dem heutigen Bild der Tallandschaft sehr deutlich: Die Siedlungen mieden den Hochwasserbereich oder hielten Abstand von der Hauptstromrinne, wodurch normalen Hochwässern der schnelle und ungehinderte Abfluß ermöglicht wurde.



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                                #30
                                Jo Otto,

                                Du kannst doch nicht einfach so mit geologischen und geschichtlichen Tatsachen kommen, Du alter querdenkender Relativierer... Das unterminiert das komplette Narrativ!



                                Thomas

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